Er ist erfolgreich, der Start in die Ligaphase des FC Salzburg.
Gegen Levski Sofia gibt es auswärts einen knappen 1:0-Erfolg (zum Spielbericht >>>) - der Trainer Danny Röhl zufrieden stellt: "Im ersten Europa-League-Auswärtsspiel so aufzutreten, stimmt mich sehr positiv", sagte er im Interview bei "Sky".
Gegen eine Mannschaft, die viel über ihren Ballbesitz komme, habe man sehr gut gepresst, so Röhl: "Wir haben ihnen nicht die Möglichkeit gegeben, ihr Spiel vollends zu entfalten."
Der schlussendlich entscheidende Treffer fiel bereits vor der Pause, Haris Tabakovic verwertete einen abgefälschten Pass eiskalt, zuvor setzte Bartosz Mazurek Dominik Schmid ganz stark ein. "Oftmals ist es dieses Näschen, dieses schnelle Reagieren", sagte Tabakovic bei "Sky", er hatte das Näschen, das gefragt war. Für ihn war es der erste Treffer in einer Europacup-Ligaphase. "Natürlich bedeutet mir das etwas, jedes Tor bedeutet mir etwas", meinte er etwas unbeeindruckt.
"Können sie vorher killen"
In der zweiten Hälfe hatte Salzburg Möglichkeiten, den Sack zuzumachen - und ließ sie ungenutzt. Das war den Beteiligten klar. Der Killerinstinkt habe in manchen Momenten gefehlt, sagte Trainer Röhl. "Es gibt dann doch ein paar Situationen, wo man sie vorher killen kann", meinte auch Tormann Christian Zawieschitzky.
Er ist der jüngste Stammkeeper in der Europa League ("Das habe ich am Anfang nicht einmal gewusst"), wurde gerade erst ins Nationalteam einberufen ("Anscheinend war das eine gute Woche. Ich schätze es sehr wert, ich bin sehr dankbar, dass ich das alles erleben darf. Aber ich überbewerte es nicht."), und er blieb in Sofia ohne Gegentor.
Lob an zwei Duos
"Wir haben gelitten, als Mannschaft in einem Hexenkessel gekämpft", sagte Tabakovic zur zweiten Hälfte, als der Gegner mit den Fans im Rücken ordentlich Druck machte. Gelitten hätten die Spieler vor ihm mehr als er, fügte Zawieschitzky an. "Sie haben es brutal stark gemacht, und sich mit einem Sieg belohnt."
Dass man sich defensiv sattelsicher präsentiert hatte, freute den Trainer besonders. "Wir haben es verstanden, auch mal in einem tieferen Block wegzuverteidigen. Das ist auch ganz wichtig für Europa, das war diese Woche auch Thema." Weil Besprochenes in besagtem Hexenkessel ("Röhl: "Das war sehr schön heute, so eine Atmosphäre zu haben, das hat Spaß gemacht für alle Beteiligten.) auch umgesetzt wurde, konnte Salzburg auch eine Powerplay-Phase von Levski überstehen.
Von Tabakovic gab es Extralob für die Innenverteidiger Kevin Boma und Tim Drexler: "Kev und Tim haben hinten einen super Job gemacht, die haben alles verteidigt, auch die vielen Flanken - chapeau!"