Franz dachte ans Abschwingen

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Österreichs Speed-Herren zeigen mit drei Podestplätzen in den ersten beiden Saison-Rennen in Lake Louise auf.

Nach Platz zwei von Matthias Mayer in der Abfahrt am Samstag legen Max Franz und Hannes Reichelt mit den Rängen zwei und drei im Super-G nach.

Vor allem Franz überrascht mit seinem Podestplatz, schien er nach dem oberen Teil schon deutlich geschlagen. "Der Start war eh gut. Aber ich bin es oben dann nicht gut gefahren, war ein bissl zu tief unten. Da geht einem der Ski weg und du nimmst den Speed nicht so mit", erklärt Franz. "Zum Glück hab ich das in den Griff bekommen und ab dem Coaches Corner ist es dann dahin gegangen."

Dennoch sei er im Ziel überrascht gewesen. "Denn beim Coaches Corner wirst du so eingebremst, dass ich dachte, das ist ja zum Abschwingen. Also habe ich mich noch mehr reingehängt."

Reichelt versöhnt sich mit Louise

Franz war schon 2012 in der Abfahrt von Lake Louise Zweiter und nur von einem Norweger (Svindal) geschlagen worden. Auch Reichelt egalisiert in seinem 20. Rennen in Lake Louise seine beste Platzierung auf der von ihm ungeliebten "Men's Olympic". 2011 war er hier Abfahrts-Dritter geworden.

"Diesmal war meine frühe Nummer fünf definitiv ein Vorteil", gibt der Salzburger zu. "Keine Ahnung, ob die Louise und ich nochmals richtige Freunde werden. Auf jeden Fall ist das mehr, als ich erwartet hätte, es war ein Super-Start in die Saison."

Romed Baumann war bis zur Zielkurve auch gut dabei, dann landet er nach einem Fehler im Mus und auf Platz 29, wodurch Christian Walder (17.) die Ehre des viertbesten Österreichers zufiel. "Das Wetter war komplett verrückt. Es wechselte zwischen Regen, Schnee und Wind, manchmal auch Sonne", verweist Baumann auf das für Lake Louise ungewöhnliche Warmwetter. Normalerweise hat es hier 20 Grad minus und weniger.

Kriechmayr "wie ein Stein umgefallen"

Kriechmayr verspielte seine Podestchance mit einem gravierenden Fahrfehler. "Ich wollte ganz vorne mitfahren. Ich bin aber im Flachen wie ein Stein umgefallen, sowas darf nicht passieren", ärgert sich der Oberösterreicher.

Auch Mayer ist nach seinem Ausfall geknickt. "Keine Ahnung was passiert ist, auf einmal waren beide Ski weg. Vielleicht war dort ein Loch", sagte der Abfahrts-Olympiasieger. "Es ist heute wirklich blöd gelaufen, ich muss das abhaken", verabschiedet er sich nach Beaver Creek in die USA.

Jansrud ist über seinen 20. Weltcupsieg natürlich hoch erfreut. "Zwischen zwei Österreichern am Podest zu sein, ist auch gut für den Sport", meint der Norweger. "Hannes und ich hatten einen Vorteil. Max ist für die Verhältnisse und seine hohe Nummer brutal gut gefahren", lobt er. Die Norweger haben nun von den jüngsten elf Rennen in Lake Louise neun gewonnen.

Endergebnis des Super-G in Lake Louise >>>

Textquelle: © LAOLA1.at/APA

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