Marsch über ManCity-Causa: "Jeder wusste davon"
Der kanadische Teamchef hat eine klare Meinung zu den Vorgängen beim Liga-Krösus der Premier League.
Die Causa um die Finanzverstöße von Manchester City hält den Fußball weiter in Atem.
Am Freitag legten die "Skyblues" offiziell Berufung gegen den Schuldspruch der Premier League ein. Der Ausgang ist offen.
Marsch: "City sollte absteigen müssen"
Für den früheren Salzburg-Coach und nunmehrigen kanadischen Teamchef Jesse Marsch ist klar, wie es weitergehen soll. Gegenüber dem "Guardian" spricht er sich klar für scharfe Sanktionen gegen die "Citizens" aus: "Ich finde, ManCity sollte streng bestraft werden. Ich finde, sie sollten absteigen müssen."
Dass es Unstimmigkeiten beim Finanzgebaren des zehnfachen englischen Meisters gab, sei zudem kein Geheimnis gewesen. "Jeder wusste davon" so Marsch.
"Wollt ihr mich verarschen?"
Der frühere Leeds-Trainer verdeutlicht: "Im Sommer 2022 waren wir (Leeds, Anm.) und ManCity die einzigen Vereine, die angaben, Geld verdient zu haben. Wir haben tatsächlich Geld verdient, weil wir Raphinha und Kalvin Phillips (an City, Anm.) verkauft haben."
Damals habe man bei Leeds finanziell kürzer treten müssen, daher sei kein großer Teil der Transfereinnahmen reinvestiert worden, so Marsch sinngemäß. Man habe es sich finanziell "nicht erlauben können, nicht zu sparen. Unsere Eigentümer verfügten nicht über große finanzielle Mittel", schildert der 52-Jährige.
Als ManCity damals hingegen seinerseits Ähnliches behauptete, habe er sich buchstäblich gedacht: "Wollt ihr mich verarschen? Soll das ein Witz sein?"
Unstimmigkeiten waren bekannt
Als die "Skyblues" meinten, sie hätten Erling Haaland "für 52 Millionen Pfund geholt, dachte ich mir: 'Ja, klar, sicher!' Ich wusste also, dass da Unstimmigkeiten waren, aber was soll man machen?", zuckt er mit den Schultern.
Da bliebe einem nur, so der US-Amerikaner sarkastisch, "man zuckt einfach mit den Schultern und sagt: 'So ist Fußball eben'".