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Schlager über WM: "Eine der schwierigsten Zeiten meiner Laufbahn"

Xaver Schlager steckt mitten im Abenteuer Premier League. Nun spricht er über sein Formtief bei der WM 2026.

Schlager über WM: "Eine der schwierigsten Zeiten meiner Laufbahn" Foto: © IMAGO / Ball Raw Images

Wenngleich er mit Nottingham Forest am Sonntag gegen den FC Arsenal die dritte Niederlage am Stück kassierte - Xaver Schlager hat bei seinem neuen Klub in die Spur gefunden.

Der ÖFB-Star fühlt sich nach seinem Leipzig-Abschied mittlerweile pudelwohl in der englischen Premier League. Unter Chefcoach Oliver Glasner gehört der Mittelfeld-Motor zum unangefochtenen Stammpersonal.

Vor einigen Monaten fand sich der St. Valentiner dabei im Kreuzfeuer der Kritik wieder - im Interview mit dem "Kurier" sprach Schlager nun über die schwierige Zeit während der WM 2026.

WM-Erfahrung als "Lehre fürs Leben"

Mit Österreich erreichte der Linksfuß beim Mega-Turnier in den USA, Mexiko und Kanada das Sechzehntelfinale, ehe eine klare Niederlage gegen Spanien das Aus brachte.

Der Mittelfeld-Motor avancierte dabei zum Sinnbild eines ÖFB-Teams, das sein volles Potenzial bei der ersten Endrunden-Teilnahme seit 1998 nicht abrufen konnte. Schlager blickt mit gemischten Gefühlen zurück: "Das bleibende Bild wird erst in den nächsten Jahren konkret werden. Einerseits bin ich stolz, eine WM gespielt zu haben. Andererseits war das für mich persönlich eine der schwierigsten Zeiten meiner Laufbahn."

Seine persönliche WM-Erfahrung sei ihm eine "Lehre fürs Leben": "Wenn man auf die WM hinfiebert, sich vorstellt, dass das ein Höhepunkt der Karriere sein sollte, und dann realisiert, dass man nicht am Leistungslimit ist, ist das frustrierend."

"Wenn du nur bei 99 Prozent bist..."

Als Gründe für sein "Leistungstief" führt der 29-Jährige mehrere Faktoren an.

"Die Zeit davor ist nicht ideal verlaufen. Ich hatte keine hundertprozentige Vorbereitung im Vorjahr und war die ganze Saison nicht auf absolutem Topniveau. Ich glaube auch, dass das ganze Thema mit der WM mir dann irgendwann auch zu sehr aufgeblasen und zu groß war."

Neben Leistungsdruck und sportlichen Faktoren sei das Mega-Turnier auch anderweitig zur Belastungsprobe geworden.

"Reiserei, Zeitzonen, man ist einen Monat weg von Europa, ist nie in der eigenen Wohnung, wo man runterkommt. Das sind Dinge, die darf man nicht unterschätzen und das habe ich bisher nicht so gekannt. Und man muss sich eines eingestehen: Wenn du nur bei 99 und nicht bei 100 Prozent bist, dann reicht das heutzutage im Fußball nicht mehr. Dann wirst du gnadenlos bestraft."

Verändertes Mindset und zurückgewonnenes Vertrauen

Nicht zuletzt beim letzten Lehrgang des ÖFB-Teams zeigte Schlager wieder starke Leistungen. Dass er nun wieder voll im Saft steht, fuße ebenfalls auf veränderten Umständen:

"In den letzten Jahren ist es immer nur um Verletzungen gegangen, nie um meine Leistung. Die war da, wenn ich fit war. Aber ich habe ständig gehört: „Du musst fit bleiben.“Heuer habe ich eine volle Vorbereitung gehabt, mit voller Intensität. Und ich bin mit einem anderen Ziel hineingegangen und habe mir gesagt: 'Schau, dass du Gas gibst. Schau, dass du besser wirst als andere.' Das ist ein ganz anderes Mindset."

Das "Vertrauen" in seinen Körper habe er zurückgewonnen.


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