Die 30 größten Monster-Verträge der NFL

San Francisco 49ers
32:29-Sieg gegen die Seattle Seahawks
by TheLuky
Fünf Spiele, fünf Siege und das trotz einer Verletztenliste, die gefühlt schon wieder länger ist als der gesamte Kader manch anderer NFL-Teams.
Die San Francisco 49ers bleiben auch nach Week 5 ungeschlagen und sind für mich von allen noch unbesiegten Teams aktuell die Mannschaft, die den stärksten Eindruck hinterlässt. Warum? Weil bei den Mannen von Kyle Shanahan sowohl offensiv als auch defensiv vieles richtig läuft und man trotz der zahlreichen Ausfälle immer wieder Lösungen findet.
Besonders die Defense verdient sich hier ein Sonderlob. Gegen die Seattle Seahawks gelangen gleich vier Takeaways und fünf Sacks, wobei die Verteidigung mit einem eigenen Touchdown ebenfalls ihren Beitrag zum Sieg leistete. Auch die Offense rund um Brock Purdy funktioniert weiterhin hervorragend, selbst wenn nicht immer alles nach Plan läuft.
Ein wichtiger Baustein scheint dabei Mike Evans zu sein. Der erfahrene Receiver könnte genau jenes fehlende Puzzleteil für Purdy sein, das der Offense bisher noch gefehlt hat. Gegen Seattle lieferte er mit 113 Receiving Yards und einem Touchdown erneut eindrucksvoll ab. Auch Deebo Samuel, den man nach San Francisco zurückgeholt hat, konnte bereits mit einigen Spielzügen zeigen, warum man wieder auf seine Vielseitigkeit setzen wollte. Dass er nun ebenfalls verletzt ausfiel, passt leider nur zu gut zur Verletzungsgeschichte der 49ers.
Eine kleine negative Randnotiz darf allerdings nicht fehlen: Dre Greenlaw schaffte es tatsächlich wieder einmal, vom Platz gestellt zu werden. Ein völlig unnötiger Kopfstoß gegen einen Gegenspieler ohne Helm brachte ihm den vorzeitigen Gang in die Kabine ein. Bei aller Emotion, die dieses Divisionsduell mit sich bringt – von einem erfahrenen Spieler sollte man sich dann doch etwas mehr erwarten können.
Umso wichtiger war dieser 32:29-Erfolg gegen die Seahawks. Schließlich handelt es sich dabei nicht nur um einen direkten Divisionsrivalen, sondern auch um den amtierenden Super-Bowl-Champion. Solche Siege zählen im Kampf um die Division und die Playoff-Platzierung natürlich doppelt, vor allem aber sind sie ein klares Statement an die gesamte NFC.
Die 49ers stehen bei 5–0 und wirken trotz aller Widrigkeiten wie ein absoluter Super-Bowl-Kandidat. Bleibt eigentlich nur eine Frage:
Was denkt ihr, wie lange bleibt San Francisco noch ungeschlagen und welches der aktuell unbesiegten Teams wird seine weiße Weste am längsten behalten können?

Chicago Bears
7:31-Niederlage gegen die Green Bay Packers
by MatB
So schnell kann es gehen, in Week 1 noch "mein" Sieger der Woche und in Week 5 "mein" Verlierer der Woche. Es ist jedoch nur eine Woche. Nächste Woche kann es wieder ganz anders aussehen. Es ist zwar ein schlechter Zeitpunkt - genau gegen den Erzrivalen im Lambeau Field, wo nichts, aber wirklich gar nichts, für die Bears "gegangen" ist.
Die Quarterbacks der Bears hatten absolut keinen Chance gegen die Packers-Defense. Die Leistungen waren unterirdisch. Starting-QB Tyson Bagent hatte am Ende des Tages zwölf Completions bei 21 Versuchen für 87 Yards. Touchdown? Fehlanzeige. Zwei Interceptions sprangen dabei raus. Zwei Mal wurde er von der Packers-Defense auf den "Boden der Realität" geholt.
Zu Beginn des vierten Viertels hatte HC Ben Johnson genug gesehen und er brachte Case Keenum, mit bescheidenem Ergebnis. Die ersten beiden Passversuche waren erfolgreich für 28 Yards, nach einer Incompletion war auch sein vierter Versuch erfolgreich. Wie schon Bagent "schaffte" auch er eine Interception. Nach einem Fumble im nächsten Drive durch Odunze dachte sich Keenum wohl, was der kann, kann ich auch - im nächsten Drive schaffte er das Kunststück eines Fumbles, also insgesamt vier Turnovers durch die Quarterbacks.
Das Running-Game war jetzt auch nicht sonderlich besser, 81 Gesamt-Yards, doch sie schafften den einzigen Touchdown der Bears an dem Nachmittag.
"Was die Offense kann, können wir schon lange" - so oder ähnlich dürfte der Slogan der Bears-Defense gewesen sein. Jordan Love und die Offense der Packers sahen an dem Abend großteils wie eine-Top Offense der NFL aus – ich denke, viele von euch werden mir hier widersprechen, dass sie das nicht sind.
Love schaffte ein QB-Rating von 137,5 und zwei Touchdowns. Der erste davon für 42 Yards zu Watson im ersten Drive, sein zweiter Touchdown war für 53 Yards. Zu wem? Richtig, zu Watson. Dieser hatte am Ende des Tages sechs Bälle gefangen für 143 Yards. Mathew Golden hatte mit 123 Yards bei sechs Completions ebenfalls ein 100-Yards+-Game.
Dem nicht genug "wollten" die Bears an dem Nachmittag auch dem "Laufspiel" der Packers Geschenke machen. Bis zu Week 5 schaffte das Run-Game der Packers – richtig - ganze null Touchdowns. An dem Abend "durfte" MarShwan "Bulldozer" Lloyd zwei Besuche in der Endzone feiern. Besonders beeindruckend war sein erster Touchdown, wo er einfach einen Defender der Bears über den Haufen lief.
Es ist aber nicht alles schlecht, die Bears stehen immer noch bei 3-2, so wie auch die Lions und Packers in der Divison, "lediglich" die Vikings haben fünf Siege am Konto - was Kollege "austrianviking" sicherlich freut.
Another view of the Tyson Bagent interception. https://t.co/wnoRlk0sqC
— ✶Ⓜ️𝕒𝕣𝕔𝕦𝕤 ▶️✶ (@_MarcusD3_) October 11, 2026
bagent throws his 7th INT in 2 weeks (without flags) #trustben #dabears https://t.co/uSGdfEaRxS
— James (@DaaaSweener) October 11, 2026
Packers WR Christian Watson Week 5 🧀 6 REC 🧀 143 YDS 🧀 2 TD Packers defeat the Bears 31-7 https://t.co/IfMvKYxKRA
— Rafters (@RaftersHQ) October 12, 2026
MarShawn Lloyd BULLDOZES the #Bears on this touchdown run https://t.co/1yjbPqspKY
— New Leaf News (@NewLeaf_News) October 11, 2026

Drake Maye (Quarterback, New England Patriots)
45:17-Sieg gegen die Las Vegas Raiders (374 Passing Yards, 4 Passsing-TDs, 25 Rushing Yards, 1 Rushing-TD)
by TheLuky
Wo war dieser Drake Maye eigentlich in den ersten drei Wochen der Saison?
Nach einem schwierigen Saisonstart, bei dem der junge Quarterback der New England Patriots noch erschreckend viele Fehler machte und teilweise kaum an seine Leistungen aus dem Vorjahr erinnern konnte, scheint er spätestens seit dem Spiel gegen die Buffalo Bills den Schalter wieder komplett umgelegt zu haben.
Bereits beim 29:26-Erfolg gegen die Bills zeigte Maye mit drei Touchdown-Pässen, dass mit ihm wieder zu rechnen ist. Gegen die Las Vegas Raiders setzte er nun aber noch einmal ordentlich einen drauf.
26 von 34 Pässen für 374 Yards, 4 Passing Touchdowns, ein weiterer Touchdown am Boden und keine einzige Interception. Dazu ein Passer Rating von 150,9 – viel besser kann man ein Spiel als Quarterback eigentlich kaum absolvieren. Beim deutlichen 45:17-Erfolg gegen die Raiders lieferte Maye damit eines seiner besten Karrierespiele ab und erinnerte wieder stark an jenen Spieler, der letzte Saison die gesamte NFL begeistert und sich bis in die MVP-Diskussion gespielt hat.
Besonders auffällig war, wie sicher und selbstbewusst er wieder agierte. Schnelle Entscheidungen, präzise Pässe und immer wieder Big Plays im richtigen Moment. Genau das hat die Patriots-Offense in den ersten Wochen vermissen lassen. Nun scheint auch die Zusammenarbeit mit seinen Receivern wieder deutlich besser zu funktionieren.
Und während sich die Patriots-Fans über die Rückkehr ihres Franchise-Quarterbacks freuen dürfen, hatte ich persönlich an diesem Wochenende weniger Grund zur Freude.
Ich habe es nämlich tatsächlich geschafft, in ALLEN DREI meiner Fantasy-Ligen genau in jener Woche gegen Drake Maye spielen zu müssen, in der er beschließt, wieder auf absolutem MVP-Niveau zu performen. Vielen Dank auch dafür!
Aber Spaß beiseite: Maye zeigt gerade eindrucksvoll, dass sein starkes zweites NFL-Jahr keine Eintagsfliege war. Sollte er diese Leistungen in den kommenden Wochen bestätigen, müssen wir wohl auch die New England Patriots wieder deutlich ernster nehmen.
Die Leistung der Woche geht jedenfalls völlig verdient nach Foxborough!

Malik Willis (QB, Miami Dolphins)
24:31-Niederlage gegen die Cincinnati Bengals (15/27 für 137 Yards, 1 Touchdown, 1 Rushing Touchdown, 2 Interception, 2 Fumbles, 3 Sacks)
by MatB
Ein Quarterback der Packers zeigte am Sonntag eine Top-Leistung. Ein ehemaliger Quarterback der Packers kann nur das Gegenteil von sich behaupten. Malik Willis' Leistungen bei dem wohlgemerkten schwächsten Team bzw. Team mit den meisten Baustellen in der NFL, war an diesem Nachmittag alles andere als NFL-tauglich.
Bei den oben erwähnten Leistungen denkt man, dass er hier nicht aufscheinen sollte, doch für mich hat er die ganze Saison schon nicht "glücklich" ausgesehen, Week 5 setzte für mich die "Krone" auf seine beständigen negativen Leistungen - sorry lieber "DM79" und "patrick__R".
Andere würden sagen, er hat einfach lange ins Spiel gebraucht und am Ende haben die Dolphins "nur" mit einem Touchdown Differenz verloren - doch Willis Leistung war aus meiner Sicht nicht NFL-tauglich. Vor allem die erste Halbzeit war ein Armutszeugnis: Eine Completion bei sieben Versuchen für 22 Yards, dazu zwei Interceptions, beide gefangen von Jordan Battle. Dazu noch ein Fumble, den er jedoch selbst sichern konnte. Quarterback-Ranking in Halbzeit eins war 0,6. Im vierten Quarter erhöhte er um einen weiteren Fumble, den er selbst verloren hat.
Bis zu Beginn des vierten Quarters lagen die Dolphins 10:28 zurück. Die Bengals ließen die Dolphins im letzten Quarter neben dem Fumble noch zwei Touchdwons erzielen, beide durch Willis, doch viel zu spät.
Die Dolphins zielen auf viele hohe Draft-Picks im nächsten Draft ab. Das werden sie schaffen, aber für mich wird Willis dafür verheizt, nach den teils starken Leistungen in der letzten Saison bei den Packers.
Malik Willis so far 1-7 22 Pass Yards 2 INT 0.6 Pass Rating https://t.co/9dHkeWzO0k
— PFF (@PFF) October 11, 2026
More pressure from Boye Mafe and Malik Willis decides to dribble the ball off Proctors backside. Jonathan Allen with the fumble recovery. https://t.co/ILsJIqJbfw
— Bengals & Brews (@BengalsBrews) October 12, 2026

Jalon Daniels (Quarterback, Tampa Bay Buccaneers)
24:16-Sieg gegen die Dallas Cowboys (19/25 für 189 Yards, 1 Touchdown, 7 Läufe für 23 Yards, QB-Rating 110,3)
by MatB
Beim Rookie der Woche tat ich mir diese Woche sehr schwer. Neben dem oben erwähnten Jalon Daniels hätte es meiner Meinung nach auch David Bailey von den Jets hierher schaffen "müssen". Warum er es trotz fünf Tackles, drei Sacks, drei Tackle for Loss und vier QB-Pressures nicht schaffte? Ganze zwei Hauptargumente: Ich gehe davon aus, dass Bailey in dieser Saison noch einige solcher Spiele zeigen wird und…
Die Geschichte von Jalon Daniels hat einfach etwas von einem kleinen "Hollywood". Der Undraftet-Free-Agent schafft das, was der ehemalige Heisman-Trophy-Gewinner und Number-1-Draft-Pick diese Saison nicht schaffte: Einen Sieg mit den Tampa Bay Buccaneers.
Klar, die Dallas Cowboys und vor allem Bucky Irving hatten auch einen Anteil daran, aber Jalon Daniels war dann da, wann er gebraucht wurde und hielt Drives immer wieder am Leben. Zudem besorgte er die frühe Führung durch einen Touchdown-Pass auf Bucky Irving. Er musste nicht glänzen, das hätte er vermutlich auch nicht geschafft, aber ein Spiel managen war an diesem Abend für ihn möglich.
Besonders bemerkenswert, da er ein Undrafted-Free-Agent war und in der Saison-Vorbereitung den Backup-Job von Baker Mayfield gegen den Veteran Jake Browning gewann.
Mit solchen Leistungen wird er diesen Job vermutlich länger inne haben.
Jalon Daniels was CUTTING UP against the Cowboys defense ALL NIGHT LONG: • 19/25 (76% completion percentage) • 189 passing yards • 23 rushing yards • 1 passing TD • 110.2 passer rating The Buccaneers rookie QB PUT ON A SHOW vs the Cowboys in a primetime upset 😳🔥 https://t.co/xv4fn0a473
— Rookie Watch (@RookieWatxh) October 9, 2026
Week Five (Thursday Night Football) Jalon Daniels Passing TD (2) to Bucky Irving (1) https://t.co/TEYFY2WXHj
— NFL TD Videos (@NFLTDVids) October 9, 2026

0 (nämlich Siege der NFC East)
by TheLuky
0 – in Worten NULL. So viele Siege konnten die vier Mannschaften der NFC East in Week 5 einfahren. Und das obwohl man gleich vier Chancen darauf hatte, wobei sich zwei Teams sogar im direkten Duell gegenüberstanden.
Beginnen wir bei den Philadelphia Eagles. Jene Eagles, die es mittlerweile beinahe wöchentlich schaffen, Spiele auf eine Art und Weise aus der Hand zu geben, bei der man sich als Fan wohl nur noch an den Kopf greifen kann.
Gegen die Jacksonville Jaguars schien man nämlich acht Sekunden vor Schluss mit einem Field Goal zum 17:16 gerade noch einmal davongekommen zu sein. Doch weit gefehlt! Ein starker Kickoff-Return brachte Jacksonville noch einmal in Field-Goal-Reichweite und ein gewisser Cam Little versenkte den Ball aus unglaublichen 57 Yards zum 19:17-Endstand. Mittlerweile muss man fast sagen: Wenn Cam Little aus dieser Entfernung antritt, ist das wohl eher ein Extrapunkt (also wenn der Long Snapper keinen Fehler macht :D) als ein Field Goal.
Auch die Dallas Cowboys schafften es nicht, ihrer Division zumindest einen Sieg zu bescheren. Gegen die bis dahin sieglosen Tampa Bay Buccaneers, die verletzungsbedingt auch noch mit Ersatz-Quarterback und Rookie Jalon Daniels antreten mussten, setzte es eine 16:24-Niederlage. Aber auf dieses Spiel und Daniels ist mein Kollege ja bereits näher eingegangen.
Bleiben noch die New York Giants und Washington Commanders. Eigentlich sollte man meinen, dass bei einem direkten Divisionsduell zumindest eines der beiden Teams einen Sieg holen muss. Aber auch das haben die beiden Mannschaften irgendwie verhindert.
Die Giants versuchten unter anderem mit drei verschossenen Field Goals (Zum Glück für Dominic Zvada, dass die Chicago Bears noch schlechter performten) alles, um das Spiel nicht zu gewinnen. Washington wollte da offenbar nicht nachstehen und setzte in der Overtime noch einen drauf. In aussichtsreicher Field-Goal-Position schafften es die Commanders tatsächlich, die verbleibende Spielzeit verstreichen zu lassen, ohne überhaupt noch einen Kick versuchen zu können. Das muss man auch erst einmal zusammenbringen.
Am Ende stand ein 27:27-Unentschieden und somit das einzig logische Ergebnis dieses Spiels.
Zwei Niederlagen, ein Unentschieden und kein einziger Sieg für die gesamte Division.
Die NFC East hat in dieser Woche wirklich alles gegeben, um sich kollektiv den Titel für die Zahl der Woche zu sichern. Gratulation dazu!

MatB:
Normalerweise ist die Zahl der Woche die Kategorie, wo wir uns öfters mal schwer tun. Diese Woche hatten wir beide "unsere" Zahl der Woche, beide hatten mit der NFC East bzw. den Giants zu tun.
Meine wäre die 144 gewesen – nein nicht die Rettung, die hätte er vermutlich öfters brauchen können, aber die ist es nicht.
Es geht hier um niemand anderen als Jameis Winston. Ebenfalls ein #1-Pick, dieses Mal aus dem NFL-Draft 2015 - und genauso ein ehemaliger Heisman-Trophy-Winner. Es schaut so aus, als ob mich diese beeindruckenden Leistungen diese Woche irgendwie verfolgen.
Jameis Winstons hat gewiss eine Menge an Talent. Doch seit seinem Draft galt er als Genie und Wahnsinn, "Jackle und Hyde", weitere Vergleiche gerne gesehen.
Der Wahnsinn hinderte ihn an einer Top-Karriere in der NFL, Talent alleine ist es nicht.
Doch was sagt die Zahl nun aus? Es sind die Turnovers, die Jameis Winston in seiner NFL-Zeit "erzielen konnte". In seinen zwölf Saisonen sind das 144 Turnovers - darin enthalten, 116 Interceptions und 28 verlorene Fumbles. Insgesamt erlaubte er sich 62 Fumbles. Das alles bei 112 Spielen, davon war er bei 92 Spielen als Starting-Quarterback am Start.
Macht 1,28 Turnovers pro Spiel. Ich dachte schon, das ist viel, da machte ich mich mit der dazugehörigen Statistik vertraut und sah dabei, dass Jameis Winston nicht mal in den Top 25 in dieser Statistik aufscheint.
So, da habe ich jetzt die Frage der Woche: Welcher NFL-Spieler denkt ihr, hatte die meisten Turnovers bzw. wer ist in den Top-3 bzw. Top-5? Ich bin schon gespannt auf eure Meinungen - natürlich ohne dass ihr das nachschlagt.
Jameis Winston fumbles, and the Commanders recover!💥 https://t.co/NxnrBrQcKn
— J💥S Sports (@JordanOnSports1) October 11, 2026
Giants QB Jameis Winston Week 5 🔵 33/54 🔵 326 YDS 🔵 3 TD Giants TIE the Commanders 27-27 in OT https://t.co/ayfYeYZw0F
— Rafters (@RaftersHQ) October 12, 2026
Was mich zu meiner eigentlichen Meinung bringt. Ist Heisman-Trophy-Sieger und #1-Draft-Pick bzw. Round-1-Draft-Pick eine gute Voraussetzung für eine Top-NFL-Karriere?
Heute habe ich bereits Jameis Winston und Baker Mayfield genannt, beide hätten sich sicherlich eine noch bessere NFL-Karriere erwartet. Neben den beiden erwähnten könnte ich hier in der Liste noch Bryce Young, Kyler Murray oder Marcus Mariota aufnehmen – ja, richtig, alle drei waren Heisman-Trophy-Winner. Alle haben der NFL (noch) nicht ihren Stempel aufdrücken können.
Es gibt sicherlich noch schlechtere Beispiele dafür. Wem sagt noch ein Matt Leinhart, Troy Smith oder Tim Tebow was? Die Liste ist lang. Gefühlt schaffen es nur 50 % davon - wie die Namen Joe Burrow, Derrick Henry, Devonta Smith, Lamar Jackson oder Cam Newton zeigen.
Es braucht halt mehr als First-Round-Pick und Heisman Trophy, es braucht ein Team herum und unbedingten Willen, immer besser zu werden und dem alles unterzuordnen. Ich bin schon auf die letzten Heisman-Trophy-Gewinner gespannt: Caleb Williams, Jayden Daniels, Travis Hunter oder Fernando Mendoza – wer meint ihr schafft es so richtig in der NFL?
TheLuky:
Was ist wichtiger – ein Elite-Quarterback oder ein funktionierendes System?
Eine Frage, über die man vermutlich stundenlang diskutieren könnte und auf die es wahrscheinlich auch keine einzig richtige Antwort gibt.
Was braucht eine NFL-Franchise wirklich, um langfristig erfolgreich zu sein? Einen absoluten Elite-Quarterback, der Spiele im Alleingang entscheiden kann, oder ein funktionierendes System mit gutem Coaching, den richtigen Spielern und einer klaren Identität?
Ein hervorragendes Beispiel dafür sind für mich aktuell die Detroit Lions. Jared Goff wird vermutlich von den wenigsten NFL-Fans in einem Atemzug mit Josh Allen, Patrick Mahomes oder Lamar Jackson genannt. Trotzdem liefert der Quarterback der Lions auch heuer wieder fantastische Zahlen ab.
Zwölf Passing Touchdowns, keine Interception und überhaupt kein einziger Turnover in den ersten fünf Saisonspielen. Eine Statistik, die vor ihm noch kein anderer Quarterback in der Geschichte der NFL geschafft hat.
Natürlich muss man dazu sagen, dass Goff mit Spielern wie Jahmyr Gibbs, Amon-Ra St. Brown oder auch Jameson Williams ein herausragendes Waffenarsenal zur Verfügung steht. Dazu kommt eine Offensive, die hervorragend auf seine Stärken zugeschnitten ist und in der er nicht bei jedem Spielzug den Helden spielen muss.
Auf der anderen Seite steht allerdings eine Defense, die zumindest in den ersten Wochen zu den schlechtesten der gesamten Liga gehörte. Da helfen selbst überragende Quarterback-Statistiken nicht immer, um Spiele zu gewinnen.
Und genau hier beginnt für mich die eigentliche Diskussion.
Nehmen wir Josh Allen. Einer der besten Quarterbacks unserer Zeit, der seit Jahren Leistungen auf absolutem MVP-Niveau abliefert. Er kann mit seinem Arm und seinen Beinen Spiele praktisch im Alleingang entscheiden und ist wohl einer jener Spieler, die jede Franchise sofort in ihrem Team haben möchte. Trotzdem wartet er weiterhin auf den ganz großen Triumph.
Dann gibt es wiederum Spieler wie Sam Darnold. Vor wenigen Jahren bereits von vielen abgeschrieben, hat er in Minnesota eindrucksvoll gezeigt, dass er in einem funktionierenden System erfolgreich sein kann. Mittlerweile steht er bei den Seattle Seahawks unter Vertrag, hat mit ihnen sogar die Super Bowl gewonnen und funktioniert dort weiterhin, ohne dafür jede Woche übermenschliche Statistiken abliefern zu müssen.
Ähnlich sieht es bei Brock Purdy aus. Der ehemalige Mr. Irrelevant ist für mich nicht unbedingt der talentierteste Quarterback der Liga, aber er versteht das System von Kyle Shanahan nahezu perfekt. Er setzt die Spielzüge um, trifft meist die richtigen Entscheidungen und hat sich mittlerweile so weit entwickelt, dass er das System nicht nur ausführt, sondern auch selbst erweitern kann. Die 49ers stehen nicht umsonst bei 5–0.
Ganz anders sieht es bei Dak Prescott und den Dallas Cowboys aus. Prescott verfügt mit CeeDee Lamb, George Pickens und Co. über eines der besten Receiver-Arsenale der gesamten Liga. Trotzdem dümpeln die Cowboys weiterhin irgendwo im Mittelfeld herum und schaffen es nicht, ihr vorhandenes Potenzial konstant auf den Platz zu bringen.
Und dann gibt es natürlich auch noch die andere Seite der NFL.
Malik Willis bei den Miami Dolphins, Cam Ward bei den Tennessee Titans oder Jameis Winston bei den New York Giants. Quarterbacks, bei denen man gefühlt in jedem Spiel damit rechnen muss, dass irgendwann eine völlig unnötige Interception oder eine fragwürdige Entscheidung das eigene Team um den Sieg bringt. Natürlich liegt nicht jede Niederlage ausschließlich am Quarterback, aber auf dieser Position können einzelne Fehler eben besonders schwerwiegende Folgen haben.
Diese Liste ließe sich vermutlich beliebig verlängern.
Für mich zeigt sich immer mehr, dass ein Elite-Quarterback alleine noch lange keine Garantie für Erfolg ist. Natürlich macht ein Spieler wie Josh Allen jede Mannschaft besser und ich würde ihn vermutlich jedem anderen Quarterback vorziehen. Aber was bringt dir der beste Spieler auf der wichtigsten Position, wenn das Coaching nicht funktioniert, die Offensive Line keinen Schutz bietet oder die Defense wöchentlich 30 Punkte zulässt?
Andererseits kann auch das beste System nur bedingt erfolgreich sein, wenn der Quarterback nicht in der Lage ist, die einfachsten Spielzüge umzusetzen oder in entscheidenden Momenten immer wieder Fehler macht.
Ich persönlich würde deshalb wohl eher versuchen, zuerst eine funktionierende Franchise mit einer klaren Spielidee, einem guten Coaching Staff und einem ausgeglichenen Kader aufzubauen, anstatt alles auf einen einzigen Superstar zu setzen.
Aber genau das macht die NFL für mich so interessant. Es gibt verschiedene Wege zum Erfolg und was bei einer Franchise hervorragend funktioniert, muss bei der nächsten noch lange nicht klappen.
Deshalb würde mich eure Meinung interessieren:
Wenn ihr morgen eine NFL-Franchise von Grund auf aufbauen müsstet, worauf würdet ihr euren Fokus legen? Würdet ihr alles dafür tun, einen absoluten Elite-Quarterback zu bekommen, oder lieber zuerst ein funktionierendes System mit einem starken Kader und dem richtigen Head Coach aufbauen?
Und welcher der aktuellen NFL-Quarterbacks wäre euer Wunschspieler, um eine Franchise langfristig zum Erfolg zu führen?
Jeder, der sich auch daran versuchen möchte, bei uns mitzschreiben, kann sich gerne unter info@userendzone.at melden. Sollte jemand bei unseren Fantasy-Games (Tipps und Survivor) mitmachen wollen, kann er sich dort auch gerne melden. Oder ihr habt eine Frage, auf die wir eingehen sollen sowie eine "Frage der Woche", dann zögert nicht und schreibt uns das, wenn wir hier nicht in den Kommentaren drauf eingehen können.