Hoeneß über Lennart Karl: "Werde ernstes Gespräch mit ihm führen"
Der Ehrenpräsident der Bayern mahnt den Bayern-Youngster zu Demut.
Bayern Münchens Ehrenpräsident Uli Hoeneß sorgt mit einer Aussage zu Lennart Karl für Aufsehen. Im Interview mit der "Welt am Sonntag" kritisierte er den extravaganten Lebensstil des 18-jährigen deutschen Mittelfeldspielers.
"Ich habe mir vorgenommen, ein ernstes Gespräch mit ihm zu führen. Er ist noch lange kein Superstar, junge Spieler brauchen Demut", so der 74-Jährige.
Dabei schwingt die Sorge mit, dass Karl nach seinem Senkrechtstart in der Vorsaison die Lobeshymnen zu Kopf gestiegen sein könnten. "Junge Spieler brauchen auch Druck. Ich weiß nicht, ob es Lennart Karl guttut, wenn man ihn nur in den Arm nimmt."
Immerhin habe das zweifellos große Talent noch einen weiten Weg zum absoluten Durchbruch vor sich. "Vergleiche mit Olise tun ihm offensichtlich nicht gut, da liegen noch Welten dazwischen", ist Hoeneß überzeugt.
Eberl nimmt Karl in Schutz
In dieser Saison läuft es beim Bayern-Teenager noch nicht so ganz, in neun Pflichtspielen kommt er gerade mal auf 267 Minuten Einsatzzeit, immerhin hat er schon ein Tor und eine Vorlage zu Buche stehen.
Von Sportvorstand Max Eberl wurde Karl zuletzt öffentlich in Schutz genommen, für so einen jungen Spieler seien Aufs und Abs völlig normal.
Er werde sein Niveau sicherlich wieder erreichen, so Eberl über den Mittelfeldakteur, der bei der WM im Kader der deutschen Nationalmannschaft stand, dann aber schon vor dem ersten Spiel verletzt abreisen musste.