Kraft: "Bin selbst verwundert, wie es dahingeht"

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Tagessieg mit Note 20,0, Platz 1 in der Raw-Air-Wertung zurückerobert und Führung im Gesamtweltcup ausgebaut - besser hätte es für Stefan Kraft in Trondheim nicht laufen können.

"Es läuft einfach, es ist echt brutal. Ich fühle mich immer noch sehr gut und bin selbst verwundert, wie es dahingeht", sagt der Doppel-Weltmeister im ORF.

Kraft sprang in Trondhiem zu seinem sechsten Saisonsieg und insgesamt zehntem Weltcup-Erfolg. "Ich habe es gar nicht glauben können, als die 1 aufgeleuchtet ist, dass ich schon wieder gewonnen habe."

Note 20,0: "Einfach grandios"

Vor allem den zweiten Sprung habe er richtig gut erwischt: "Ich habe gleich gewusst, jetzt geht es richtig dahin. Es war eine Riesengaudi da zu hupfen. Ich habe sogar einen 20er bekommen. Ich weiß gar nicht, ob ich das schon einmal geschafft habe. Einfach grandios."

Inklusive seiner zwei Weltmeister-Einzel-Titel hat Kraft nun elf Konkurrenzen in Folge auf dem Podest beendet bzw. schon den vierten Einzelsieg en suite (zweimal Lahti, Oslo und Trondheim). Skispringen mache ihm im Moment einfach sehr viel Spaß. "Ich springe weg und merke: Es geht dahin! Ich kann mich mit der Luft spielen. Dass ich so einen Flow bekomme ist herrlich."

Cheftrainer Heinz Kuttin ist von seinem Schützling natürlich hellauf begeistert. "Es schaut alles so leicht aus bei ihm, innerlich ist das anders. Diese Leichtigkeit ist hart erarbeitet", weiß der Kärntner. "Das ganze harte Training hat sich ausgezahlt", meint auch Kraft, der nach wie vor voll im Saft steht. "Den Haxn geht's gut und dem Kopf könnte es nicht besser gehen."

"...dann schaut es in den Wertungen gut aus"

Eine gute physische und psychische Verfassung wird auch in den kommenden Tagen gefragt sein, im extrem dichten Weltcup- und Raw-Air-Programm geht es für den Weltcup-Tross schon Freitagmorgen nach Vikersund auf die Skiflug-Schanze weiter.

Am Freitag (16.30 Uhr/live ORF1) wird die zur Raw-Air-Wertung zählende Qualifikation zum Weltcupbewerb in einem Durchgang umfunktioniert - als Ersatz für den ausgefallenen Bewerb in Lillehammer. Danach folgt am Samstag die Einzel-Quali und der Team-Bewerb sowie am Sonntag das reguläre Einzel-Skifliegen.

"Fürs Skifliegen braucht man sich nicht motivieren. Ich freue mich richtig darauf und weiß, dass ich das sehr gut kann. Ich werde versuchen, so viel weite Flüge wie möglich zu machen und dann schaut es in den Wertungen sicher auch gut aus."

In der Raw-Air-Wertung liegt Kraft 5,3 Punkte vor Andreas Wellinger, im Gesamtweltcup beträgt sein Vorsprung auf Kamil Stoch 86 Punkte.

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Textquelle: © LAOLA1.at/APA

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