In einer eigenen Liga

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LAOLA1 blickt auf Austrias Saison zurück

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Es ist an der Zeit, Bilanz zu ziehen.

LAOLA1 blickt auf die Saison von Austria Wien zurück: Feedback für jeden eingesetzten Spieler, die Punkteausbeute gegen alle Gegner, ein Fazit dieser und ein Ausblick auf die kommende Spielzeit.

Plus: Wähle das Tor der Saison der "Veilchen"!

DAS SPIELER-ZEUGNIS


Manuel Ortlechner (36 Spiele/2 Tore/2 Assists): Vorbildlich. Der einzige Feldspieler der Bundesliga, der alle Partien von Anfang bis Ende bestritt. Dirigierte in gewohnter Manier die Abwehr, auch abseits des Platzes ein Leader.

Heinz Lindner (36/0/0): Die unumstrittene Nummer eins trotz starker Konkurrenz. Absolvierte ebenfalls alle Spiele und ist mit einer Fangquote von 75,2 % der beste Torhüter der Liga.

Markus Suttner (35/3/8): Aus der Stammelf nicht wegzudenken. Machte einen weiteren Schritt in seiner Entwicklung. Defensiv kaum zu überwinden und offensiv mit drei Toren und acht Assists bärenstark.

James Holland (34/0/1): Überragende Saison als Schnittschnelle zwischen Mittelfeld und Abwehr. Machte viele Meter, verteilte die Bälle und war sich für keinen Zweikampf zu schade.

Tomas Jun (33/10/14): Blieb eine ganze Saison von Verletzungen verschont und war daher eine absolute Waffe in der Offensive. Ein Schlüsselspieler am Weg zum Titel. Mit 14 Vorlagen der beste Assistgeber der Liga.

Alexander Gorgon (31/10/7): Was Jun am linken, war Gorgon am rechten Flügel. Sorgte mit seinen Vorstößen beim Gegner für Alarmstufe Rot und zeigte Vollstrecker-Qualitäten. Zehn Tore und sieben Assists sind ein Top-Wert.

Florian Mader (30/2/4): Stand ab der elften Runde in der Startelf und verpasste mit Ausnahme von einer Gelb-Sperre keine Partie mehr. Offensivausgerichter "Sechser" mit starkem Passspiel.

Philipp Hosiner (30/27/7): Scharfschütze und Star der Liga. Wechselte am 31. August zu den Veilchen und hatten mit seinen unglaublichen 32 Toren (fünf bei der Admira) wohl den größten Anteil am Titelgewinn. Verkörpert den modernen Stürmer.

Kaja Rogulj (29/2/1): Der Kroate schloss die Lücke, die sich nach dem Abgang von Margreitter auftat, in sensationeller Art und Weise. Extrem kopfballstark und ein absoluter Ruhepol. Zählt zu den besten Innenverteidiger der Liga.

Roman Kienast (29/7/4): Hatte nach der Hosnier-Verpflichtung einen schweren Stand und kam nur mehr von der Bank zu Einsätzen. Erzielte aber sieben Tore, dabei einen Doppelpack im ersten Saison-Derby in Hütteldorf.

Tomas Simkovic (28/3/5): Zu Beginn noch gesetzt, kostete ihm eine Knieverletzung in der Wintervorbereitung seinen Stammplatz. Sorgte als Joker meistens für frischen Wind.

Emir Dilaver (26/2/4): Hatte zunächst die Nase als Rechtsverteidiger vorne, wurde im Herbst aber von Koch abgelöst. Kämpfte sich gegen Ende zurück. Scheut keinen Zweikampf und hat seine Stärken in der Defensive.

Alexander Grünwald (26/7/10): Nach einer Halbsaison als besserer Ersatzspieler explodierte der 24-Jährige im Frühjahr und war nicht mehr aus der Startelf wegzudenken. Feiner Techniker mit viel Gefühl in den Füßen.

Marko Stankovic (26/3/3): Erneut eine Saison, in der sich der Steirer nicht als Stammspieler etablieren konnte. Spielte nur fünf Partien durch und wurde 14. Mal eingewechselt.

Fabian Koch (21/2/0): Der in Wien fast schon vergessene Tiroler kam in dieser Saison endlich in Favoriten an. War ab der elften Runde im Einsatz, verlor seinen Platz gegen Ende jedoch wieder an Dilaver. Überzeugte vor allem nach vorne, in der Defensive dafür anfällig.

Dare Vrsic (17/0/2): Der als neuer Spielmacher erworbene Slowene konnte den Erwartungen nie gerecht werden. Wirkte nicht nur von seiner Körpersprache her wie ein Fremdkörper und spielte im Frühjahr überhaupt keine Rolle mehr.

Lukas Rotpuller (9/0/0): Der Ried-Rückkehrer hatte einen schweren Stand, da an Ortlechner und Rogulj in der Innenverteidigung kein Weg vorbeiführte. Zeigte bei seinen wenigen Einsätzen jedoch, dass man sich auf ihn verlassen kann.

Thomas Murg (7/0/0): Ein Versprechen für die Zukunft, wenngleich es heuer nur zu 91 Einsatzminuten reichte. Sammelte über weite Strecken bei den Amateuren Spielpraxis.

Roland Linz (7/1/1): Sah spätestens nach dem Engagement von Hosiner kein Land mehr und pendelte zwischen Bank und Tribüne. Verhielt sich jedoch professionell und wechselte im Winter nach Thailand.

Nacer Barazite (7/1/2): Groß war die Euphorie nach seiner Rückkehr im Winter. Ein Knieverletzung sorgte jedoch für wenige Auftritte. Hatte augenscheinlich körperliche Rückstände. Zukunft offen.

Georg Margreitter (3/0/0): Nach vier Runden im Sommer folgte der Wechsel nach England zu den Wolverhampton Wanderes, wo es gar nicht gut lief. Sah bei der Heimniederlage gegen Sturm in der zweiten Runde Gelb-Rot.

Marin Leovac (2/1/1): Musste sich eingestehen, dass gegen Markus Suttner kein Kraut gewachsen ist. Kam lediglich zu zwei Einsätzen, verlängerte dennoch seinen auslaufenden Vertrag bis 2016.

Srdan Spiridonovic (2/0/0): Einer der jungen Wilden, die von den Amteuren hochgezogen wurden. Bekam zwei Mal die Chance, sich zu empfehlen und zeigte dabei guten Anlagen.


FAZIT UND KADERPERSPEKTIVE: Es ist schon erstaunlich und zugleich gar nicht hoch genug einzuschätzen, was Trainer Peter Stöger aus diesem Kader herausgeholt hat. Fast mit der identen Mannschaft aus der Vorsaison, die damals den Europacup-Platz verfehlte, spielten die Violetten heuer die Liga in Grund und Boden. Der späte Transfer von Philipp Hosiner war natürlich ein Glücksfall und zugleich wohl das letzte fehlende Puzzleteil. Nun beginnt allerdings das große Zittern. Zwar haben alle Akteure laufende Verträge, doch angesichts der überragenden Saison stehen Spieler wie Suttner, Hosiner oder Gorgon bei einigen europäischen Klubs auf dem Zettel. Die Verantwortlichen wollen die Truppe aufgrund der CL-Quali zusammenhalten, bei einem entsprechend lukrativen Angebot wird man aber wohl schwach werden. Offen ist die Zukunft von Nacer Barazite. Bis Ende Mai haben die Veilchen eine Kaufoption. Punkto Neuzugänge hält man sich bedeckt. Vieles hängt eben damit zusammensammen, ob die erwähnten Spieler bleiben, oder nicht.


*) Anmerkung: Die Pfeile symbolisieren, ob die Saison für einen Spieler nach Kritierien wie Leistung, Einsatzzeit und Standing innerhalb eines Vereins ein Fort- oder Rückschritt war, oder ob er sein Level gehalten hat.

SO VIELE PUNKTE HOLTE AUSTRIA GEGEN...

 

RB SALZBURG

Punkte:



SK RAPID

Punkte:



SK STURM

Punkte:



WOLFSBERGER AC

Punkte:



SV RIED

Punkte:



SC WIENER NEUSTADT

Punkte:



FC WACKER INNSBRUCK

Punkte:



ADMIRA

Punkte:



SV MATTERSBURG

Punkte:

     

LAOLA1-BILANZ:

Überragend! Mit diesem einen Wort lässt sich die Saison der Wiener Austria beschreiben. Die Veilchen holten den Teller nach sieben Jahren wieder nach Favoriten und feierten den insgesamt 24. Meistertitel der Vereinsgeschichte. Mit 82 Punkten löschte die Truppe von Peter Stöger zudem den Uralt-Bundesliga-Rekord von Sturm Graz aus der Saison 1997/98 (81) aus. Als I-Tüpfelchen steht man zudem noch im ÖFB-Cup-Finale und könnte mit einem Sieg gegen Pasching den elften Doublegewinn fixieren. Es wäre die endgültige Krönung eines schon jetzt historischen Spieljahres. Man gönnt den Wienern auch den Erfolg, weil er nicht aufgrund einer schwächelnden anderen Mannschaft zustande kam, sondern weil man es sich mit starken Leistungen erarbeitet und verdient hat. Ausschlaggebend dafür war die große Harmonie innerhalb des Klubs. Alle zogen an einem Strang, fast alle Spieler waren heiß auf den ersten Titel ihrer Karriere. Daher auch an dieser Stelle: Gratulation!

 

Martin Wechtl

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