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Mit Millionen von Stadt und Tirol. Big-Air-Comeback in Innsbruck!

Ende November findet erstmals seit 2015 ein Big-Air-Weltcup am Innsbrucker Bergisel statt. Dafür müssen die Investoren tief in die Tasche greifen.

Mit Millionen von Stadt und Tirol. Big-Air-Comeback in Innsbruck! Foto: © imago / GEPA pictures
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Die Snowboard- und Ski-Freestyle-Disziplin "Big Air" kehrt am 27. und 28. November als FIS-Weltcup und Event mit dem Namen "Airdrenaline" an den einstigen Veranstaltungsort der Vorgängerveranstaltung "Air & Style", den Innsbrucker Bergisel, zurück.

An jene großen Zeiten des Events, das mit Unterbrechungen bis 2015 ebendort stattfand, wolle man nunmehr anknüpfen, hieß es am Dienstag bei einer Pressekonferenz seitens der Verantwortlichen.

"Potenzial wie nirgendwo"

Insgesamt schlägt das Event mit 3,7 Millionen Euro zu Buche. Rund eine Million des Gesamtbudgets stemmen zu je einem Drittel die Stadt Innsbruck, das Land Tirol und Innsbruck Tourismus. Die restliche Finanzierung übernimmt der weltweit agierende Konzertveranstalter "Live Nation". "Ein Potenzial wie hier gibt es nirgendwo", betonte Lars-Oliver Vogt, Präsident des Unternehmens.

"Live Nation" zeichnet sich unter anderem für das Musikprogramm verantwortlich, das vor allem auf deutsche Rap-Größen wie etwa RAF Camora, K.I.Z. oder Bonez MC setzt. Zugelassen sind pro Tag jeweils 10.000 Besucher. 160 Athleten werden bei der Veranstaltung erwartet.

Neben den FIS-Weltcupbewerben werden an beiden Tagen auch sogenannte "Style-Sessions" stattfinden. Diese sind unabhängig vom Weltcup und stellen jeweils an beiden Tagen den ersten Programmpunkt dar. In diesem Bewerb werden ausgewählte FIS-Athleten an den Start gehen und bei ihren Sprüngen über mehr Freiheit als sonst verfügen.

Tourismuslandesrat freut sich auf "cooles Event"

Mit diesem vielfältigen Angebot habe man in der Tiroler Landeshauptstadt ein "cooles Event" anzubieten, erklärte Wirtschafts- und Tourismuslandesrat Mario Gerber (ÖVP). Es sei "eine richtig große Möglichkeit" für die Stadt und würde auch zu einer "extremen Wertschöpfung" für die Region führen, sagte Gerber.

Dass eine solche Veranstaltung überhaupt möglich sei, sei vor allem der "Zusammenarbeit von Stadt, Land und Tourismus" zu verdanken, strich der Tourismuslandesrat heraus. Die Bedeutung des Events für die Landeshauptstadt strich u.a. auch Innsbrucks Bürgermeister, Johannes Anzengruber (JA - Jetzt Innsbruck), heraus.

Gemeinsam mit "Live Nation" und weiteren Partnern ziehe man dafür "an einem Strang" und schaffe es so, dass "Innsbruck in die ganze Welt hinausstrahlen wird."

Rückkehr ins "Herz der Freestyle-Szene"

Roberto Moresi, FIS Contest Director Park & Pipe, zeigte sich ebenfalls erfreut über die Rückkehr nach Innsbruck an den Ursprungsort Bergisel. Das Sportevent erinnere ihn an den Film "Back to the Future".

Die Tiroler Landeshauptstadt wäre "das Herz der Freestyle-Szene". Ziel sei es, "Airdrenaline" in den kommenden Jahren zum "größten Freestyle-Event in Europa zu machen". Die Athleten würden sich laut Moresi bereits auf das Sportevent freuen, welches zugleich auch den Kick-off-Termin im Weltcup darstellt.

Welche Athleten dabei sein werden, ist noch offen. Er rechne damit, dass in einem Monat das Line-up bekannt gegeben werden kann. Ob auch Doppel-Olympiasiegerin Anna Gasser dabei sein wird - ihre sportliche Zukunft hielt sie bis zuletzt offen - könnte man laut Matthias Schenk, Sportlicher Leiter des Freestylereferats im Österreichischen Skiverband (ÖSV), erwarten.

Es sei aber "nichts in Stein gemeißelt." Der Sportliche Leiter sah im Event vor allem aber auch Chancen für den Nachwuchs.

Ursprünge in den 90ern

Der Weltcup und das Event am Innsbrucker Bergisel markiert vor allem die Rückkehr an den Geburtsort der Sportart. In der Wintersaison 1993/1994 wurde sie von Andrew Hourmont in Innsbruck ins Leben gerufen. Mitte Jänner 1994 fand am Innsbrucker Bergisel mit dem "Air & Style" Contest der erste "Big-Air"-Bewerb statt.

Einen Wendepunkt stellte die Tragödie im Jahre 1999 dar: Damals, am 4. Dezember, brach vor der Siegerehrung im Bergiselstadion eine Massenpanik aus. Fünf junge Frauen wurden erdrückt und zu Tode getrampelt. Zwei weitere Frauen starben Jahre später an den Folgen des Unglücks.

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