Stefan Kraft macht in Ruka 19 Plätze gut

Stefan Kraft macht in Ruka 19 Plätze gut Foto: © GEPA
 

Stefan Kraft legt im zweiten Bewerb der Skispringer in Ruka eine beachtliche Aufholjagd hin.

Nachdem der Salzburger bei wechselnden Windbedingungen im ersten Durchgang nur auf Rang 26 landet, macht er im Finale ganze 19 Plätze gut und wird letztlich Siebenter und damit bester Österreicher. Unmittelbar hinter Kraft landet Manuel Fettner, als Fünfter bester ÖSV-Adler nach dem ersten Sprung.

Der Sieg geht an Anze Lanisek (SLO), der trotz langer Wartezeit bei klirrender Kälte vor seinem Finalsprung die Nerven behält und seinen ersten Weltcup-Erfolg feiert. Das Podest komplettieren die beiden Deutschen Karl Geiger (-1,6) und Markus Eisenbichler (-6,7).

Markus Schiffner belegt Rang 13, Daniel Huber 17 und Daniel Tschofenig Platz 21. Philipp Aschenwald und Jan Hörl sammeln auf den Plätzen 28 und 29 ebenfalls Weltcup-Punkte.

Einige große Namen fehlen in der Entscheidung: Halvor Egner Granerud (NOR) scheitert bereits in der Qualifikation, Kamil Stoch (POL) und Robert Johansson (NOR) schaffen es bei wechselnden Windbedingungen nicht in den 2. Durchgang. Samstag-Sieger Ryoyo Kobayashi muss nach einem positiven Corona-Test in Quarantäne.

Kraft noch ein bisschen verkrampft

Kraft hat im ersten Durchgang bei schlechtem Wind Schadensbegrenzung betrieben. Im Finale führt er nach seinem 138,5-m-Satz lange, letztlich fehlen dem Vortages-Vierten 21,2 Zähler auf das Podest.

"Es war schwierig und ein bisschen verkrampft, aber auch kein schlechter Sprung", sagt Kraft im ORF-Interview. Noch fehle ihm ein wenig auf die Top-Leute. "Die Flugbalance im ersten Drittel passt noch nicht ganz. Wenn das ein bisschen besser zusammenläuft, kann ich vorne mitspringen."

Fettner bilanziert positiv: "Der erste Sprung war richtig lässig, im zweiten war ich ein wenig spät. Trotzdem bin ich sehr zufrieden mit dem achten Platz." Der 36-Jährige glaubt, dass schon nächstes Wochenende in Wisla mehr drinnen sein könnte.

ÖSV-Chefcoach Andreas Widhölzl lobt Kraft, Fettner und Schiffner, speziell Hörl und Huber würden aber ihre guten Trainingsleistungen nicht in den Wettkampf umsetzen. "Grundsätzlich können sie es. Es geht darum, dass sie die Coolness aus dem Training auch im Wettkampf haben. Es ist nicht vom Springerischen oder materialtechnisch, es ist eher die (fehlende, Anm.) Lockerheit im Kopf." Widhölzl räumt aber auch ein, dass es schwierige Verhältnisse gewesen seien.

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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