Endstand
1:1
1:1 , 0:0
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Abstiegskampf? Die harte Realität der Wiener Austria

Sechs Spiele ohne Sieg, vorletzter Tabellenplatz: Die Austria steckt tief in der Krise. Aleksandar Dragovic findet deutliche Worte und spricht offen vom Abstiegskampf.

Abstiegskampf? Die harte Realität der Wiener Austria Foto: © GEPA

Austria Wien wartet mittlerweile seit sechs Partien in der ADMIRAL Bundesliga auf einen Sieg.

Der Spielbericht der Austria gegen die WSG

Auch unter Neo-Trainer Uhlig bleibt die erhoffte Trendwende zumindest mit Blick auf die Ergebnisse bislang aus.

Dabei zeigten die Veilchen in den vergangenen beiden Spielen gegen Hartberg und Rapid noch deutlich verbesserte Leistungen. Gegen die WSG Tirol war davon allerdings wenig zu sehen.

Vor allem in der ersten Hälfte fanden die Wiener kaum Zugriff auf die Partie und konnten froh sein, nach 40 Minuten lediglich mit 0:1 zurückzuliegen.

"Für Austria Wien ist das zu wenig"

Auch Aleksandar Dragovic zeigte sich im "Sky"-Interview mit dem Auftritt seiner Mannschaft unzufrieden: "Wir sind nicht gut ins Spiel gekommen und sind so in Rückstand geraten.“

Nach einem Eckball gelang den Veilchen schließlich der etwas überraschende Ausgleich. Dragovic selbst sorgte für das 1:1, hätte seinen Treffer aber lieber gegen einen Sieg eingetauscht. "Es ist egal, wer die Tore schießt. Hauptsache, wir machen sie“, betont der Routinier.

Am Ende blieb jedoch nur ein Punkt, mit dem sich der 35-Jährige nicht zufriedengeben will: "Für Austria Wien ist das zu wenig.“

In Hälfte zwei verbessert

Nach dem Ausgleich fanden die Veilchen besser in die Partie und gestalteten das Spiel zunehmend ausgeglichener.

Vor allem nach dem Seitenwechsel sah Dragovic seine Mannschaft dem Sieg "ein bisschen näher als Wattens“, nicht zuletzt aufgrund des Lattenschusses von Valentino Müller.

Wenn man sich in so einem Negativstrudel befindet, dann sind es halt genau die Zentimeter, die fehlen.

Valentino Müller

Für Müller, der erstmals gegen seinen Ex-Verein auflief, steht die vergebene Chance sinnbildlich für die aktuelle Negativserie: "Es sind oft Zentimeter, die im Fußball entscheiden. Und wenn man sich in so einem Negativstrudel befindet, dann sind es halt genau die Zentimeter, die fehlen.“

"So viele Punkte" passen gerade nicht

Damit geht die Austria mit lediglich acht Punkten aus zwölf Spielen auf dem vorletzten Tabellenplatz in die letzte Länderspielpause des Jahres. Die sportliche Krise hält weiter an, und auch Dragovic macht sich angesichts der Tabellensituation keine Illusionen mehr.

"Es sind so viele Punkte, die gerade bei der Austria nicht passen, ohne dass ich jetzt ins Detail gehen will. Wir sind auf dem vorletzten Platz. Jeder, der gedacht hat, dass wir unter die Top sechs kommen, der ist fehl am Platz. Wir sind im Abstiegskampf. Von dem her müssen wir jetzt so schnell wie möglich auf uns und unsere Leistungen schauen.“

Damit ist für den Routinier klar, dass Anspruch und Wirklichkeit derzeit weit auseinanderliegen: "Es ist natürlich viel zu wenig für die Ansprüche der Wiener Austria.“

Austria vor großen Herausforderungen

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Interimscoach Max Uhlig ist nach drei Spielen noch ohne Sieg.
Foto: ©GEPA

Auch Interimstrainer Uhlig sieht seine Mannschaft derzeit vor großen Herausforderungen.

Selbst einfache Abläufe kosten die Veilchen aktuell viel Kraft, wie der Coach erklärt: "Wir müssen uns die Dinge derzeit extrem hart erarbeiten. Wir brauchen für alles zwei, drei Aktionen mehr als normalerweise. Alles, was sonst leicht von der Hand geht, ist jetzt genau umgekehrt und sehr schwierig.“

Ich bitte einfach um Verständnis, dass ich jetzt gerade zwei Wochen da bin und mich Themen wie Abstiegskampf oder Top sechs einfach gar nicht interessieren.

Maximilian Uhlig

Während Dragovic bereits offen vom Abstiegskampf spricht, will sich Uhlig mit der Tabellensituation vorerst nicht näher beschäftigen. Für den Interimstrainer steht die sportliche Entwicklung seiner Mannschaft im Vordergrund.

"Ich bitte einfach um Verständnis, dass ich jetzt gerade zwei Wochen da bin und mich Themen wie Abstiegskampf oder Top sechs einfach gar nicht interessieren. Ich bin dafür verantwortlich, dass die Mannschaft ihre Leistung am Platz bringt. Dafür bin ich da, und alles andere kann ich jetzt leider nicht bewerten.“

Platz elf "einer Austria nicht würdig"

Besonders bitter ist für die Veilchen, dass sie ihre Leistungssteigerungen gegen Hartberg und Rapid nicht in Punkte ummünzen konnten. Auch deshalb warnt Dragovic davor, angesichts der sportlichen Krise die Nerven zu verlieren.

"Wir haben zweimal gut gespielt und leider nicht die Punkte geholt. Wir müssen weiter an uns arbeiten und dürfen uns nicht verrückt machen lassen, so wie die Medien und alle Leute das jetzt gerne wollen, dass wir uns zerstreiten. Aber natürlich ist es einer Austria nicht würdig, dass wir überhaupt Vorletzter sind.“

"Ich sage ja nicht, dass wir unter den Top drei spielen müssen, was eigentlich auch der Anspruch von Austria Wien sein sollte. Aber wenn man sich unsere finanziellen Mittel anschaut und die der anderen Mannschaften, die oben stehen, dann haben wir dort auch nichts verloren. Dennoch ist es nicht zufriedenstellend, dass wir da hinten drinstehen“, so Dragovic.

Statt um die Spitzenplätze geht es für die Veilchen mittlerweile um den Klassenerhalt. Eine Realität, der sich laut Dragovic alle im Verein stellen müssen: "Wir müssen auch die Wahrheit jetzt akzeptieren, dass wir dieses Jahr gegen den Abstieg spielen.“

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