LAOLA1 blickt auf Wr. Neustadts Saison zurück

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Es ist an der Zeit, Bilanz zu ziehen.

LAOLA1 blickt auf die Saison des SC Wiener Neustadt zurück: Feedback für jeden eingesetzten Spieler, die Punkteausbeute gegen alle Gegner, ein Fazit dieser und ein Ausblick auf die kommende Spielzeit.

Plus: Wähle das Tor der Saison der Niederösterreicher!

DAS SPIELER-ZEUGNIS


Daniel Offenbacher (34 Spiele/3 Tore/2 Assists): Aus Salzburg ausgeliehen zog der 21-Jährige im offensiven Mittelfeld die Fäden und machte in seiner Entwicklung einen großen Schritt nach vorne.

Peter Hlinka (32/4/0): Der Routinier war auf und abseits des Rasens Ruhepol im Kampf gegen den Abstieg. Einer der besten Kopfballspieler der Liga, der vier immens wichtige Tore erzielte.

Dennis Mimm (31/2/1): Aus der Ersten Liga gekommen bewies der 30-Jährige auf der Position des Rechtsverteidigers erneut seine Bundesliga-Tauglichkeit und ließ nur wenig anbrennen.

Stefan Rakowitz (30/3/4): Der 23-Jährige, der 2011/12 noch in Hartberg kickte, schaffte den Umstieg auf die größere Bühne problemlos und etablierte sich im rechten Mittelfeld.

Manuel Wallner (29/1/1): Bei der Austria sah der 24-Jährige kein Land, einige Kilometer südwestlich etablierte er sich rasch als staubtrockener Innenverteidiger in der Stammelf.

Mario Pollhammer (29/1/3): Auf der rechten Seite universell einsetzbar, lieferte der 23-Jährige das, was man von ihm kennt: unbändigen Willen, Kampfkraft und viel Laufarbeit. Vertrag verlängert.

Jörg Siebenhandl (28/0/0): Wenngleich seine Fangquote um rund zehn Prozent auf 61,9 sank, war der Youngster ein sicherer Rückhalt. Verpasste im Frühjahr verletzungsbedingt einige Spiele.

Dario Tadic (27/7/1): Er kam von der Austria, schaffte es trotz sieben Saisontoren aber nur kurzfristig, sich ein Stammleiberl zu sichern. Er muss im Sommer wieder gehen.

Christoph Martschinko (26/0/2): Ende August wurde der 19-Jährige aus Salzburg ausgeliehen. Ob im linken Mittelfeld oder als Linksverteidiger gab er zumeist eine ordentliche Figur ab.

Thomas Fröschl (24/3/3): Von Rapid an die Niederösterreicher verliehen. Großteils blieb ihm nur die Jokerrolle, Torgefahr strahlte der Blondschopf nur in seltenen Fällen aus.

Dominik Hofbauer (23/0/6): Nach anfänglichen Problemen mit Fortdauer der Saison im Mittelfeld immer besser. Sechs Assists sind SCWN-Topwert. Er kehrt nach St. Pölten zurück.

Günter Friesenbichler (23/4/1): Eine Fuß-OP machte fast das gesamte Frühjahr zunichte. Davor mit dem Triplepack in Innsbruck auch nur ein Highlight. Seine Zukunft heißt TSV Hartberg.

Thomas Piermayr (21/0/0): Zurück aus Schottland durfte er zumeist an Hlinkas Seite ran. Keine Torbeteiligung und negative Zweikampfwerte konnten nicht überzeugen.

Daniel Wolf (20/0/1): Der Jung-Papa durfte nur zehn Mal von Beginn an ran und bot eher biedere Vorstellungen. Lediglich eine Torvorlage. Mit ihm wird nicht mehr geplant.

Christian Ramsebner (19/2/2): Der 24-Jährige kam nach seinem Achillessehnenriss stärker zurück als je zuvor. Dirigierte im Frühjahr die sehr sattelfeste Abwehr, war bester Boden-Zweikämpfer der ganzen Liga. Stark.

Matthias Maak (17/0/0): Sobald Ramsebner zurück war, war für ihn kein Platz mehr. War zudem am Ende einen Monat wegen eines Stirnhöhlenbruchs nicht einsatzfähig.

Jiri Lenko (16/0/1): Der Tscheche kam im Sommer als Grödiger Stammspieler, startete gut in die Saison sah aber mit Fortdauer gegen Martschinko kein Land mehr.

Herbert Rauter (15/1/2): Nach dem Abgang beim GAK nicht spielberechtigt. Im Frühjahr verlief seine Bundesliga-Rückkehr durchwegs positiv. Extrem passsicher.

Christoph Freitag (14/0/0): In der Vorsaison beim FC Lustenau noch Stammkraft, kam er über sporadische Einsätze im Mittelfeld nicht hinaus.

Michael Berger (13/0/0): Der Außenverteidiger kam im Sommer vom GAK. Überwiegend auf der Bank, gelegentlich auf dem Feld. In den Zweikämpfen stark, offensiv aber völlig wirkungslos.

Osman Bozkurt (9/0/0): Der Stürmer wurde im Winter aus der Türkei geholt, brachte aber nicht die gewünschten Leistungen. Kein Tor, kein Assist - das war zu wenig.

Thomas Vollnhofer (8/0/0): In acht Spielen für den verletzten Siebenhandl im Einsatz, bot der 28-Jährige ganz starke Leistungen, wie nicht zuletzt die Fangquote von 82,5 Prozent beweist.

Arvedin Terzic (6/1/1): Der Wiener schaffte im Winter den Absprung vom FC Lustenau, startete durchaus ansprechend ins Frühjahr, doch ein Achillessehnenriss machte ihm einen Strich durch die Rechnung.

Thomas Kral (4/0/0): Die ersten vier Runden durchgespielt, dann drei Mal auf der Bank, dann eine Schambeinentzündung und im Winter der Wechsel nach Ritzing. Kein gutes Jahr.

Bernd Besenlehner (2/0/0): Angesichts der gerade einmal 29 Einsatzminuten in insgesamt zwei Spielen konnte er sich auf seinen Job als Mannschaftskassen-Kassier konzentrieren.

Manfred Rottensteiner (1/0/0): Im Winter von Mattersburgs Amateuren als Kaderergänzung geholt, spielte er - als personell Not am Mann war - auswärts gegen Salzburg durch. Sonst kein einziges Mal im Kader.

Luka Radulovic (1/0/0): Der 23-Jährige ist eigentlich Spieler der Amateure. Als auswärts gegen Salzburg unzählige Spieler krank und verletzt waren, durfte er zwei Minuten lang ran.


FAZIT UND KADERPERSPEKTIVE: Über ein Dutzend Abgänge und ebensoviele Neuzugänge bedeuteten, dass die Niederösterreicher im Sommer ein komplett neues Team, das zu großen Teilen aus in der Bundesliga gänzlich unerfahrenen Spielern bestand, formieren mussten. Das gelang erstaunlich gut. Vor allem die Defensive der Wiener Neustädter bereitete fast allen Gegnern Kopfzerbrechen. Offensiv ließ die Durchschlagskraft hingegen sehr zu wünschen übrig, im Durchschnitt wurde nicht einmal ein Tor pro Spiel erzielt. Zum Klassenerhalt hat es dennoch gereicht. Die schlechte Nachricht: Abermals steht ein Umbruch bevor, viele Spieler haben noch keinen neuen Vertrag, einige ihren Abgang bereits fixiert. Es ist davon auszugehen, dass es im Sommer abermals ein munteres Kommen und Gehen geben wird. 


*) Anmerkung: Die Pfeile symbolisieren, ob die Saison für einen Spieler nach Kritierien wie Leistung, Einsatzzeit und Standing innerhalb eines Vereins ein Fort- oder Rückschritt war, oder ob er sein Level gehalten hat.

SO VIELE PUNKTE HOLTE WR. NEUSTADT GEGEN...

 

RB SALZBURG

Punkte:



AUSTRIA WIEN

Punkte:



SK RAPID

Punkte:



SK STURM

Punkte:



WOLFSBERGER AC

Punkte:



SV RIED

Punkte:



FC WACKER INNSBRUCK

Punkte:



ADMIRA

Punkte:



SV MATTERSBURG

Punkte:

LAOLA1-BILANZ

Und sie haben es wieder geschafft. Erneut ging der SC Wiener Neustadt als Abstiegskandidat Nummer eins in eine Saison, erneut bleibt er der Bundesliga erhalten. Angesichts der namhaften Abgänge und zumeist namenlosen Zugänge in diesem Sommer ist das eine große Überraschung. Doch Neo-Coach Heimo Pfeifenberger und Neo-Manager Günter Kreissl leisteten ausgezeichnete Arbeit und stellten ihre Bundesliga-Tauglickeit unter Beweis. Fakt ist aber auch, dass dieser Verein kein Zuschauer-Magnet mehr wird. Im Durchschnitt kamen 2.750 Leute zu den Heimspielen des SCWN, was im Vergleich zur Vorsaison einen Rückgang von 4,4 Prozent bedeutete. Fans können die Niederösterreicher also nur wenige begeistern, was sie aber umso besser können, ist mit den überaus geringen Mitteln vernünftig wirtschaften.

 

Harald Prantl

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