WM-Zuschauer Grüll: "Letzte Saison war nicht gut genug von mir"
Die Endrunde verfolgte er als Zuschauer. In dieser Saison liefert Marco Grüll Scorerpunkte am laufenden Band - und will es Ralf Rangnick so weiter schwer machen.
ÖFB-Legionär Marco Grüll zeigt bei Werder Bremen bisher eine bärenstarke Saison: Acht Scorerpunkte (zwei Tore, sechs Vorlagen) in sechs Saison-Einsätzen lautet seine Zwischenbilanz.
Zuletzt wurde er von Teamchef Ralf Rangnick dafür mit der Rückkehr ins ÖFB-Team belohnt und stand im ersten Nations-League-Spiel gegen Israel sogleich in der Startelf und kam im abschließenden Duell mit dem Kosovo zu einem knapp halbstündigen Joker-Einsatz.
Rangnick-Erklärung "hätte nichts geändert"
Gerne wäre Grüll auch zur WM im Sommer mitgefahren: "Natürlich wäre ich gerne dabei gewesen. Jeder Spieler träumt davon, bei einer Weltmeisterschaft dabei zu sein", sagt er in einem aktuellen Interview mit der "Deichstube". Doch der Offensivspieler fand keinen Platz in Rangnicks Auswahl. "Das war natürlich nicht schön", bestätigt der 28-Jährige.
Für die Entscheidung zeigt er aber Verständnis: "Die vergangene Saison war einfach nicht gut genug von mir." Rangnick habe ihm seine Entscheidung auch gar nicht ausführlich erklären müssen, so Grüll. "Weil es an der Situation nichts geändert hätte, ich war nicht dabei", erklärt er.
Grüll will "weiter Gas geben"
Dass er nach seinem 45-minütigen Startelf-Auftritt gegen Israel in den beiden folgenden Spielen (Kosovo und Irland) keine weitere Spielzeit mehr bekam, habe ihn natürlich nicht gefreut: "Jeder Spieler will spielen". Für ihn ist aber klar: "Ich werde weiter Gas geben und versuchen, meine Leistung zu bringen. Vielleicht bekomme ich beim nächsten Mal wieder mehr Spielzeit."
Das hat schließlich bei seinem Klub Werder Bremen in dieser Saison auch bestens funktioniert. Am Samstagnachmittag kann Grüll beim Heimspiel gegen Paderborn weitere Argumente für Teamchef Rangnick liefern (ab 15:30 Uhr im LIVE-Ticker>>>).