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Innsbruck-Igls fiebert der Doppel-WM-Premiere entgegen

Anfang Februar ist Innsbruck-Igls Schauplatz der Kunstbahn- und Alpin-Entscheidungen im Rodeln.

Innsbruck-Igls fiebert der Doppel-WM-Premiere entgegen Foto: © GEPA
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Der übliche Zehnjahres-Rhythmus bringt die WM der Kunstbahnrodler 2027 wieder nach Innsbruck-Igls.

Am ersten Februar-Wochenende werden auf der Olympia-Bahn aber auch die WM-Medaillen im Alpin-Rodeln vergeben. Drei Monate vor dieser Weltpremiere laufen die Vorbereitungen nach Angabe der Verantwortlichen nach Plan.

Die neue Alpinbahn ist im Fertigwerden, der Kunstbahn fehlt für die Homologierung nur noch die positive Abwicklung der internationalen Trainingswoche Mitte November.

"Vorzeichen waren nicht einfach"

Im November 2025 war die Homologierung des um 30 Millionen Euro umgebauten Eiskanals in zwei Versuchen gescheitert, der Rodel-Weltcup musste daraufhin abgesagt werden.

"Die Vorzeichen waren nicht einfach", erinnerte sich Rodel-Austria-Präsident Markus Prock Mittwochmittag bei einem Medientermin in Innsbruck. Doch es wurde umgebaut und am Projekt Doppel-WM festgehalten.

"Wir haben gesagt, wir bringen das hin", sagte der Ex-Weltklasse-Rodler und erwähnte das Engagement der lokalen Politik um Bürgermeister Johannes Anzengruber (JA - Jetzt Innsbruck).

Kindl eifert Prock nach

Prock selbst holte auf der Heimbahn 1987 Einsitzer-Gold und 1997 hinter dem Bayer Georg Hackl -Silber sowie Team-Gold.

"Damals waren brutal viele Leute da. Das wollen wir aber toppen. Unser Anspruch ist es, ein richtiges Rodelfest zu machen, eine Veranstaltung, über die noch jahrelang geredet wird", erklärte Prock.

Zur Umsetzung dieses Vorhabens könnte auch Wolfgang Kindl beitragen. Er hatte 2007 als 18-Jähriger daheim seine erste WM bestritten, 2017 war der Tiroler mit Einsitzer- und Sprint-Gold der klare Dominator im Männer-Bereich.

Mittlerweile hat sich der nun 38-Jährige mit Thomas Steu auch erfolgreich im Doppelsitzer geschlagen und fiebert nun bei einem möglichen Einsatz in fünf Bewerben eben seiner schon dritten Heim-WM entgegen.

"Hunger ist immer noch groß"

"Der Hunger ist immer noch groß, die Vorfreude auf die WM riesig", erläuterte der Familienvater. "Zehn Jahre zurück habe ich nur positive Erinnerungen. Die Erfahrung spielt eine große Rolle. Es ist wichtig, wenn man weiß, was es bedeutet, wenn der Kreisel brennt."

Sein Ziel ist, wie Prock von zwei Heim-Weltmeisterschaften mit zumindest einer Medaille heimzukommen.

Eine rot-weiß-rote Hoffnungsträgerin auf der dann auch der Bevölkerung zur Verfügung stehenden Alpinbahn ist Gesamtweltcupsiegerin Riccarda Ruetz. Sie hatte erst vor zwei Jahren im Kühtai daheim WM-Silber geholt.

"Von einer Heim-WM zur anderen zu hüpfen, ist ein Wahnsinn", meinte die Tirolerin. "Am liebsten würde ich schon jetzt meine Rodel packen und runterfahren."

Einars Fogelis, Präsident des Weltverbands FIL, ist begeistert: "Es war ein historischer Vorschlag vom österreichischen Verband. Wir zeigen erstmals, wie das ist, wenn beide Sparten zusammen auftreten."

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