Behounek mit Seitenhieb gegen Renner und Silberberger
Der WAC-Verteidiger teilt nach der Niederlage gegen Hartberg richtig aus. Manfred Schmid betont, dass er kein Magier ist.
Spiel eins unter Neo-Coach Manfred Schmid ging für den WAC auswärts beim TSV Hartberg knapp verloren!
Die Wolfsberger mussten sich spät durch ein Tor von Konstantin Schopp mit 0:1 geschlagen geben. Vor allem im ersten Durchgang zeigte man sich zumindest in der Defensive stark verbessert. Zum Spielbericht >>>
Behounek teilt aus
Wie hart die letzten Wochen im Lavanttal aber waren, zeigte sich beim "Sky"-Interview von Raffael Behounek. Der Innenverteidiger teilte sowohl gegen Ex-Kollege Rene Renner als auch Trainer Thomas Silberberger aus.
Auf die Frage ob der Linksverteidiger der Mannschaft aktuell fehlen würde, antwortete er trocken: "Kein bisschen, nein. Das lasse ich so stehen, aber er fehlt kein bisschen. Mehr will ich dazu auch nicht sagen."
Auch mit seinem Ex-Coach war er wohl unzufrieden. Vor allem wegen seiner Positionierung auf dem Feld. Schmid beorderte ihn nun von rechts nach innen: "Ich habe nie wo anders gespielt. Es hat mich doch sehr verwundert, dass ich auf der rechten Seite herumgeschwirrt bin. Deswegen bin ich froh, dass ich wieder im Zentrum spiele. Die Spielweise, dass wir kompakter stehen, liegt der Mannschaft auch mehr."
"Bin Fußballtrainer und kein Magier"
Auch wenn der WAC beim Schmid-Comeback erneut mit leeren Händen dastehen, lässt sich dennoch Positives von der Leistung abgewinnen.
"Mit der ersten Hälfte können wir zufrieden sein, in der zweiten Hälfte waren wir nur Passagier. Das ist dann eine mentale Geschichte, wenn du so lange ohne Erfolgserlebnis bist. Sowas dauert. Ich bin Fußballtrainer und kein Magier. Aber ich weiß schon, dass viel zu tun ist", so der Neo-Cheftrainer.
Ähnlich sah das auch Behounek: "Wir haben zumindest mal keine drei oder vier Tore bekommen. Die Null ist lange gestanden. Vor allem in der ersten Hälfte haben wir wenig zugelassen und mit ein bissl Glück fällt mal einer rein."
Der Weg aus der Krise
Jetzt heißt es, weiterarbeiten und über Erfolgserlebnisse das fehlende Selbstvertrauen wieder herzustellen.
"Das geht nur durch gemeinsame harte Arbeit. Wir brauchen Trainingsarbeit, wollen mutiger auftreten und dann bin ich überzeugt, dass wir was verändern können", gab Schmid die Richtung vor.
Im Lavanttal bleibt man in jedem Fall optimistisch: "Es stimmt mich aber positiv. Das war von hinten bis vorne ein grundsolider Auftritt und das braucht es, um in der Liga zu bestehen", so Behounek.
Nächster Gegner ist Zweitligist Hertha Wels im UNIQA ÖFB-Cup. In der Liga empfängt man am Sonntag den SK Sturm Graz.