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NEWS
Nach Schopp: Auch Zaric schießt gegen Österreichs Schiedsrichter
Der Trainer des SCR Altach schließt sich der Kritik von Markus Schopp an. Gleich zwei Szenen trieben ihn am Samstag zur Weißglut.
Die Leistungen Österreichs Schiedsrichter sind nach wie vor ein heißes Thema in der ADMIRAL Bundesliga.
Am Freitag setzte Markus Schopp nach dem Wadenbeinbruch von Paul Komposch bereits zur Wutrede an >>>
Am Samstag legte Ognjen Zaric nach. Nach dem 1:1 gegen die SV Ried (Spielbericht >>>) redet sich der Altach-Cheftrainer im "Sky"-Interview seinen Frust von der Seele.
Ausgangspunkt für Zarics Wut war das harte Einsteigen von Ried-Verteidiger Samuel Chukwudi gegen Mike-Steven Bähre nach rund einer Stunde. Chukwudi ging frontal mit gestrecktem Bein in seinen Gegenspieler rein, spielte allerdings auch den Ball. Schiedsrichter Julian Schnur beließ es bei Gelb.
"Es ist eine ganz klare Rote Karte, die nicht gegeben wird. Das ist für mich eher Dunkelrot als sonst was. Ich kann das absolut nicht verstehen", ärgert sich Zaric.
Zaric: "Müssen schauen, dass wir genügend Ärzte dabei haben"
Schon während des Spiels war Zaric der Frust über die ausbleibende Rote Karte anzusehen. "Ich war emotional, weil es verletzungsgefährdend gegenüber dem Spieler ist. Da schließe ich mich den Worten vom Kollegen Schopp (Hier nachlesen >>>) an. Wir haben einen VAR. Warum greift der VAR nicht ein?"
Der Altach-Trainer betonte mehrere Male, dass dies keine direkte Kritik an Schiedsrichter Julian Schnur sein soll. Viel mehr nehme er den VAR und die Gesamtheit der österreichischen Schiedsrichter ins Visier.
"Es geht um eine Gesamtsache, die besser werden muss im österreichischen Fußball." Spieler müssen mehr geschützt werden, so Zaric. Wenn das nicht passiere, dann "müssen wir schauen, dass wir genug Ärzte dabei haben", meint der Altach-Trainer nur süffisant.
Auch ausbleibender Elfmeterpfiff ärgerte Zaric
Es war übrigens nicht die einzige Szene, die Zaric an diesem Abend ärgerte. Auch der ausbleibende Elfmeterpfiff nach einem vermeintlichen Foul an Lukas Jäger in der Nachspielzeit passte dem Altach-Coach nicht.
"Das ist Elfmeter. Das muss man ganz ehrlich sagen. Für den Schiedsrichter ist es vielleicht schwierig zu sehen, aber warum wird da nicht Elfmeter gegeben? Das muss mir jemand erklären und da muss ich meine Spieler und den Verein schützen. Ich kann das nicht nachvollziehen."
So muss sich Altach am Samstag mit "nur" einem Punkt begnügen. Wobei auch dieser länger auf der Kippe stand, immerhin gelang der Ausgleich von Srdjan Hrstic erst in der ersten Minute der Nachspielzeit.
"Es ist sicher ein verdienter Punkt", findet Zaric.
Ried: Während und nach dem Spiel "ruhig"
Ried-Cheftrainer Mario Despotovic hat hingegen "das vielleicht ruhigste Spiel" seiner Mannschaft "in den letzten Monaten" gesehen. "Man hat gemerkt, dass drei Spiele in einer Woche etwas Außergewöhnliches ist, deshalb war das Tempo auch ein bisschen weniger."
"Wir haben 16 Punkte. Das ist etwas, was stabil ist. Wir sind auf einem guten Kurs, das ist okay", so Despotovic.
Was Despotovic zur Kritik von seinem Gegenüber Ognjen Zaric zu sagen hat? "Ich bin kein Typ, der Schiedsrichterleistungen bewertet oder darüber öffentlich spricht. Das ist nicht mein Job."