Lobnig hofft auf Beach-Sprint-WM-Medaille in Quingdao
Derzeit ist die Kärntnerin Vize-Weltmeisterin. Der Finaltag wird mit vier Rennen in zwei Stunden intensiv.
Den Endurance-WM-Bewerb hat sie ausgelassen, beim olympischen Beach-Sprint der Küstenruderer geht Magdalena Lobnig aber in den Kampf um WM-Medaillen.
Diese werden von Sonntag bis Mittwoch in Qingdao vergeben. Die 36-jährige Kärntnerin und Weltmeisterin 2024 holte im Vorjahr Silber. Lobnig hofft natürlich am Golden Beach auf eine Medaille, vielleicht in dieser Farbe. Die neuseeländische Titelverteidigerin Emma Twigg fehlt als Einzige der Elite nach einem Bandscheibenvorfall.
Mit 222 Booten und 303 Aktiven aus 52 Nationen am Start gibt es Rekordzahlen, der neue Olympiabewerb hat jetzt enorme Zugkraft bekommen. Österreich ist mit insgesamt sechs Athletinnen und Athleten vertreten, in der offenen Klasse noch mit Vincent Schreiber sowie vier weiteren in den U19-Events.
Frühe Startzeit wegen Gezeiten Herausforderung
Das Hauptaugenmerk aus rot-weiß-roter Sicht liegt freilich auf Lobnig, die nach ihrem Wechsel vom Flachwasser nach zahlreichen Erfolgen wieder im Kreis der Top-Favoritinnen ist.
Durch eine bereits am Montag erfolgte Anreise hat sie sowohl den Jetlag überwunden als auch das chinesische Einheitsboot getestet. "Die ersten Eindrücke sind sehr positiv", meint die Völkermarkterin, die am Sonntag beim Zeitfahren schon um 7:53 Uhr Ortszeit starten muss.
"Eine Herausforderung, weil wir normalerweise nie so früh starten." Notwendig ist dies allerdings durch die stark wechselnden Gezeiten. "Im Worst Case könnte es passieren, dass man nur 200 m rudert und den Rest laufen muss. Deshalb die frühe Startzeit, damit es bei den stärksten Bootsklassen die besten Verhältnisse gibt."
"Das wird hammerhart"
Abgesehen von Twigg sind für den Frauen-Einer alle namhaften Athletinnen am Start. "Je näher Olympia rückt, desto enger rückt das Feld zusammen. Das Zeitfahren ist deshalb umso wichtiger, um für den Finaltag die besseren Karten zu haben", erklärt Lobnig und hofft für eine gute Setzung auf einen Platz in den Top 4.
Am Finaltag, dem Dienstag, stehen insgesamt vier Rennen innerhalb von zwei Stunden auf dem Programm. "Das wird hammerhart, weil es noch ein Rennen mehr ist als sonst."
In den chinesischen Swiftbooten fühlt sich Lobnig wohl. "Es ist der Hersteller, mit dem ich letztes Jahr Europameisterin geworden bin. Und im Trainingslager in Alicante war ich zuletzt bei 98 Prozent von der Weltbestzeit. Das stimmt mich sehr positiv", blickt sie optimistisch in Richtung der als Beach Sprint Finals titulierten WM.