Erste Konsequenz aus Seilkamera-Absturz

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Am Freitagnachmittag werden neue Details zum Seilkamera-Absturz am Rande des Herren-Riesentorlaufs (Symbolfoto) bei der Ski-WM in St. Moritz bekannt.

Als erste Konsequenz wird die Kunstflieger-Staffel während der restlichen WM-Bewerbe auf dem Boden bleiben. "Die Luftwaffe hat entschieden, dass das PC-7-Team in St. Moritz keine Einsätze mehr fliegt", erklärt Robert Willi, Einsatzleiter der Kantonspolizei Graubünden.

Dem Schweizer Fernsehen sind durch den Absturz der Kamera 250.000 Euro Schaden entstanden.

Militärjustiz leitet die Untersuchungen

Die Kantonspolizei habe die ersten Sofortmaßnahmen ergriffen. Dies beinhalte u.a. die Spurensicherung.

Die eigentlichen Untersuchungen würde aber die Militärjustiz führen, betont Willi. "Sie verfügt damit auch über die Informationshoheit. Sie wird zur gegebenen Zeit über das Untersuchungsergebnis oder den Stand der Untersuchung Auskunft geben", sagte Willi. "Das wird mit Sicherheit nicht mehr am heutigen Tag stattfinden."

Gefahr wird heruntergespielt

Wie gefährlich der Vorfall für alle Zuschauer, Rennläufer und Piloten gewesen sei und ob man womöglich an einer Katastrophe vorbei geschrammt sei, wurde ebenfalls nicht beantwortet.

"Das ist Spekulation, da sage ich nichts dazu", meint Willi. Die Zuständigkeit liegt bei der Militärjustiz. "Die Kantonspolizei ist nicht befugt, weitere Auskünfte zu erteilen."

Beantwortet werden indirekt nur zwei Fragen. Die Staffel habe das gleiche Programm geübt wie am Vortag, heißt es. Und das Schweizer Fernsehen habe eine Höhenangabe bezüglich der Positionierungen der Kameras an die Luftwaffe geliefert. Willi: "Das muss jetzt kontrolliert werden, ob dem so war, ob die Höhe stimmt. Aber das kommunizieren wir nicht."

Start-Verschiebung gelobt

Willi bestätigt aber, dass das abgerissene Seil auf jenes der Seilbahn Salastrains gefallen ist. Ob dabei auch Kabinen mit Rennfahrern betroffen gewesen seien, könne er aber nicht beantworten.

Die Choreographie der Flug-Show sei den Experten, also den Verantwortlichen der Flugstaffel überlassen gewesen, betont WM-Direktor Franco Giovanoli. Er hoffe, dass der Vorfall dem Skifest keinen Abbruch tue.

Für den Internationalen Skiverband dankt FIS-Generalsekretärin Sarah Lewis allen beteiligten Stellen und auch dem Organisationskomitee. Durch die Verschiebung hätten alle Läufer eine faire und ausreichende Kurs-Besichtigung gehabt. Lewis: "Wir hatten ein herausragendes Rennen und einen würdigen Weltmeister."

Textquelle: © LAOLA1/APA Zum Seitenanfang »

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