Hirscher: Heimrennen in Saalbach als Neuland

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Nach dem Traum-Wochenende in Alta Badia (zwei Siege) geht es für Marcel Hirscher mit zwei Heimrennen weiter.

Das Weltcup-Doppel in Saalbach-Hinterglemm ist für den Salzburger allerdings ein Heimspiel ohne Heimvorteil. "Ich bin noch nie auf dem Berg gefahren", erklärt der Gesamtweltcup-Führende. "Es wird für alle eine neue Situation."

Am Mittwoch ist Hirscher im Riesentorlauf (10 bzw. 13 Uhr im LIVE-Ticker) nach zwei überlegenen Siegen in Val d'Isere und Alta Badia der klare Favorit.

"Es funktioniert fantastisch"

Bis Samstag stehen alles in allem noch drei Rennen auf Hirschers Agenda, ehe es in den kurzen Weihnachtsurlaub geht. Nach dem Riesentorlauf am Mittwoch wartet am Donnerstag in Saalbach ein Slalom, am Samstag ein weiterer im Fluchtlicht von Madonna di Campiglio. Die Saalbach-Termine ersetzen den Sölden-RTL und den Slalom von Val d'Isere, die beide Wind und Wetter zum Opfer gefallen waren.

"Bei diesem Kalender ist es definitiv für alle Athleten ziemlich hart, alles zu managen. Aber es funktioniert fantastisch im Moment, und ich hoffe, ich kann diese Form mitnehmen zu den Rennen nach Saalbach und Madonna", sagte Hirscher.

Nach dem Madonna-Slalom könnte er, und das ist bei seiner aktuellen Dominanz nicht unrealistisch, binnen sieben Tagen unvorstellbare 500 Punkte gesammelt haben.

Moser-Pröll-Marke soll übertroffen werden

Außerdem wird Hirscher schon bald die "Sportlerin des Jahrhunderts" Annemarie Moser-Pröll überholt haben und zum alleinigen Sieg-Rekordhalter Österreichs im Weltcup aufgestiegen sein.

"Das ist ein Rekord, der was zu sagen hat", meinte der 29-Jährige, nachdem er die Bestmarke seiner Salzburger Landsfrau eingestellt hatte.

Mit "absolutem Willen" zum Sieg im Parallel-RTL

Im Parallel-Riesentorlauf, der bis dato nur einmal jährlich in Alta Badia stattfindet, hatte Hirscher zuvor noch nie reüssiert. Am Montag war der Ausnahmekönner jedoch auch in diesem Format unschlagbar.

"Ich habe den absoluten Willen zu gewinnen", betonte er. "Den hatte ich zwar die Jahre davor auch, aber heuer funktioniert das Material wirklich einwandfrei, ich fühle mich körperlich gut, bin gesund, alles ist gut."

"Liebe" zu Parallel-Rennen ist abgekühlt

Trotzdem wird er aber wohl kein Anhänger der Parallel-Ausscheidungsrennen mehr werden. "In den ersten Jahren war das anders, da war ich ein absoluter Fan von diesen Events, speziell bei der WM 2013 in Schladming. Es war steil, es war drehend, und man hat ohne Zeitmessung einen Unterschied zwischen den Läufern erkennen können", erklärte Hirscher.

"Jetzt spielt sich jede Entscheidung innerhalb von einer Zehntelsekunde ab. Für uns ist es oft nur Glück, ob man weiterkommt, und nicht ob man besser war als jemand anders."

Kurze Anreise

Auf dem Zwölferkogel in Saalbach-Hinterglemm wartet einer der längsten Riesentorlauf-Strecken im Weltcup.

Einen ressourcenschonenden Effekt hat aus Hirschers Sicht die Nähe zu den eigenen vier Wänden. "Sicher ist es nicht so schlecht, wenn wir in eineinhalb Stunden dort sind", dachte der Annaberger ganz pragmatisch. Kürzer als ins Pinzgau ist für den 29-Jährigen im Weltcup nur die alljährliche Anreise zum Slalom-Nightrace in Schladming.

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Textquelle: © LAOLA1.at

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