Klopp über rassistische Kommentare: "Für Dummheit wenig Zeit"
So reagiert der deutsche Bundestrainer auf die teils menschenverachtende Diskussion rund um die DFB-Elf:
Klare Worte von Jürgen Klopp zur schwer rassistisch angehauchten Diskussion um das deutsche Nationalteam in den sozialen Medien.
Dieses sei nach Meinung des ein oder anderen Social-Media-Users zu wenig "weiß" und zu wenig "deutsch" - zumindest waren ähnlich gerichtete Kommentare nach dem Nations-League-Fehlstart der DFB-Elf zuletzt zuhauf auf X, Instagram und Co. zu lesen.
Klopp wolle sich mit sowas grundsätzlich nicht beschäftigen. "Meine Gedanken kriegen sie (die rassistisch kommentierenden User, Anm.) nicht. Ich habe im normalen Leben für Dummheit wenig Zeit und in sozialen Medien noch weniger", so der Bundestrainer auf der Pressekonferenz vor dem Aufeinandertreffen mit Serbien am Donnerstag (ab 20:45 Uhr im LIVE-Ticker>>>).
"Früher musste man einen Leserbrief schreiben"
Soziale Medien hätten die Hemmschwelle für das Absondern von teils menschenverachtenden Äußerungen deutlich gesenkt.
"Früher durfte auch jeder seine Meinung sagen, aber wenn man es früher öffentlich machen wollte, musste man einen Leserbrief schreiben. Da hat man einen Füller geholt, hat ihn aufgeschraubt, musste einen Brief schreiben, hat eine Briefmarke und einen Umschlag gebraucht. Bis er im Briefkasten war, war man gar nicht mehr sauer", so Klopp.
Das Zusammenleben im DFB-Camp könnte "großartiger nicht sein", erklärt der 59-Jährige weiters.
Grundsätzlich müsste sich "die ganze Welt ein Beispiel an einer Sportumkleide nehmen. Da wird jeder aufgrund der richtigen Tatsachen respektiert und nicht aufgrund der falschen Meinung diskreditiert."