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DFB ermittelt nach obszöner Baier-Geste

Ausgburgs Kapitän hat sich derweil für sein Verhalten entschuldigt.

DFB ermittelt nach obszöner Baier-Geste Foto: © GEPA

Die obszöne Geste von Augsburg-Kapitän Daniel Baier beim 1:0-Heimsieg gegen RB Leipzig in Richtung Gäste-Coach Ralph Hasenhüttl hat ein Nachspiel. Der DFB-Kontrollausschuss hat ein Verfahren gegen den 33-Jährigen eingeleitet.

Der Spieler stehe "unter Verdacht, sich eines krass sportwidrigen Verhaltens in der Form eines unsportlichen Verhaltens schuldig gemacht zu haben", teilt der DFB mit.

Der Routinier wurde zu einer zeitnahen Stellungnahme aufgefordert.

Laut "Bild" war Baier offenbar auf Anraten seines Klubs schon nach dem Spiel in der Gäste-Kabine, um sich entschuldigen, soll aber hochkant rausgeschmissen worden sein. Via Instagram entschuldigt sich der FCA-Kapitän für sein Verhalten.

Hasenhüttl akzeptiert Entschuldigung nicht

Er habe in der Nacht nach der Partie "kein Auge zugetan", schrieb der 33-Jährige. Er sei "in einer Szene meiner Vorbildfunktion als Kapitän des FCA nicht gerecht geworden", führte er weiter aus. "Aus der Emotion heraus habe ich mich zu einer Geste hinreißen lassen, von der ich selbst nicht weiß, wie ich dazu komme."

Am Mittwoch habe er sich auch bei den eigenen Teamkollegen entschuldigt, "weil nun meine sinnlose Geste die tolle Leistung der Mannschaft in den Hintergrund rücken lässt", wie er schrieb.

Hasenhüttl selbst akzeptiert die öffentliche Entschuldigung von Baier offenbar nicht. "Ich habe ihm nach dem Spiel gesagt, was ich davon halte. Bei aller Emotion, ich habe schon emotionalere Spiele gesehen, Spiele, bei denen es um mehr ging, aber so eine Aktion habe ich noch nie gesehen", sagt der Österreicher. Er müsse sich "nicht alles gefallen lassen, deswegen war mir in dem Moment nicht danach, eine Entschuldigung anzunehmen".

Dennoch sei das Thema für ihn "erledigt", ergänzt Hasenhüttl.

Nach dem gestrigen Spiel habe ich in der letzten Nacht kein Auge zugetan, mir auch die Zusammenfassungen unseres Spiels angesehen und mir viele Gedanken gemacht. Dabei bin ich zu der Erkenntnis gekommen, dass ich in einer Szene meiner Vorbildfunktion als Kapitän des FCA nicht gerecht geworden bin. Aus der Emotion heraus habe ich mich zu einer Geste hinreißen lassen, von der ich selbst nicht weiß, wie ich dazu komme. Dafür entschuldige ich mich bei all denjenigen, die dies als Beleidigung aufgefasst haben. Ich habe mich heute vor dem Training auch bei unserer Mannschaft entschuldigt, weil nun meine sinnlose Geste die tolle Leistung der Mannschaft in den Hintergrund rücken lässt. Ich hoffe, dass auch die Verantwortlichen von RB Leipzig nach einer Nacht anders denken, nachdem ich bereits auf dem Platz und auch später in der Leipziger Kabine versucht habe, mich zu entschuldigen und das Missverständnis aus der Welt zu räumen. Liebe Grüße Daniel

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