Nach Drittliga-Absturz: Leicester City steht zum Verkauf
Die "Foxes" haben zwei bittere Jahre hinter sich. Nun könnte der Verein für mehr als 200 Millionen Euro verkauft werden.
Der englische Traditionsklub Leicester City steht offenbar zum Verkauf.
Das berichtet die "BBC". Demnach haben die thailändischen Eigentümer eine US-Investmentbank damit beauftragt, bei der Suche nach einem neuen Besitzer zu helfen.
Der Wert des Klubs, der innerhalb weniger Jahre vom Premier-League-Meister bis in die Drittklassigkeit abgestürzt ist, wird auf rund 200 Millionen Pfund (etwa 234 Millionen Euro) geschätzt.
Aufstieg und Premier-League-Titel
Das Duty-Free-Unternehmen King Power, das von der Familie Srivaddhanaprabha geführt wird, hatte Leicester 2010 als Zweitligisten für 35 Millionen Pfund übernommen.
Nur sechs Jahre später schrieb der Klub Fußballgeschichte: Angeführt von Jamie Vardy, Ex-ÖFB-Teamkapitän Christian Fuchs und dem deutschen Innenverteidiger Robert Huth stürmten die "Foxes" als krasser Außenseiter sensationell zum Premier-League-Titel.
2019 kam Vereinsbesitzer Vichai Srivaddhanaprabha bei einem Hubschrauberabsturz ums Leben. Sein Sohn Aiyawatt übernahm daraufhin den Vorsitz. Zwei Jahre später folgte mit dem Gewinn des FA Cups ein weiterer Höhepunkt.
Finanzielle Schwierigkeiten
Danach geriet Leicester jedoch zunehmend in finanzielle Schwierigkeiten. Die Corona-Pandemie und sinkende Einnahmen führten dazu, dass die Eigentümer weniger in den Klub investierten.
Nach dem ersten Abstieg gelang zwar der direkte Wiederaufstieg, doch nach zwei turbulenten Jahren folgte der nächste Absturz – diesmal bis in die League One.