LAOLA1 blickt auf Wacker Innsbrucks Saison zurück

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Es ist an der Zeit, Bilanz zu ziehen.

LAOLA1 blickt auf die Saison des FC Wacker Innsbruck zurück: Feedback für jeden eingesetzten Spieler, die Punkteausbeute gegen alle Gegner, ein Fazit dieser und ein Ausblick auf die kommende Spielzeit.

DAS SPIELER-ZEUGNIS


Lukas Hinterseer (34 Spiele/13 Tore/2 Assists): Übernahm mit 23 Jahren Verantwortung und hielt Wacker mit 10 Herbst-Toren quasi alleine am Leben. Nach Sprung ins Nationalteam konnte er im Frühjahr seine Leistungen nicht bestätigen. Dennoch ruft jetzt Ingolstadt.

Stipe Vucur (32/4/0): Der 21-jährige Sommer-Neuzugang war in seiner ersten Saison sofort gesetzt und erzielte als Innenverteidiger gleich vier Treffer - einen davon phänomenal per Fallrückzieher. Hatte zwar immer wieder auch seine Probleme, ist aber ein gefragter Mann.

Alexander Hauser (32/1/4): Ein Dauerläufer auf der linken Seite. Konnte seine Leistung aus dem Vorjahr weitestgehend bestätigen, mehr aber nicht.

Christopher Wernitznig (31/1/3): Büßte in punkto Torgefahr im Vergleich zur Vorsaison deutlich ein. Sucht jetzt in seiner Heimat beim WAC eine neue Herausforderung.

Szabolcs Safar (28/0/0): Der Routinier hatte zwischendurch mit Rückenproblemen zu kämpfen, zeigte aber bis zum Ende vollen Einsatz und bewahrte den Klub vermutlich vor einer noch katastrophaleren Saison. Nach drei Jahren nimmt er Abschied aus Innsbruck.

Thomas Bergmann (28/0/6): Wurde nur im Saisonfinish von einer Sehnenentzündung gestoppt, hatte sonst einen Platz in der Startelf sicher. Mit sechs Assists gleichauf mit Wallner bester Vorlagengeber im Team.

Christian Schilling (26/0/1): Trotz kleinerer Verletzungen unter den besten zehn Zweikämpfern der Liga am Boden. Als Linksverteidiger im Team unbestritten.

Marco Kofler (26/2/0): Wirkte als zumeist defensiver Mittelfeldspieler oft überfordert. Mit 73 Fouls die drittmeisten der Liga, dazu mit 14 Gelben Karten der (ex aequo mit Sturms Offenbacher) am meisten verwarnte Spieler aller Klubs.

Daniel Schütz (26/2/3): Kam auch in dieser Saison nicht in die Gänge und war gegen Ende der Saison überhaupt kein Thema mehr für einen Einsatz. Neustart ab Sommer wohl in Grödig.

Roman Wallner (26/8/6): Trotz der meisten Tore im Team eine Saison zum Vergessen. Im Herbst mit seiner Joker-Rolle unzufrieden, dann mit dem Trainer zerstritten. Im Frühjahr traf er nach Rückkehr in die Startelf nur mehr zwei Mal.

Sebastian Siller (20/0/0): Im Herbst noch gesetzt, drängte sich der Innenverteidiger im Frühjahr nicht mehr auf und erhielt kaum noch Chancen. Im Finish mit Knieverletzung out.

Miroslav Milosevic (19/0/1): Nach langer Verletzungspause im Herbst war die Hoffnung auf neuen Schwung im offensiven Mittelfeld groß. Heraus kam ein Assist.

Darko Jevtic (19/3/2): Die Leihgabe aus Basel trug sich nach wenig Einsatzzeit und einer Verletzung erst ab April in die Scorerliste des FC Wacker ein. Da war es schon längst zu spät.

Alexander Gründler (17/4/1): Sorgte im Herbst mit einem Doppelpack für Aufsehen. Im Frühjahr legte er, trotz mehr Einsatzzeit, nicht wirklich nach. Für die erste Profisaison aber passabel.

Thomas Löffler (15/0/0): Spielte in dieser Saison nur zu Beginn eine kleine Rolle, im Frühjahr nur mit drei Einsätzen, sonst zumeist gar nicht einmal im Kader.

Simon Piesinger (14/0/0): Kommt in dieser Spielzeit nicht einmal auf die Hälfte seiner Einsätze im Vorjahr. Nach Patellasehnenproblemen bestenfalls Joker im Frühjahr, aber mit kaum Einsatzzeit.

Stjepan Vuleta (13/2/1): Die zweite Basel-Leihgabe war im Herbst eine Enttäuschung im Angriff. Im Frühjahr hatte er unter Streiter praktisch gar keine Chance mehr auf einen Platz im Kader.

Wolfgang Schober (12/0/0): Konnte exakt 50 Prozent der Schüsse, die auf sein Tor gingen, abwehren - was ganz und gar kein guter Wert ist. 30 Mal musste er hinter sich greifen. Das ergibt einen Schnitt 2,5 Gegentoren pro Spiel

Zeljko Djokic (12/0/0): Als neuer Abwehrchef im Winter geholt, fiel der 32-Jährige vor allem durch drei Ausschlüsse auf. Dazu kam ein Eigentor. Riesenenttäuschung.

Tomas Abraham (12/0/0): Der ehemalige Kapitän stürzte nach einem schwachen Herbst weiter ab und war die meiste Zeit gar nicht mehr am Spielbericht zu finden.

Andreas Kuen (11/1/1): Hat sich im Herbst einen Stammplatz erkämpft, fiel dann mit Kreuzbandriss für das gesamte Frühjahr aus.

Bright Edomwonyi (10/0/1): Die Leihgabe aus Liefering konnte das Stürmer-Problem bei Wacker nicht lösen. Erzielte trotz mehrerer Großchancen kein einziges Tor.

Ji-Parana (9/1/3): Die Winter-Neuverpflichtung machte in seinen ersten Einsätzen eine gute Figur, konnte seine Form aber nicht halten und verletzte sich zudem am Knie.

Egoitz Jaio (7/0/0): Transferflop sondergleichen. Wenn der Innenverteidiger im Einsatz war, gab es regelmäßig hohe Niederlagen für die Tiroler. Ab Dezember dann nicht mehr im Kader.

Armin Hamzic (7/0/0): Von den Amateuren hochgeholt, hinterließ in der Winter-Vorbereitung einen guten Eindruck und bekam zu Beginn des Frühjahrs Chancen. Dann aber mit Patellasehnenverletzung out.

Daniel Brauneis (7/0/1): Nach sieben Einsätzen und einem Tor war für den Steirer im Winter das Kapitel Wacker abgeschlossen. Spielt seither bei Ritzing in der Regionalliga Ost.

Kevin Nitzlnader (4/0/0): Schnupperte aus Personalmangel vier Mal Bundesligaluft und spielte zwei Mal durch.

Michael Steinlechner (2/0/0): Insgesamt 15 Einsatzminuten bei zwei Spielen - einmal gegen die Austria, einmal gegen Wiener Neustadt.

Alexander Fröschl (1/0/0): Wurde im Herbst beim 5:3 über Grödig ausgewechselt, wechselte im Winter zur Vienna.



FAZIT UND KADERPERSPEKTIVE: Mit einer Mischung aus Routiniers und jungen Leihspielern hätte im Sommer die Basis für eine erfolgreiche Saison gelegt werden sollen. Als dann im Herbst Leistungsträger auch noch ausließen  wurde im Winter noch einmal nachgerüstet. Doch weder Djokic oder Ji-Parana oder Edomwonyi konnten dem sang- und klanglosen Absturz des FC Wacker etwas entgegensetzen. Nun folgt der schwere Gang in Liga zwei und der Abschied mehrerer Stammkräfte. Wie sich die Tiroler in der zweithöchsten Spielklasse rehabilitieren und neu durchstarten wollen, steht noch in den Sternen.


*) Anmerkung: Die Pfeile symbolisieren, ob die Saison für einen Spieler nach Kritierien wie Leistung, Einsatzzeit und Standing innerhalb eines Vereins ein Fort- oder Rückschritt war, oder ob er sein Level gehalten hat.

SO VIELE PUNKTE HOLTE WACKER INNSBRUCK GEGEN...

 

RB SALZBURG

Punkte:



SK RAPID

Punkte:



SV GRÖDIG

Punkte:

 

 

AUSTRIA WIEN

Punkte:



SK STURM

Punkte:



SV RIED

Punkte:



WOLFSBERGER AC

Punkte:



SC WIENER NEUSTADT

Punkte:



ADMIRA

Punkte:

LAOLA1-BILANZ

Ein Bauchfleck mit Ansage. Nach einem mehr als durchwachsenen Herbst schrillten in der Winterpause schon (wieder) die Alarmglocken. Nach dem Rausschmiss von Roland Kirchler verließ man sich mit Michael Streiter weiterhin voll und ganz auf den vielzitierten "Tiroler Weg". Doch dieser führte direkt in die Erste Liga. Nebenbei übernahm im Herbst auch noch eine neue Vereinsführung rund um Präsident Josef Gunsch das Kommando. Da dieser aber Wirtschaftlichkeit über sportlichen Erfolg stellte, waren auch hier von Beginn an keine Wunderdinge zu erwarten. Noch nie in der Geschichte des FC Wacker hat eine Profimannschaft weniger Siege in einer Saison eingefahren als heuer. Mit fünf Erfolgen war man sogar noch schwächer als das Abstiegsteam aus dem Jahr 2007/08. Der Ernst der Lage wurde auch im Frühjahr viel zu spät erkannt. Hoffnung kam erst auf, als der Abstieg längst entschieden schien. Acht Punkte fehlten am Ende auf die Admira, die noch dazu fünf Punkte abgezogen bekam. Ein Armutszeugnis für den Innsbrucker Traditionsverein, der nach zwischenzeitlichen Europacupträumen wieder einmal von vorne anfangen muss. Wie schwer ein sofortiger Wiederaufstieg sein kann, wissen unter anderem Kapfenberg, Mattersburg und nicht zuletzt der SCR Altach bestens.

 

Andreas Terler

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