ÖRV-Quartett startet bei Bahn-WM in Olympia-Qualifikation
Für vier Athleten wird es ab Mittwoch in Shanghai bei der Weltmeisterschaft ernst. Sie hoffen auch im Hinblick auf die Olympischen Spiele 2028 auf gute Ergebnisse.
In weniger als zwei Jahren starten Ende Juli 2028 im Carson Velodrome bei den Olympischen Spielen in Los Angeles die Bahnrad-Bewerbe.
Schon am Mittwoch beginnen in Shanghai die Weltmeisterschaften und somit auch das Qualifikationsfenster für Olympia.
Aus Österreich ist das Quartett mit dem Kärntner Heimo Fugger und den drei Wienern Raphael Kokas, Maximilian Schmidbauer und Tim Wafler mit von der Partie. Für Letzteren ist es bereits seine fünfte WM, Fugger debütiert mit 18.
Letzte österreichische WM-Medaille zehn Jahre her
"Unsere Vorbereitungen sind alle nach Plan gelaufen und wir sind auch schon gut in Shanghai angekommen. Die Bahn macht einen guten Eindruck und unsere Athleten sind alle hoch motiviert", erklärte Nationaltrainer Andreas Graf im Vorfeld.
Graf war vor zehn Jahren der bisher letzte Österreicher, der eine WM-Medaille geholt hat. Nach seinem Karriereende vor fünf Jahren hat er als Coach mit dem Aufbau einer neuen Generation begonnen.
Qualifikationsregeln wurden verschärft
Kokas, Schmidbauer und Wafler waren zuletzt schon bei den Olympischen Spielen 2024 in Paris dabei. In den Disziplinen Omnium und Madison soll dies auch in L.A. geschafft werden, allerdings wurden die Qualifikationsregeln verschärft.
Nun qualifizieren sich u.a. zwei Vierer-Verfolgungsteams weniger, also nur noch acht, sowie auch ein Madison-Duo weniger. Umso mehr zählen gute Ergebnisse bei den Welttitelkämpfen dieses und nächstes Jahr, aber auch bei den Europameisterschaften 2027 und 2028 sowie den Weltcups der kommenden zwei Saisonen.
"Wir brauchen deshalb auch Top-Ten-Plätze bei den Weltmeisterschaften, vor allem im Madison und im Omnium", weiß Graf, dessen Mannschaft im Vierer nicht antritt.
Kokas eröffnet ÖRV-Reigen
Der 21-jährige Kokas eröffnet die WM aus ÖRV-Sicht am Donnerstag im Scratch, am Freitag ist Fugger im Punkterennen im Einsatz und am Samstag bestreitet Wafler das Omnium.
Letzterer ist mit seinen 24 Jahren und bei seiner fünften WM der Routinier im Team: "Wir wollen in Los Angeles dabei sein und daher müssen wir mit einem Top-12-Ergebnis die Quali eröffnen. Meine Vorfreude ist groß", sagte Wafler, der am Sonntag auch noch das Ausscheidungsrennen bestreitet, ehe seine Teamkollegen Fugger und Schmidbauer das Madison fahren.