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"RIP" - Bischofshofen spielt im Cup mit 63-jährigem Pensionisten

Der Verein, der aus der Regionalliga ausgeschlossen wurde, tritt in der zweiten ÖFB-Cup-Runde mit einer wahren Rumpftruppe auf.

"RIP" - Bischofshofen spielt im Cup mit 63-jährigem Pensionisten Foto: © GEPA

Der SK Bischofshofen wird am 4. September 2026 in der zweiten Runde des UNIQA ÖFB-Cups gegen Bundesligist SCR Altach (Freitag, ab 18:30 Uhr im LIVE-Ticker) das womöglich letzte Spiel der Vereinsgeschichte spielen.

Der Verein, der durch die Gemeinde Bischofshofen das Nutzungsrecht an der Sportanlage verlor und damit vom Spielbetrieb aus der Regionalliga ausgeschlossen wurde (ÖFB-Rechtsmittelsenat bestätigt Entscheidung >>>), ist nur mehr im Cup spielberechtigt.

Dort steht man nach dem sensationellen Aufstieg in die zweite Runde aber vor einer schier unlösbaren Aufgabe. Nicht nur weil der Gegner der Cup-Finalist aus der Vorsaison ist, sondern auch, weil der Kader in den vergangenen Wochen zerbröckelt ist.

Eine wahre Rumpftruppe

Aufgrund der Planungsunsicherheit geht der SK Bischofshofen am Freitag mit einer wahren Rumpftruppe in die Partie, der neben zwölf echten Fußballern aber auch Spieler angehören, die nur auf dem Papier spielberechtigt sind: So wie Walter Weiss (ein 63-jähriger Pensionist) oder Stephan Prähauser (ein 56-jähriger Unternehmer).

Der SK Bischofshofen bestätigte den Kader innerhalb einer Vereinsmitteilung mit dem Titel "R.I.P. BSK 1933", die die bürokratischen Hürden der vergangenen Wochen und Monate nochmal wiedererzählt.

Ein Auszug der Mitteilung:

"Die Mannschaft, die sich dieses Spiel (Anm. im ÖFB-Cup gegen SCR Altach) ursprünglich erarbeitet hat, gibt es heute nicht mehr.

Was Sie heute auf diesem Platz sehen, ist deshalb nicht mehr unser ursprüngliches Team.

Was Sie sehen, sind Menschen, die bereit sind, ein Statement zu setzen.

Dafür einzustehen, dass Realitäten entstehen können, während Politik, Institutionen, Verbände und Behörden die Verantwortung jeweils an anderer Stelle sehen – und die Konsequenzen längst eingetreten sind.

Dafür braucht es keine Spruchbänder.

Wir provozieren keinen Spielabbruch.

Wir provozieren keine Karten.

Wir provozieren keine Regelverletzungen.

Wir agieren im besten sportlichen Sinne.

SPIELBERECHTIGT.

Zwischen Paragraphen, Auslegung und Wirklichkeit.

Was heute geschieht, verstehen wir als Statement.

Als künstlerische Aktion.

Als Performance über den Unterschied zwischen dem, was auf dem Papier möglich ist – und dem, was in der Realität längst verloren gegangen ist.

Wir zeigen heute nicht, was passiert, wenn man Regeln bricht.

Wir zeigen, was passieren kann, wenn man sie befolgt.

Radieren ist schließlich auch eine Kunstform.

Heute machen wir aus den schwarz-roten Farbklecksen der Politik unser eigenes Kunstwerk.

Urteilen Sie selbst.

R.I.P. BSK 1933

Fast 100 Jahre Geschichte verschwinden nicht einfach."

Zur gesamten Mitteilung des SK Bischofshofen 1933 >>>

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