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"Vollgas" - Sturm will bei den Hearts nichts anbrennen lassen

Nach dem klaren Hinspiel-Sieg warnt Trainer Ingolitsch seine Mannschaft trotz der guten Ausgangslage - vor allem ein frühes Gegentor soll vermieden werden.

"Vollgas" - Sturm will bei den Hearts nichts anbrennen lassen Foto: © GEPA

Bei der ersten Europacup-Dienstreise des Jahres soll möglichst keine Spannung mehr aufkommen.

Sturm Graz möchte den 4:0-Vorsprung aus dem Hinspiel gegen Heart of Midlothian über die Ziellinie bringen und mit dem Aufstieg in die 3. Runde der Qualifikation zur Fußball-Champions-League die sechste Teilnahme an einem Europacup-Hauptbewerb in Folge fixieren.

"Die Ausgangslage ist gut, vielleicht sehr gut, aber es ist noch lange nicht vorbei", warnte Trainer Fabio Ingolitsch.

Prickelnde Atmosphäre in Schottland erwartet

Nach dem überraschend deutlichen Sieg in Graz wappnet sich Österreichs Vizemeister für eine Reaktion der Schotten im gut 20.000 Zuschauer fassenden Tynecastle Park in Edinburgh.

"Es wird ein Riesenfokus darauf sein, die Mannschaft mental richtig auf das Spiel vorzubereiten. Wir werden in einem Stadion spielen, das rappelvoll ist, das atmosphärisch-akustisch richtig viel mit sich bringt", vermutete Ingolitsch vor der Begegnung am Dienstag (20.45 Uhr im Liveticker).

Die Hearts befinden sich nach der sensationellen Vorsaison, die beinahe im Meistertitel gemündet hätte, im Umbruch. Das zeigte sich in Graz, wo der schottische Vizemeister keine vier Tore schlechter war, sondern Sturm vielmehr höchst effizient. "Wenn wir vier Tore schießen können, können sie das auch", meinte Ingolitsch.

Nächster Gegner könnte Fenerbahce heißen

Er forderte von seiner Mannschaft, die Montagfrüh Richtung Schottland abhob, volle Konzentration ein. "Da darfst du nicht in Gefahr laufen auf ein oder zwei schnelle Tore, weil sonst kannst du noch richtig in Probleme kommen. Wir wollen unser großes Ziel erreichen, die Hearts auszustechen."

"Wir spielen auf Sieg und schauen, dass wir von der ersten Minute an Vollgas spielen. Dann werden wir die nächste Runde erreichen", kündigte Neuzugang Simon Seidl an, der beim souveränen 3:0-Cupaufstieg gegen den Regionalligisten Seekirchen erstmals traf.

"Es ist nur Halbzeit, es gibt noch ein Spiel. Hoffentlich gewinnen wir auch dieses", meinte Mittelfeldabräumer Ryan Fosso. Gelingt der Aufstieg, wartet als vorletzte Aufgabe vor der Königsklasse der Sieger des Duells von Fenerbahce mit Gornik Zabrze. Der Großklub aus Istanbul siegte im Hinspiel gegen die Polen zu Hause 1:0.

Ausgangslage klar

Sturm hat noch nie einen Vier-Tore-Vorsprung nach einem Europacup-Hinspiel verspielt. Zugegeben: Allzu oft kam diese Situation nicht vor. 1998 wurde Ujpest Budapest in der 2. Qualifikationsrunde zur Champions League zunächst 4:0 geschlagen, ehe Mario Haas, Hannes Reinmayr und Kollegen in Ungarn einen 3:2-Sieg folgen ließen.

Nun reist Sturm mit der vielversprechendsten Ausgangslage seit dem Conference-League-Sechzehntelfinale 2024 gegen Slovan Bratislava für ein Rückspiel in die Fremde. Da ließen die Grazer nach einem 4:1 zuhause nichts mehr anbrennen und siegten auch in der Slowakei 1:0.

Mahnende Beispiele im Europacup sind insgesamt rar gesät, es gibt sie aber - selbst auf größter Bühne: 2017 gelang dem FC Barcelona das Wunder im Champions-League-Achtelfinale. Nach einem 0:4 im Hinspiel bei Paris Saint-Germain schafften die Katalanen im heimischen Camp Nou dank eines 6:1 noch die Wende.

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