"Ich bin jetzt einen Schritt weiter"
Doch nach vier Trainingseinheiten - in Seefeld und zuletzt mit dem Team in Garmisch ist der 27-Jährige zuversichtlich. "Ich bin jetzt einen Schritt weiter, um die Trainingsleistungen auch im Wettkampf rüberzubringen", betont Schlierenzauer.
Der Ex-Weltmeister hat in seiner mit 16 Jahren gestarteten Weltcup-Karriere (1. Sieg im Dezember 2006) Serienerfolge gefeiert, zahlreiche Reglementänderungen mitgemacht, zuletzt einige Blessuren und eine Sinnkrise überwunden und sich als Persönlichkeit entwickelt.
Schlieri spürt: Ich bin nahe dran
Die Tournee 2015/16 hatte er abgebrochen ("Da war ich technisch auf dem Tiefpunkt"), die vergangene Auflage verpasste er infolge eines Kreuzbandrisses. Am Freitag kehrt der neunfache Tagessieger (nur ein Erfolg fehlt, um den Rekord einzustellen) bei der Qualifikation in Oberstdorf (16:30 Uhr) zurück. Nach eigenen Worten mental so frisch wie wohl noch nie.
"Die Motivation und die Leidenschaft sind sehr groß, wieder das Gefühl zu spüren, gut skizuspringen", erklärt Schlierenzauer im tief verschneiten Oberstdorf. Er spüre, dass er nahe dran sei.
Den sportlichen Weg zurück bewältigte er mit dem Stams-Trainer Christoph Strickner und dessen junger Gruppe sowie mit ÖSV-Co-Trainer Harald Rodlauer. Heinz Kuttin, der Chef der ÖSV-Springer, glaubt fest daran, dass Schlierenzauer wieder ganz vorne landen kann. Doch auf dem Weg dorthin sei Geduld gefragt.