WM-Bronze! Dujmovits krönt Comeback

WM-Bronze! Dujmovits krönt Comeback Foto: © getty
 

2018 hat sie ihren Rücktritt vom Snowboard-Sport bekanntgegeben, nun jubelt Julia Dujmovits über eine WM-Medaille!

Die 33-jährige Burgenländerin krönt ihr Comeback mit Bronze im Parallel-Riesenslalom bei der WM in Rogla. Dujmovits setzt sich im Kampf um Edelmetall im kleinen Finale im Österreicherinnen-Duell gegen Claudia Riegler klar mit 1,05 Sekunden Vorsprung durch. Die 47-jährige Salzburgerin muss sich mit Rang vier begnügen.

Olympiasiegerin Dujmovits, die eigentlich 2018 ihre Laufbahn beendet hatte, lag im Halbfinale drei Tore vor dem Ziel schon auf Finalkurs, schied dann aber aus. Sie tröstet sich aber mit ihrer dritten WM-Medaille nach zweimal Silber 2013 und 2015.

"Es ist eigentlich gar nicht zu glauben. Als ich im Ziel war, habe ich echt Tränen in den Augen gehabt, weil es so überwältigend ist nach der langen Zeit", freut sich Dujmovits über ihren Erfolg nach ihrem erst dritten Riesenslalom seit der Rückkehr. Sie habe in den vergangenen Wochen sehr viel am Material und am Set-up gearbeitet und bedankt sich bei Servicemann Manfred.

"Ich bin sehr froh, dass wir das alles hingekriegt haben und das motiviert natürlich viel mehr, vor allem für die nächste Saison. Unglaublich, dass das in der kurzen Zeit jetzt schon möglich war", so Dujmovits, die mit dem 53. Edelmetall für den ÖSV Österreich im "ewigen Medaillenspiegel" nach Anzahl der Medaillen vor Frankreich und USA (je 52x Edelmetall) in Führung bringt.

Gold geht an die Deutsche Selina Jörg, die sich im großen Finale gegen die Russin Sofia Nadyrshina durchsetzt und ihren zweiten WM-Titel im PGS in Folge holt.

Unerwartete Medaille für Dujmovits

Für Dujmovits war es die nicht erwartete Rückkehr aufs Siegespodest. Sie hatte 2018 nach enttäuschenden Olympischen Spielen ihre Karriere beendet und war Anfang Jänner in Scuol nach einer Ellbogenluxation verspätet in ihre Comeback-Weltcupsaison eingestiegen. Vor der WM hatte sich Dujmovits deshalb in der Außenseiterrolle gesehen.

Im Achtelfinale hat sich Dujmovits gegen Sabine Schöffmann durchgesetzt und Riegler kam gegen die Deutsche Carolin Langenhorst nur dank der besseren Qualifikation (7. Platz gegenüber 10.) weiter: Denn im Ziel hatten beide dieselbe Zeit gehabt. Viertelfinalsiege über die jeweils favorisierten Deutschen Ramona Hofmeister (Dujmovits) bzw. Cheyenne Loch (Riegler) haben die insgesamt 53. ÖSV-Medaille bei Snowboard-Titelkämpfen fixiert.

Riegler ging hingegen im Bronze-Duell mit Dujmovits leer aus. "Ich habe mich im ersten Moment sehr geärgert, dass ich ausgerechnet im kleinen Finale keine gute Fahrt mehr hingebracht habe. Eine muss bei der WM Vierte werden, heute war das leider ich. Gratulation an Julie, sie ist ein extrem starkes Rennen gefahren und hat sich die Medaille verdient", sagte die Ex-Weltmeisterin.

Ledecka sagt WM-Start kurzfristig ab

Ihren WM-Start kurzfristig abgesagt hat Olympiasiegerin Ester Ledecka. Sie könne derzeit nicht einmal ihr Snowboard einhändig über dem Kopf halten, erklärte die 24-jährige Tschechin, die ihre Verletzung nicht näher bezeichnete. Ihr Ziel sei es nun, rechtzeitig für das Finale im Ski-Weltcup in Lenzerheide in zwei Wochen bereit zu sein. Ledecka hat einen Olympia- und zwei WM-Titel im Snowboard erreicht sowie den Olympiasieg im Super-G bei den alpinen Rennläuferinnen.

ÖSV-Herren gehen leer aus

Der Sieg geht bei den Herren geht an den Russen Dmitry Loginov, der sich gerade einaml eine Hundertstel vor dem Italiener Roland Fischnaller durchsetzt. Bronze geht mit Andrey Sobolev ebenfalls an Russland.

Bester ÖSV-Mann ist Lukas Mathies, der es als einziger ins Viertelfinale geschafft hat. In diesem muss er sich Sobolev aber beugen und wird Sechster. Überraschend bereits in der Qualifikation ausgeschieden sind Benjamin Karl als 26. und Daniela Ulbing als 24. Sie sind bisher die einzigen ÖSV-Saisonsieger im Weltcup gewesen.

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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