Vierschanzen-Tournee: Der Favoriten-Check

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Bevor das neue Jahr kommt, beginnt die Vierschanzen-Tournee.

Für die Skispringer steht das erste Saison-Highlight an, am Freitag wird mit der Qualifikation in Oberstdorf die 66. Auflage des Klassikers eingeläutet, ehe am Samstag (16:30 Uhr) der erste Bewerb über die Bühne geht. Im neuen Jahr folgen wie gewohnt die Springen in Garmisch-Partenkirchen (1. Jänner), Innsbruck (4. Dezember) und Bischofshofen (6. Jänner).

LAOLA1 blickt im Vorfeld auf den Favoritenkreis – Wer ist der Top-Favorit auf den Goldenen Adler, welche Chancen hat der Titelverteidiger und welcher Österreicher kann um den Sieg mitmischen?

Das sind die Favoriten bei der Vierschanzen-Tournee 2017/18:

RICHARD FREITAG

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Der Deutsche reist als Gesamtweltcup-Führender zur Tournee und ist damit automatisch einer der Top-Favoriten. Freitag konnte in dieser Saison drei von sieben Einzel-Springen gewinnen und stand nur zwei Mal nicht am Podest. Seine schlechteste Platzierung im Olympia-Winter ist bisher ein sechster Platz in Ruka, in den vergangenen fünf Springen wurde er immer Erster oder Zweiter. Diese Konstanz macht den 26-Jährigen, im Vorjahr Gesamt-11., zum heißesten Anwärter auf den Tournee-Sieg. Kann Freitag mit der gesteigerten Aufmerksamkeit und dem erhöhten Druck umgehen, kann er für den ersten deutschen Tournee-Triumph seit 16 Jahren sorgen. Damals gewann Sven Hannawald, nachdem er als erster und bisher einziger Springer alle vier Bewerbe gewann.

ANDREAS WELLINGER

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Auch Freitags Teamkollege und Vize-Weltmeister Andreas Wellinger zählt zu den deutschen Hoffnungen auf den Gesamtsieg. Der Gesamtweltcup-Zweite hat in dieser Saison einen Sieg sowie zwei weitere Podestplätze zu Buche stehen. Ein neunter Platz beim Auftakt in Wisla ist sein bisher schlechtestes Ergebnis, wobei er zwei Mal nach dem ersten Durchgang nicht unter den Top 20 zu finden war und sich erst mit guten Sprüngen im Finale in die Top-Ten rettete. Solche Ausrutscher kann sich Wellinger bei der Tournee nicht erlauben, will er um den Gesamtsieg mitreden. Ob und wie der 22-Jährige, im Vorjahr Gesamt-22., mit der Mitfavoriten-Rolle umgehen kann, bleibt abzuwarten.

DANIEL ANDRE TANDE

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Im Vorjahr stand der Norweger mit Tränen in den Augen im Auslauf der Paul-Außerleitner-Schanze in Bischofshofen. Tande war nach Siegen in Garmisch und Innsbruck als Gesamt-Führender zum Finale gekommen, wo ihm ein Material-Fehler im zweiten Durchgang einen Spitzenplatz und damit den Tournee-Sieg kostete. 2017/18 ist daher Wiedergutmachung angesagt, die Voraussetzungen dafür stimmen. Tande sprang in dieser Saison zweimal aufs Podest, mit dem Team holte er sogar drei Siege. Der letzte Wettkampf in Engelberg verlief für den Gesamtweltcup-Dritten nicht ganz Wunsch, ausgerechnet bei der Tournee-Generalprobe fuhr er mit Rang zehn sein bisher schlechtestes Saisonergebnis ein.

KAMIL STOCH

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Tandes Leid war Stochs Freud, der Pole sicherte sich mit seinem Sieg in Bischofshofen im Vorjahr den Tournee-Gesamtsieg vor seinem Landsmann Piotr Zyla. Stoch weiß also wie man die Tournee gewinnt und hat Freitag, Wellinger und Tande damit etwas voraus. Nach Platz zwei beim Auftakt in Wisla geriet er in Ruka (20.) und Nizhny Tagil (15. und 7.) etwas ins Straucheln, zuletzt in Engelberg sprang der 30-Jährige mit den Rängen zwei und drei aber wieder aufs Podest. Nicht zuletzt deshalb gehört der Gesamtweltcup-Vierte auch in dieser Saison zum Favoritenkreis auf den Tournee-Sieg.

STEFAN KRAFT

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Auch der Salzburger weiß, wie man die Tournee gewinnt. Kraft sorgte 2014/15 für den bisher letzten österreichischen Gesamtsieg. Im Vorjahr gewann der 24-Jährige das Auftaktspringen in Oberstdorf und lag zur Halbzeit auf Rang zwei, ehe ihn ein Virus schwächte und er sich mit Gesamtrang sechs begnügen musste. Nach der "verlorenen" Tournee räumte Kraft alles ab und kürte sich zum Doppel-Weltmeister, Gesamtweltcup- und Skiflugweltcup-Sieger, Raw-Air-Gewinner und Weltrekordhalter. Alleine deshlab zählt er erneut zu den Mitfavoriten auf den Tourneesieg, auch wenn er in diesem Winter noch nicht ganz an die Leistungen der vergangenen Saison anschließen konnte. Mit drei dritten und einem vierten Platz sorgte Kraft für vier von bisher nur sechs ÖSV-Top-Ten-Plätzen und ist damit Österreichs heißestes Eisen im Kampf um den Gesamtsieg.

Neben Kraft, Freitag, Wellinger, Tande und Stoch gibt es noch weitere Springer mit Ambitionen auf den Gesamtsieg. Etwa den Norweger Johann Andre Forfang, der in dieser Saison drei Mal in die Top vier sprang und aktuell auf Rang sechs im Gesamtweltcup liegt. Einen Platz dahinter rangiert der Japaner Junshiro Kobayashi, der überraschend das Auftaktspringen in Wisla gewonnen hat und bei all seinen fünf Starts in dieser Saison in die Top Ten gesprungen ist. Nicht außer Acht lassen sollte man auch Markus Eisenbichler (GER) und Piotr Zyla (POL), im Vorjahr Tournee-Zweiter, auch wenn die Top-Resultate in diesem Winter noch fehlen. Denn im Skispringen entscheiden oft Kleinigkeiten und die Vierschanzen-Tournee hat ihre eigenen Gesetze.

Wer gewinnt die Vierschanzen-Tournee 2017/18?


Textquelle: © LAOLA1.at

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