ÖSV-Läufer über Vorbereitung: "Finanziell schlecht für mich"
Der Tiroler verlor in diesem Jahr seinen ÖSV-Kaderplatz. Den Weltcup-Traum am Leben zu halten, ist eine Herausforderung - jedoch eine, der sich Simon Rueland stellen möchte.
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Der Tiroler Simon Rueland hat im vergangenen Winter mit Platz zwölf beim Slalom von Gurgl das beste Weltcup-Ergebnis seiner Karriere eingefahren - im Anschluss jedoch keine weiteren Weltcup-Punkte mehr erzielt.
Als Folge wurde der 29-Jährige aus allen ÖSV-Kadern gestrichen. "Das war ein Schlag ins Gesicht, als es geheißen hat, dass ich keinen Platz mehr habe", erzählt Rueland im Gespräch mit dem "Kurier".
Aufgeben ist für Rueland dennoch keine Option. Der Tiroler darf zwar weiterhin mit Ski Austria mittrainieren, muss nun jedoch für alle Trainings selbst bezahlen.
Vorbereitung ohne ÖSV-Kaderplatz eine finanzielle Herausforderung
Unter anderem auch, als das ÖSV-Slalom-Team aufgrund des Schneemangels in Europa relativ kurzfristig nach Südamerika abhob, um sich dort auf die Saison 2026/27 vorzubereiten.
"Finanziell war das schlecht für mich. Aber ich musste das investieren. Sonst hätte ich es gleich bleiben lassen können", so Rueland im "Kurier".
Für Levi und Gurgl qualifiziert
Tatsächlich scheint sich das Training bezahlt gemacht zu haben. In der internen ÖSV-Qualifikation konnte er sich einen Weltcup-Startplatz für die Slaloms in Levi (15.11.) und Gurgl (22.11.) herausfahren.
Mit guten Ergebnissen möchte Rueland beweisen, dass er Potenzial für mehr hat. "Ich habe eine gute Startnummer (Anm. im 30er-Bereich) und Ausgangsposition. Das habe ich meinem zwölften Platz in Gurgl zu verdanken."
Rueland nun sein eigener Servicemann
Nach jenem Top-Ergebnis in Gurgl bremste Rueland in der vergangenen Saison übrigens eine Krankheit aus.
"Ich war krank, wollte aber trotzdem auf Biegen und Brechen im Weltcup starten. Dann kam ein Ausfall, dann ein Fehler, dann steigt der Druck, und auf einmal bist du in der Negativspirale drinnen", so der Tiroler, der sich für 2025/26 über den Europacup einen Weltcup-Startplatz im Slalom sicherte.
Diese Sicherheit hat er in dieser Saison nicht. Genauso wenig wie einen Servicemann - in diesem Winter ist der 29-Jährige selbst für die Präparierung seiner Ski verantwortlich. "Es ist schon ein Aufwand, aber es ist machbar", so Rueland.