Dujmovits, Karl und Gasser tragen WM-Hoffnungen

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Die ÖSV-Snowboarder wollen bei der am Mittwoch beginnenden WM in der Sierra Nevada ihre Erfolgsserie prolongieren: Seit den Titelkämpfen auf dem Kreischberg 2003 eroberten die Raceboarder immer zumindest eine Goldene.

In Spanien geht Benjamin Karl auf seinen insgesamt fünften Titel in Parallelrennen los. Freestylerin Anna Gasser zählt im Big Air zum Favoritenkreis.

Nach der Premiere auf dem Kreischerg 2015 geht in Andalusien zum 2. Mal eine gemeinsame WM im Snowboard und Ski-Freestyle in Szene.

Der ÖSV ist durch insgesamt 34 Aktive vertreten, 19 von ihnen sind Snowboarder. Sie hatten vor zwei Jahren in der Heimat fünfmal Edelmetall (1-2-2) erobert. Vier Medaillengewinner sind neuerlich dabei: Claudia Riegler als Titelverteidigerin (Parallel-RTL), Julia Dujmovits, Gasser (jeweils Silber) und Karl. Marion Kreiner (beide Bronze) hat ihre Karriere im Sommer 2016 beendet.

Alle drei Sparten mit Medaillenchancen

Nach 27 Podestplätzen im Weltcup (13/7/7) sind die Erwartungen bei Aktiven und Coaches hochgesteckt.

"Der bisherige Saisonverlauf mit einer Rekordanzahl an Podiumsplätzen hat gezeigt, dass unser Team in Spanien sowohl in den Parallelrennen, als auch im Snowboard Cross und in den Freestyle-Bewerben berechtigte Chancen auf Edelmetall hat", erklärte Christian Galler, der Sportliche Leiter für Snowboard im ÖSV.

Eine WM habe zwar eigene Gesetze, betonte er. "Aber wir reisen mit dem Ziel in die Sierra Nevada, in allen drei Sparten um die Medaillen mitzufahren."

Eine Bank

Die Umsetzung dieses Ziels war zuletzt 2009 in Südkorea gelungen. Dort begann auch der "Lauf" von Benjamin Karl. Der Niederösterreicher hat seither bei allen sechs Großereignissen stets zumindest eine Medaille gewonnen. Sierra Nevada 2017 läuft bei dem 31-Jährigen Wahl-Osttiroler unter dem Motto "Project 5".

Derzeit sind Karl und der Kanadier Jasey Jay Anderson mit je vier Titeln die Rekord-Weltmeister. In Spanien will Karl am 14./15. März zum fünften Mal triumphieren.

Gasser ist in dieser Saison nicht nur im Weltcup aktiv. Wegen ihres Engagements bei der Europa-Ausgabe der X-Games in dieser Woche in Norwegen verzichtet die Kärntnerin auf den WM-Slopestyle-Bewerb (Silber 2015) und tritt nur als Weltcupsiegerin im Big Air an. "Wir dürfen dennoch auf eine Ausbeute von drei bis fünf Medaillen hoffen", meinte Galler.

Das Prinzip Limbacher

Die Saison im Ski Cross verlief für die Österreicher bisher nicht ohne Probleme. Weltmeisterin Andrea Limbacher fiel wegen eines Kreuzbandrisses aus, im Weltcup gab es durch Christoph Wahrstötter (2. in Innichen) und Katrin Ofner (3. in Idre) zwei Podestplätze. "Aber wie man bei Andrea Limbacher am Kreischberg gesehen, ist bei einer WM alles möglich", meinte Sabine Wittner, die Sportliche Leiterin im ÖSV.

Den Anfang machen bei der WM die Ski-Freestyler. Die Salzburgerin Melanie Meilinger tritt am Mittwoch in der Buckelpiste an.

Im Ski-Slopestyle hat die erst 16-jährige Tirolerin Lara Wolf als Fünfte die beste Weltcup-Platzierung in dieser Saison erreicht, die Herren um den WM-Vierten Viktor Moosmann und Luca Tribondeau (WM-Siebenter 2015) kamen daran nicht heran. "Lara Wolf hat das Talent, um auch in der Sierra Nevada um einen Finalplatz mitfahren zu können", erklärte Ski-Freestyle-Referent Roman Kuss.

Textquelle: © APA

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