LAOLA1 blickt auf Wacker Innsbrucks Saison zurück

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Es ist an der Zeit, Bilanz zu ziehen.

LAOLA1 blickt auf die Saison des FC Wacker Innsbruck zurück: Feedback für jeden eingesetzten Spieler, die Punkteausbeute gegen alle Gegner, ein Fazit dieser und ein Ausblick auf die kommende Spielzeit.

Plus: Wähle das Tor der Saison der Tiroler!

DAS SPIELER-ZEUGNIS


Szabolcs Safar (35 Spiele/0 Tore/0 Assists): Der 38-Jährige brachte die Gegner zur Verzweiflung und verdiente sich von Trainer und Spielern so manches Busserl. Der Fels in der Abstiegsbrandung.

Christoph Saurer (34/0/2): Seine Genieblitze sollten die gegnerische Defensive beschäftigen, dafür war er aber zu oft mit sich selbst beschäftigt. Nur zwei Assists und kein Tor. Eine schwache Saison.

Martin Svejnoha (33/0/0): Der zweikampfstarke Tscheche war in der Innenverteidigung gesetzt, doch vor allem im Herbst schoss er so manchen Bock.

Christopher Wernitznig (33/7/4): Zwischendurch nicht wirklich in Form war "Wuschi" letztlich doch einer der Lichtblicke im Innsbrucker Team und mit sieben Toren und vier Assists zweitbester Scorer.

Alexander Hauser (31/1/5): Dass der 28-Jährige immer wieder auch im linken Mittelfeld eingesetzt wurde, schlägt sich in sechs Scorerpunkten nieder. Einer der besseren Tiroler.

Thomas Bergmann (29/1/2): Im Sommer fix von Rapid verpflichtet, eroberte der Wiener endgültig einen Stammplatz als Rechtsverteidiger. Zu Beginn des Frühjahrs stoppte ihn eine Knieverletzung nur kurzfristig.

Simon Piesinger (29/1/2): Ihm gelang der Sprung von Zweitligist BW Linz in die Bundesliga. Zu Beginn noch oft in der Startelf, kam er zuletzt eher nur als Joker. Dennoch hat er seine Liga-Tauglichkeit bewiesen.

Marco Kofler (28/0/0): Der Defensiv-Allrounder. Ob Innenverteidigung, rechts in der Viererkette oder im defensiven Mittelfeld - er erledigte seine Aufgaben. Mal schlecht, mal recht. Zwei Eigentore!

Daniel Schütz (28/4/2): Die Ansätze und das Talent sind beim 21-Jährigen zweifellos vorhanden, der nächste Schritt vorwärts gelang ihm in dieser Saison aber nicht. Und Stillstand ist bekanntlich Rückschritt.

Julius Perstaller (28/6/2): Oft nur Joker und selten wirklich torgefährlich. Sein Doppelpack in der letzten Runde sicherte letztlich aber den Klassenerhalt. Nächste Saison in Ried.

Tomas Abraham (27/2/2): Der ehemalige Dauerbrenner hatte Probleme, als Kapitän das Schiff auf Kurs zu halten. In der Schlussphase verletzt. Eine durchwachsene Saison.

Marcel Schreter (26/2/4): Im Herbst noch gesetzt, war im Frühjahr ein Stammplatz kein Thema mehr. Läppische zwei Tore können nicht sein Anspruch sein. Er muss im Sommer gehen.

Roman Wallner (26/6/6): Ende August gekommen, wurden Riesenerwartungen in den Stürmer gesetzt. Stets engagiert und bereit, alles zu geben, nur anfänglich mit Problemen. Die Ausbeute von zwölf Scorerpunkten ist okay, mehr aber auch nicht.

Carlos Merino (25/1/4): Der Routinier sollte eine tragende Rolle spielen, konnte mit der Last der Verantwortung auf seinen Schultern aber nicht umgehen. Im Sommer muss er sich eine neue Aufgabe suchen.

Dario Dakovic (22/0/0): Im Herbst Teil der oft inferior agierenden Abwehr, im Frühjahr verletzungsbedingt kaum mehr auf dem Feld. Einer der zweikampfstärksten Innsbrucker.

Christian Schilling (18/3/1): Die Innsbrucker Entdeckung der Saison. Vom GAK geholt, zunächst wegen einer Schulterverletzung out, avancierte er rasch zu einem der besten Linksverteidiger der Liga.

Lukas Hinterseer (13/3/3): Im Winter von der Vienna zurück nach Innsbruck gelotst, wurde Hansis Neffe im Frühjahr mit drei Toren und drei Assists zum Offensiv-Schlager am Tivoli.

Sebastian Siller (8/0/0): Mit ihm rechnete niemand, als er im Winter mit lediglich 45 Spielminuten in den Beinen aus Grödig kam, in den letzten sieben Spielen stand er als Innenverteidiger je 90 Minuten bravourös seinen Mann.

Marcelo Fernandes (8/1/1): Der Stürmer aus dem Land des Sambas wirkte eher hüftsteif. Anfang Dezember war der Tanz schon wieder vorbei und er zurück in der Heimat.

Thomas Löffler (7/0/0): Auch in dieser Saison ließen ihn die großen Probleme mit der Patellasehne nie richtig Tritt fassen. In der Schlussphase der Saison ab und zu im Einsatz.

Alexander Fröschl (4/0/0): Der 20-Jährige durfte im Herbst selten Bundesliga-Luft schnuppern, im Herbst atmete er aber wieder Bank- bzw. Tribünen-Luft.

Sascha Wörgetter (3/0/0): Im beinharten Kampf um den Klassenerhalt wurde er nur 102 Minuten benötigt, bei den Amateuren sammelte er Spielpraxis.

Markus Egger (2/0/0): 164 Minuten durfte er sich Safars große Handschuhe überstreifen, in dieser Zeit kassierte er zwei Gegentore.

Andreas Kuen (2/0/0): In der ersten und der fünften Runde gegen Spielende eingewechselt, im Frühjahr kein einziges Mal im Bundesliga-Kader.

Fabian Hafner (1/0/0): Der Teenager war im Herbst gerade einmal 37 Minuten ein Thema, im Winter der Wechsel nach Grödig, wo er unwesentlich öfter ran durfte.

Marco Köfler (1/0/0): Gegen Sturm spielte er in der achten Runde beim 0:3 durch.


FAZIT UND KADERPERSPEKTIVE: Zweifellos wurde in Innsbruck die Situation im Sommer unterschätzt. Die Abgänge von Spielern wie Inaki Bea, Miran Burgic und Muhammed Ildiz wurden nicht kompensiert, so mancher Youngster tat sich schwer, sobald der Klub in den Abstiegsstrudel geriet. Auch die Verpflichtung von Roman Wallner vermochte sich erst mit ein wenig Verspätung positiv auswirken. Mit Fortdauer der Saison festigte sich aber die Defensive und mit dem Selbstvertrauen kamen auch die nötigen Punkte. Mit Schreter und Merino müssen im Sommer nun zwei Routiniers gehen. Perstaller wechselt nach Ried. Ein Fragezeichen steht noch hinter der enorm wichtigen Personalie Safar. Ob in Sachen Neuzugänge große Sprünge gemacht werden, darf angesichts der finanziellen Lage bezweifelt werden. 


*) Anmerkung: Die Pfeile symbolisieren, ob die Saison für einen Spieler nach Kritierien wie Leistung, Einsatzzeit und Standing innerhalb eines Vereins ein Fort- oder Rückschritt war, oder ob er sein Level gehalten hat.

SO VIELE PUNKTE HOLTE WACKER INNSBRUCK GEGEN...

 

RB SALZBURG

Punkte:

keine

 

AUSTRIA WIEN

Punkte:

keine


SK RAPID

Punkte:



SK STURM

Punkte:



WOLFSBERGER AC

Punkte:



SV RIED

Punkte:



SC WIENER NEUSTADT

Punkte:



ADMIRA

Punkte:



SV MATTERSBURG

Punkte:

LAOLA1-BILANZ

Es war die schwierigste Saison der Innsbrucker seit dem Wiederaufstieg. Die Probleme waren zum Teil hausgemacht. Die Transferpolitik im Sommer führte zu einem Fehlstart, der sich zu einer wahrhaftigen Krise entwickelte. Der Trainerwechsel von Walter Kogler zu Roland Kirchler dürfte im Nachhinein die richtige Entscheidung gewesen sein. Kogler wirkte am Ende schon ratlos, schien dem Team psychologisch keine neuen Impulse mehr geben zu können. Doch auch mit Fortdauer der Saison kehrte keine Ruhe ein. Die Trennung von Sportdirektor Oliver Prudlo und die damit einhergehenden Rufe nach Tiroler Ikonen waren Störfeuer, die der Mannschaft gewiss nicht halfen. Auch finanziell wandelt der Verein nach wie vor auf einem schmalen Grat. Am Ende ist aber noch einmal alles gut gegangen. Die Lizenz wurde im zweiten Anlauf erteilt und die Klasse nach einem Krimi im Finish gehalten. Dennoch gibt es im Sommer eine Menge Baustellen, auf denen ganze Arbeit geleistet werden muss.

 

Harald Prantl

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