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Phelps- und Marchand-Coach trainiert jetzt Österreicher!

Bob Bowman ist neuer Coach von Luka Mladenovic. Der Salzburger ist "gespannt, wo der Weg hinführt."

Phelps- und Marchand-Coach trainiert jetzt Österreicher! Foto: © GEPA
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Luka Mladenovic dürfte das große Los gezogen haben.

Mit seinem Wechsel nach einer US-Saison von der University of Michigan zu der in Texas nach Austin realisierte der Salzburger den Umstieg zum wohl weltweit renommiertesten Schwimm-Coach.

Mladenovic arbeitet nun unter Bob Bowman an seiner Weiterentwicklung. Der ist nicht nur der Erfolgstrainer von Michael Phelps gewesen, sondern brachte viele andere wie Frankreichs Superstar Leon Marchand oder Ungarns Hubert Kos groß heraus.

Phelps als Schützling

Letzterer ist über 200 m Rücken Olympiasieger und Weltmeister, diese Woche in Paris hat er sich neben dem Titelgewinn mit der Verbesserung seines Europarekords um 89 Hundertstel dem 17 Jahre alten Weltrekord des US-Amerikaners aus der Ganzkörperanzug-Ära bis auf 38 Hundertstel genähert.

Marchand hat nicht nur Phelps und Ryan Lochte Weltrekorde abgeluchst, sondern u.a. 2024 in Paris vier Mal Olympia-Gold geholt. Diese Woche muss der 24-Jährige wegen einer noch nicht ausgeheilten Verletzung kürzertreten, schwimmt solo nur über zwei Strecken.

Phelps aber war Bowmans Vorzeige-Schwimmer, mit 23 Olympia-Goldenen ist der US-Amerikaner sportartenübergreifend der klar erfolgreichste Olympionike - Winterspiele eingeschlossen.

Der heute 41-jährige, 26-fache Langbahn-Weltmeister hat keine seiner Einzelmedaillen auf einer Brustlage errungen, war als herausragender Lagenschwimmer seiner Zeit aber auch in der technischsten der vier Lagen extrem stark. Mladenovic war übrigens schon mit Bowman in Kontakt, als dieser Chefcoach in Arizona war. 2024 ging Bowman nach Texas, Mladenovic landete in Michigan.

"Mega-große Ehre, dass Bob in mir etwas sieht"

Bowman nimmt nicht jeden in die Trainingsgruppe der Texas Longhorns auf. "Es ist eine mega-große Ehre, dass Bob auch in mir etwas sieht und mich nimmt", sagte Mladenovic im APA-Gespräch. Er vertraut dem Kennerblick des 61-Jährigen.

"Ich bin zuversichtlich und freue mich auf die Zusammenarbeit. Ich bin gespannt, wo der Weg hinführt." Zuletzt schon hat er sieben Wochen in Austin trainiert. "Ich habe jeden Tag gesehen, was die für Arbeit leisten. Das Ziel ist, da heranzukommen. Ich freue mich auf den 'True Start', eine ganze Saison da schwimmen zu dürfen."

Das sollte kein Vergleich mit der nun zu Ende gehenden, noch aktuellen Saison sein, in der er sich in drei Trainingssystemen zurechtfinden musste. Mladenovic: "In Michigan war es eher Sprint, in Salzburg im Mai dann nur auf Kilometer und dann sieben Wochen bei Bob."

Top-Bedingungen in Texas

Kontinuierliche Arbeit sieht anders aus.

Nach Meinung des Triple-U23-Europameisters hat Bowman ihn vorerst einmal studiert und analysiert. "Was meine Stärken und Schwächen sind. Er hat ein bisschen etwas gesehen und angesprochen. Ich glaube, Einzelgespräche wird es dann erst nächste Saison geben."

Die Gegebenheiten in Texas seien extrem gut. "Physio, Essen, Doktor - wir haben alles in einem Gebäude. Da bin ich sehr dankbar dafür." Und in der Trainingsgruppe sei sehr viel Disziplin.

"Und man hat sehr viel Respekt gegenüber dem, was Bob erreicht hat." Er selbst, gab der EM-Finalist über 200 m Brust an, sei ein Typ, der sich zurückhält und seine Leistungen im Becken für sich sprechen lassen will."

Im nächsten Jahr vor allem bei den Weltmeisterschaften Mitte Juli in Budapest. Hier könnte sich Bowmans Einfluss auf Mladenovics Leistungen erstmals stark merkbar auswirken.

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