Stefan Kraft: "Habe echt viel Fettn' gehabt"

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Lange musste Stefan Kraft auf seinen ersten Sieg in der Heimat warten.

Beim Skifliegen am Kulm war es nach nur einem Flug auf 230m und einigem Zuwarten im dann abgebrochenen zweiten Durchgang endlich soweit: Kraft durfte im rot-weiß-roten Fahnenmeer baden und die österreichische Hymne für sich hören.

"Ich habe in das Fahnenmeer reingeschaut. Es ist doch was Besonderes, wenn du da daheim ganz oben stehst, und viele Freunde und Familie da sind", freut sich Kraft, der oben selbst "lautstark" die Hymne mitgesungen hat. "Jeder freut sich mit dir mit. Das ist einfach sehr schön, wenn man gemeinsam was feiern kann."

Krafts Risiko wird belohnt: "Es ist alles aufgegangen"

Dass man den Bewerb aufgrund des zu unkonstanten Windes drei Springer vor Schluss abgebrochen hat, stört den Weltcup-Leader nicht. "Sicher war ich nicht gerade böse drüber, dass sie abgebrochen haben. Ich habe mitgekriegt, dass es sehr schwierig ist und die Leute immer wieder rausmüssen", gesteht der Doppel-Weltmeister von 2017.

Auch von der Ausrüstung her ist Kraft aufs Ganze gegangen. Nach dem Videostudium konstatierte man Verbesserungspotenzial. "Wir haben dann gesagt, das riskieren wir", schildert Kraft. Mit neuen Ski und neuem Anzug sofort in die Qualifikation, da war ihm, noch dazu weil er am Samstag ja Dritter geworden war, etwas mulmig gewesen. "Ja, so viel umstellen, da habe ich mir schon gedacht: 'muss das sein?' Aber ich habe voll riskiert und es ist echt alles aufgegangen."

Kraft: "Es war ein Traumtag"

Kraft war in Innsbruck und Bischofshofen jeweils auf Platz vier gelandet, am Samstag reichte es zu Rang drei. Für einen Sieg müsse eben alles zusammenpassen, hatte der Pongauer 24 Stunden zuvor erneut betont.

Am Sonntag war es dann soweit. "Es war ein Traumtag für mich. Jetzt bin ich 0,7 Punkte vorne, dann wird der zweite Durchgang abgesagt. Ich habe echt viel Fettn' gehabt, aber das nehme ich gern."

Für Kraft war es der insgesamt 19. Weltcupsieg - Bestenliste>>>

Im Gesamtweltcup baut er seinen Vorsprung weiter aus. Verfolger Karl Geiger belegt nur Rang 6, damit liegt Kraft nach 25 von 37 Springen nun 138 Punkte vor dem Deutschen.

Textquelle: © LAOLA1.at/APA

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