Die Schmankerl der Herbstsaison

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Die Schmankerl der Herbstsaison 2012

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Was für eine Herbstsaison 2012!

Die österreichische Bundesliga bot in ihren ersten 20 Runden wieder allerhand: Und wir reden nicht nur von Siegen und Pleiten.

Auch besondere Schmankerl begleiteten die zehn Teams wieder durch den Sommer und Herbst. Da darf ein Blick zurück nicht fehlen.

LAOLA1 hat die zehn Schmankerl-Highlights der ersten 20 Runden:

 

ARMER FRANZ

Keine Herbstsaison, ohne dass Salzburg-Verteidiger Franz Schiemer nicht auf dem Feld einen Turban tragen muss. In dieser Saison musste der 26-Jährige schon beim Bundesliga-Auftakt in Graz wieder einen tragen. Und das, nachdem er im letzten Spiel der Vorsaison (2:0) - dem Cup-Finale gegen Ried (3:0) - auch schon einen benötigte. Freilich blieb es nicht nur bei einem Cut. Hier die "Bloody-Hell-Diashow"  feat. Schiemer Franz!

OH JOHNNY!

Man kann einen Elfmeter verschießen. Man kann ihn drüberschießen. Man kann ihn etwas weiter drüberschießen. Aber so weit drüberschießen, das ist fast schon eine Kunst. Beim 0:2 gegen Rapid in Runde 4 hatte Salzburgs Jonathan Soriano dieses historische Pech. Aber: Es brachte ihm 1,7 Mio. YouTube-Klicks! Und: Sergio Ramos, der im CL-Halbinale etwas weniger weit drüber knallte, machte zu dieser Zeit in den USA ein Field Goal. Zufall?

KINDERGARTEN SÜDSTADT

Nein, es interessierte uns nicht, wer wen zuerst geschimpft, gestoßen oder sonst etwas hatte. Es interessierte uns auch nicht, wer sich für etwas Besseres hielt oder wer ein "Osterhase" gewesen sei. Und uns war auch egal, ob sich  Didi Kühbauer und Roger Schmidt beim Wiedersehen die Hände schütteln würden (sie taten es nicht). Was die Trainer nach Runde fünf im Kabinengang aufführten, ließ sich mit einem Wort beschreiben: Kindergarten.

DER TOBSUCHTSANFALL

Bleiben wir doch gleich bei Didi Kühbauer. Gezwungenermaßen. Denn nicht nur gegenüber RBS-Trainer Roger Schmidt zeigte der Admira-Coach seine raue Art. Vor allem sein Tobsuchtsanfall nach dem 5:1 gegen Mattersburg blieb uns in ganz unliebsamer Erinnerung: Vor der Presse schrie er sich seinen Unmut über die Schiedsrichter aus der Seele. Das Wort "Kreaturen" fiel. Zum Glück auch Tage danach die Worte: "Ich entschuldige mich."

DER KIRCHENGANG

Walter Kogler machte während der Herbstsaison Platz für Roland Kirchler auf der Trainerbank von Schlusslicht Wacker Innsbruck. Was machte der? Er ging mit seinen Spielern in die Kirche. Es fruchtete. Die ersten drei Spiele in der Liga und eines im Cup bei Sturm konnten gewonnen werden. Zwar sind die Tiroler noch immer Letzter, aber punktegleich mit Neustadt - und die Admira ist auch nicht weit weg. KIRCHler sei Dank...

BRILLE: HOFMANN

Eine Brille verschafft eine andere Sichtweise. Steffen Hofmann erfuhr dies diesen Herbst aufgrund einer Augenverletzung. Augengläser auf dem Fußball-Platz sind äußerst selten, Edgar Davids zeigte alllerdings, dass es auch mit möglich ist. Die Brille verhalf dem Rapid-Kapitän, den Durchblick zu bewahren, als er gegen Salzburg den Freistoß zum 1:0 in die Maschen setzte. Grün-Weiß gewann 2:0 und blickte nach einer Krise wieder durch.

DER CO-TRAINER-EFFEKT

Er ist der mächtigste Co-Trainer der Bundesliga, wenn nicht der Welt: Gerhard Schweitzer. Im Machtkampf setzte sich das Urgestein gegen Heinz Fuchsbichler, der als Ried-Coach entlassen wurde, durch und übernahm wieder einmal interimistisch - erfolgreich. Da er aber den Hauptjob aus beruflichen Gründen immer ablehnt, ist er nun wieder "Co" - weil Michael Angerschmid und Schweitzer die Rollen tauschen. Unterhaltsame SV Ried!

RASENSCHACH

Die letzten Runden der Herbstsaison waren wieder schwierig durchzuführen. Bei Ried-WAC klappte es etwa nicht. Apropos WAC: Schiri Alex Harkam etwa inspizierte in der 19. Runde 45 Minuten den Platz vor dem Duell mit der Austria, um 1,5 Stunden vor Anpiff das "Go" zu geben. Nach einer mit Fußball kaum assoziierbaren Partie und dem 6:3 der Gäste, meinte auch Harkam, man hätte lieber nicht anpfeifen sollen. Tomas Simkovic: "Das war kriminell."

SAG' ZUM ABSCHIED FEURIG SERVUS

Es war einer der emotionalsten Momente dieses Herbstes, als Sturm-Legende Mario Haas seine Karriere am Rasen der UPC-Arena beendete. Nach dem 3:1-Sieg der Grazer gegen Neustadt stand der 38-Jährige, der zuvor noch einmal eingewechselt und fast getroffen hätte, mit einem Bengalen vor den Fans der "Blackies" und die ließen "Super-Mario", den einzigen Sturm-Dreifachmeister als Spieler, hochleben. Gänsehaut!

DIE WIEDERGUTMACHUNG

Was haben wir geflucht - damals im Frühjahr - über die nicht ansehnlichen Spiele, die oft einmal 0:0 endeten. Der Herbst hat für Wiedergutmachung gesorgt. Danke, Bundesliga-Teams für Ergebnisse wie 6:4, 6:3 oder 6:1. Bei solchen Ergebnissen ist "Tennis"-Freund Philipp Hosiner sowieso immer dabei - jeweils mit einem Triplepack. Was wir uns für 2013 wünschen, liebe Teams? Bleibt der offensiven Spielweise gewogen!

 

Bernhard Kastler

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