WM-Silber: Privates Hoppala spornte Venier an

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Silbermedaillengewinnerin Stephanie Venier rückte erst nach dem Verzicht von Anna Veith endgültig ins ÖSV-Aufgebot für die WM-Abfahrt.

Nach dem Gewinn des Edelmetalls verzichtet die Tirolerin aber auf einen Dank an die zweifache Gesamtweltcupsiegerin. Das hat einen einfachen Grund. "Ich denke nicht, dass ich durch ihren Verzicht an den Start gehen durfte", begründet die 23-Jährige. "Ich habe gute Trainingsleistungen gezeigt, das darf man nicht vergessen."

Unruhe will Venier damit nicht stiften. Denn die gute Chemie in der Damen-Mannschaft sei einer der Erfolgsfaktoren. "Bei uns passt es richtig gut, wir haben einen guten Teamgeist. Als Schmidi Gold gewonnen hat, dachte ich fast, ich hätte selbst gewonnen, weil ich mich so mitgefreut habe", lacht der Youngster.

Medaillen-Serie der ÖSV-Damen geht weiter

Nun darf sie selbst über Silber jubeln. Die ÖSV-Damen erringen damit auch im dritten Rennen der WM eine Medaille. Und das, obwohl es in bislang 26 Weltcup-Rennen nur vier Podestplätze gab.

Silber und Bronze - Österreich hat am "Super Sunday" doppelt Grund zur Freude. Die Jubel-Bilder von Stephanie Venier und Max Franz:

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"Ich habe gesagt, dass wir die Medaillen-Serie nicht abreißen lassen dürfen", ist sich Venier dieser Tatsache bewusst. "Zum Glück ist das gelungen."

Sie persönlich krönt mit der Medaille ihre Durchbruchs-Saison. Warum es heuer so gut läuft? "Es hat schon in der Vorbereitung sehr gut funktioniert. Mittlerweile kenne ich mich auch beim Material sehr gut aus. Die Trainer leisten gute Arbeit, da passt viel zusammen", so das Erfolgsgeheimnis.

Gutes Gefühl während der Fahrt

Schon während der Silber-Fahrt habe sie gemerkt, dass sie schnell unterwegs ist. "Die Sprünge sind weit gegangen. Ich wusste, dass die Fahrt gut war", verrät die Oberperferin.

Eines muss sie aber zugeben: "Dass es für Silber reichen würde, war mir nicht klar." Nachdem Siegerin Ilka Stuhec sie auf Platz zwei verdrängte, begann das große Zittern.

"Ich war im Ziel nervöser als am Start", beschreibt sie die bangen Momente im Ziel.

Nach der Siegerehrung wirkt Venier gelöst wie selten zuvor. So plaudert sie anschließend aus dem Nähkästchen und gibt Preis, dass ein privates Hoppala mitverantwortlich für die Sensation war.

Privates Hoppala als Ansporn

"Mir ist ein kleines Missgeschick passiert, ich habe gestern den Geburtstag von meinem Freund vergessen", so die Junioren-Weltmeisterin von 2013. "Ich wusste schon, dass er am 11. Februar Geburtstag hat – im ganzen WM-Rummel habe ich es aber verschwitzt."

Das sei aber zusätzlicher Ansporn gewesen: "Am Anfang war er ein bisschen sauer, mir war es peinlich. Ich war zornig auf mich, mit dem Zorn fährt es sich scheinbar ganz gut."

Besagter Freund ist übrigens der Sohn von Ex-Fußballer Michael Streiter. "Wir sind alle sehr stark mit Fußball verbunden", schildert Venier.

"Mein Freund ist Fan vom FC Bayern, also bin ich es auch", sagt sie und verliert prompt ihr Medaillen-Lächeln. Das aber nur wenig später wieder zurückkehrt.

Dritter Damen-Bewerb, dritte Medaille für Österreichs Ski-Mädels! Stephanie Venier strahlt in der Abfahrt hinter Ilka Stuhec und vor Lindsey Vonn von Platz zwei. Die Bilder:

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