NEWS

Es wird mehr Fußball gespielt in Österreich

Die Regeländerungen in der ADMIRAL Bundesliga sorgen für deutlich mehr Netto-Spielzeit in den Bundesliga-Spielen. Auch die Unterbrechungen werden immer weniger.

Es wird mehr Fußball gespielt in Österreich Foto: © GEPA

In der Saison 2026/27 wurden in der ADMIRAL Bundesliga zahlreiche Regeländerungen eingeführt.

Bei Einwürfen und Abstößen gibt es einen Fünf-Sekunden-Countdown, Auswechslungen dürfen maximal zehn Sekunden dauern und nach Behandlungen am Feld muss der Spieler eine Minute draußen warten.

Nach zehn Spieltagen hat die Datenbank "Opta" die ersten Ergebnisse veröffentlicht.

Nettospielzeit steigt

Nettospielzeit steigt
Der Trend, wie lange der Ball wirklich rollt, geht nach oben.
Foto: ©Datenquelle: Opta

Im Vergleich zu den letzten drei Saisonen sieht man laut Opta einen deutlichen Anstieg der Nettospielzeit. Um mehr als vier Minuten länger rollt der Ball in Österreich.

"Der Spielfluss hat sich insgesamt beschleunigt. Die neuen Regeln werden daher auch von den Spielern und Trainern positiv aufgenommen“, zieht Markus Hameter, Vorsitzender des ÖFB-Expertenkomitees für IFAB-Spielregeln, ein positives Fazit gegenüber "Sky Sport Austria".

Auch in anderen Ligen Europas sehe man hier einen positiven Trend.

Weniger Behandlungen am Feld

Weniger Behandlungen am Feld
Spieler lassen sich wegen der neuen Regel weniger oft behandeln.
Foto: ©Datenquelle: Opta

Wird ein Spieler am Feld behandelt, muss dieser vom Feld und draußen eine Minute warten. Dadurch bleiben die Spieler weniger oft liegen und stehen von selbst wieder auf.

Ausnahmen sind hier Verletzungen von Torhütern, Kopfverletzungen oder Behandlungen nach einem Gelb- bzw. Rotfoul. 2025/26 gab es im Schnitt 1,6 Behandlungspausen pro Spiel, in dieser Saison nur mehr 0,5.

"Wir merken bei dieser Regel eine markante Veränderung: Dass Spieler Verletzungen vortäuschen, das haben wir nicht mehr", so Hameter.

Deutlich weniger Verletzungs-Unterbrechungen

Deutlich weniger Verletzungs-Unterbrechungen
In der Saison 2026/27 wird viel weniger Spielzeit aufgrund von Behandlungen verloren.
Foto: ©Datenquelle: Opta

Am stärksten ist der Rückgang der insgesamt verlorenen Zeit durch Behandlungspausen.

Die Dauer aller Verletzungsunterbrechungen zusammen betrug vergangene Saison mehr als siebeneinhalb Stunden. Rechnet man hingegen die Zahlen für 2026/27 auf die gesamte Spielzeit hoch, kommen nur mehr zweieinhalb Stunden zusammen.

Die Zahlen gehen also in die gewünschte Richtung, der Spielfluss hat merklich zugenommen.

Kommentare