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Lustenau nach Heim-Klatsche: "Tiki-Taka geht nicht!"

Der Aufsteiger erlebt den ersten herben Dämpfer in dieser Bundesliga-Saison. Dennoch will niemand Trübsal blasen, während die WSG auch nur verhalten jubelt.

Lustenau nach Heim-Klatsche: "Tiki-Taka geht nicht!" Foto: © GEPA

Der SC Austria Lustenau hat am Freitagabend den ersten herben Dämpfer in dieser Bundesliga-Saison einstecken müssen. Vor den eigenen Fans kassierte der Aufsteiger gegen die WSG Tirol eine 0:4-Klatsche (Spielbericht >>>).

Hatte man am vergangenen Wochenende noch das Gefühl, dass beim Unentschieden gegen Sturm Graz sogar noch mehr drin gewesen wäre, gab es nun einen knallharten Realitätscheck.

Das sah auch Trainer Markus Mader bei "Sky" so: "Die Erwartungshaltung war durch die Partien davor sehr hoch, weil wir da gut performt haben." Doch wenn es dann mal nicht so laufe, wie man sich das vorstelle, würden auch schnell mal die Grenzen aufgezeigt werden.

Trotz "richtig schlechter" Leistung keine Panik

Dabei sei man nicht schlecht in die Partie gekommen, habe in den ersten 25 Minuten noch alles im Griff gehabt.

"Aber dann haben wir den Spielplan insofern verlassen, als dass wir das Spiel mit dem Ball falsch aufgezogen haben. Wir haben auf einmal Tiki-Taka gespielt, mit einem Kontakt von hinten rauskombiniert - und das geht nicht, dann hast du einen Ballverlust", so der Trainer.

Auch die Spieler stießen ins selbe Horn. Für Kapitän Dion Kacuri waren gute Phasen dabei, aber es sei alles ein wenig halbherzig gewesen. Danilo Soares meinte, man habe den Plan des Trainers nicht gut umgesetzt.

"Der Gegner hat es gut gemacht und unsere freien Räume gut genutzt, aber wir haben auch richtig schlecht gespielt", sagte der brasilianische Verteidiger.

Dennoch herrscht in Lustenau nach der Pleite keine Panik, die Niederlagen würden zur Entwicklung dazugehören, daraus lerne man am meisten.

"Wir werden das aufarbeiten und uns ansehen, wo wir die Hebel ansetzen müssen, damit wir nicht wieder in so eine Schlappe hineingeraten", zeigte sich Mader zuversichtlich.

Semlic steigt auf Euphoriebremse

Anders war die Stimmung naturgemäß bei der WSG Tirol, die mit dem ersten Saisonsieg den letzten Tabellenplatz verließ.

Dennoch warnte Coach Philipp Semlic vor überzogener Euphorie in Wattens: "Ich will schon die Kirche im Dorf lassen. Es war eine gute Leistung, aber du kriegst am Ende auch nur drei Punkte."

Man sei nach wie vor in einem Entwicklungsprozess, um die Spielanlage der letzten Saison etwas weiterzuentwickeln, das nehme einfach Zeit in Anspruch.

Dennoch sei der Sieg befreiend und hochverdient, man sei immer besser ins Spiel hineingekommen. "Wir waren gut mit dem Ball, aber das Wichtigste ist, dass wir gut gegen den Ball waren, was unsere Basis sein muss. Es freut mich sehr, dass wir heute zu Null gespielt haben, weil das immer die Basis für den Erfolg ist", so Semlic.

Individuelle Highlights für Striednig und Oswald

Nicht nur für die Mannschaft an sich war der Abend erfreulich, auch individuell wurden Highlights erlebt. So erzielte Neuverpflichtung Marc Striednig, der von Liefering kam, mit dem Treffer zum 3:0 sein erstes Bundesliga-Tor.

"Es ist ein unglaubliches Gefühl, im dritten Spiel mein erstes Tor zu schießen, und das Ganze dann auch noch mit einem Sieg zu krönen. Wir waren mutig mit dem Ball und haben gut nach vorne gespielt, gleichzeitig den Gegner laufen lassen, und waren auch effizient", zeigte sich der 20-Jährige rundum zufrieden.

Und auch für Rapid-Leihgabe Moritz Oswald war es ein schöner Abend, immerhin wurde er erst am Montag bei der WSG vorgestellt und stand dann gleich in der Startelf.

Wichtig sei für ihn einfach, in einem familiären Umfeld Spielzeit zu bekommen. "Ich bin überglücklich, dass ich erstmals seit gefühlt einem Monat wieder spielen darf." Und wenn das Spiel dann gleich 4:0 ausgehe, sei es umso erfreulicher.

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