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Schwerer Pogacar-Sturz! Vuelta-Führender muss aufgeben

Der slowenische Rad-Star zieht sich eine Schulterverletzung zu. Damit sind die Sieg-Chancen von Felix Gall gestiegen.

Schwerer Pogacar-Sturz! Vuelta-Führender muss aufgeben Foto: © IMAGO / Sirotti
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Die Vuelta a Espana ist für den überlegen führenden Tadej Pogacar am Samstag jäh zu Ende gegangen.

Der Slowene kommt rund 30 km vor dem Ziel der achten Etappe mitten im Feld auf einem flachen und geraden Streckenabschnitt schwer zu Sturz.

Der Weltmeister prallt kopfüber auf den Asphalt und verletzt sich unter anderem an der linken Schulter und im Gesicht. Durch das Aus des Dominators sind die Chancen von Felix Gall auf seinen ersten Grand-Tour-Sieg deutlich gestiegen.

Von Krankenwagen abtransportiert

Nachdem Pogacar noch versucht hat, trotz mehrerer blutender Wunden wieder auf sein Rad aufzusteigen und das Rennen fortzusetzen, wird er ärztlich erstversorgt und von einem Krankenwagen abtransportiert.

Sollte sich die Vermutung einer schweren Schulterverletzung bewahrheiten, ist auch seine angepeilte Titelverteidigung bei der WM Ende September in Kanada passe.

Pogacar muss zum ersten Mal in seiner Erfolgslaufbahn mit bereits 130 Siegen bei einem Etappenrennen aufgeben.

Der 27-Jährige hatte in der laufenden Saison wie auch schon in den vergangenen Jahren reihenweise Triumphe gefeiert.

Im Juli siegte er zum fünften Mal bei der Tour de France, in Spanien wollte er bei seiner zweiten Vuelta-Teilnahme einen der letzten noch fehlenden großen Siege einheimsen.

Der Sturz im VIDEO:

Felix Gall nun Dritter

Nach drei Etappensiegen lag Pogacar bereits fast vier Minuten vor seinem ersten Verfolger Enric Mas. Nach dem Drama um Pogacar wird der Spanier am Sonntag als neuer Spitzenreiter an den Start gehen.

Felix Gall hat als Dritter 1:11 Minuten Rückstand auf Mas, der viermalige Vuelta-Sieger Primoz Roglic liegt nur elf Sekunden vor dem Osttiroler.

Am Sonntag folgt vor dem ersten Ruhetag eine harte Bergetappe mit 5.000 Höhenmetern, die die Rangordnung erneut durcheinanderbringen könnte.

Mehr Stürze am Samstag

"Es ist ein merkwürdiges und kein gutes Gefühl, das Führungstrikot nach dem Sturz von Tadej zu übernehmen", sagt Mas und richtet dem Slowenen beste Genesungswünsche aus. Der Movistar-Profi zieht das rote Trikot bei der Siegerehrung aus Respekt gegenüber Pogacar nicht an.

Auf der Zielgeraden der achten Etappe von Pucol nach Xeraco (171 km) kommt es im Massensprint zu weiteren Stürzen. Den Sieg nach einem chaotischen Tag sichert sich der Franzose Bryan Coquard vom Cofidis-Team.

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