Beachvolleyball: Waller/Pristauz stehen im EM-Viertelfinale
Hammarberg/Berger scheiterten dagegen überraschend. Waller hofft im Viertelfinale auf eine Revanche gegen ein französisches Duo.
Philipp Waller/Moritz Pristauz haben am Freitag bei der Beach-Volleyball-EM in Stare Jablonki das Viertelfinale erreicht.
Die beiden 30-jährigen Österreicher besiegten die Schweizer Julian Friedli/Jonathan Jordan 2:0 (20,13) und treffen am Samstag auf die Franzosen Teo Rotar/Arnaud Gauthier-Rat.
Für Timo Hammarberg/Tim Berger kam im zweiten Duell Österreich-Schweiz hingegen das Aus. Sie unterlagen Adrian Heidrich/Yves Haussener recht glatt 0:2 (-13,-20) und sind EM-Neunte.
"War ein richtig harter Fight"
Waller/Pristauz hatten sich im hart umkämpften ersten Satz mit der zweiten Möglichkeit zum 22:20 den Durchgang gesichert. Danach gingen sie rasch 4:0 in Front und ließen sich diesen Vorsprung nicht mehr nehmen.
"Das war ein richtig harter Fight. Sie haben gestern die Schweden besiegt, waren wirklich gut drauf", sagte Waller. "Im ersten Satz war es ein echtes Kopf-an-Kopf-Rennen, aber wir haben nicht locker gelassen und den ersten Satz für uns entscheiden können. Im zweiten ist es uns dann gelungen, am Service noch mehr Druck zu machen."
Für den Kampf um das Halbfinale will man sich nun gut regenerieren. "Morgen geht es weiter gegen die starken Franzosen. Sie haben auf Elite-Ebene auch schon Medaillen gemacht. Wir haben noch eine Rechnung offen vom letzten Conti-Cup. Bei der EM wäre der richtige Zeitpunkt, zurückzuschlagen", hofft Waller.
Hammarberg/Berger enttäuscht
Hammarberg/Berger hielten gegen Heidrich/Haussener im ersten Satz bis zum 8:8-Gleichstand mit, dann holten die Eidgenossen ab dem 11:10 bis zum 18:10 aber einen Acht-Punktevorsprung heraus.
Im zweiten Satz drehte das ÖVV-Duo ein 6:8 zum 9:8 und steuerte bei 19:16 schon auf den Satzausgleich zu. Doch die Schweizer holten das Momentum wieder auf ihre Seite und nutzten ihren zweiten Matchball zum 22:20.
Dementsprechend enttäuscht war das Duo nach dem Aus. "Sehr bitter. Wir haben uns natürlich viel mehr erwartet von dieser EM", sagte Hammarberg, auch wenn es keine Schande sei, gegen dieses gute Team zu verlieren. Berger war auch nicht happy: "Wir hätten den zweiten Satz schon gewinnen müssen. Aber irgendwas war einfach anders als die letzten Tage. Es war einfach schwierig, sich wirklich komplett wohlzufühlen in dem Spiel. Damit muss man lernen umzugehen."
"Einfach nur echt schlecht"
Die EM habe einen hohen Stellenwert für das Duo gehabt. "Deswegen hat man sich vielleicht auch ein bisschen mehr Druck gemacht, als es nötig war. Aber im Großen und Ganzen ist es einfach nur echt schlecht gewesen."
Das Duo soll eigentlich Anfang nächster Woche nach Montreal zum nächsten Elite16-Turnier der Beach Pro Tour weiterreisen. Sollte man allerdings über die Qualifikation müssen, steht wegen der Reisestrapazen eine Absage im Raum. Fix ist das Antreten hingegen bei den Turnieren in Schladming und Kitzbühel im September.