Feller: "Das ist keine Ausrede"

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Gleich bei Startnummer eins des Nightrace in Schladming (LIVE-Ticker) ging ein lautes Raunen durch die Zuschauer-Massen. Dann nämlich, als Manuel Feller ausgeschieden war.

Nicht schon wieder, werden sich die meisten gedacht haben. In Kitzbühel wurde der Tiroler nach einem Einfädler im ersten Durchgang disqualifiziert.

"Schade, dass es genau bei den zwei coolsten Rennen im Jahr passiert. Ich habe alles probiert, auch in Kitzbühel, aber es will einfach nicht sein", sagt ein sichtlich geknickter Feller im Zielraum der Planai.

Feller: "Das wissen wir schon seit Jahren"

Nach starker Zwischenzeit kam im Steilhang das Aus für den 26-Jährigen.

"Es war ein Eigenfehler", gibt Feller zu. "Ich habe volles Risiko genommen, aber übertrieben war es glaube ich nicht. Ich habe den Ski einfach ein Tor zu früh gehen lassen, weil ich schon Tempo für den langen Zug machen wollte. Die Piste ist richtig, richtig gut, aber nicht so eisig, wie man meint. Es ist ein guter Schnitt drin, wenn du da nicht genau drüberstehst und dich hinten reinsetzt, dann passiert genau sowas. Erst zwei Tore später Gas geben hätte auch gereicht."

Im Nachhinein ist man eben oft klüger. Dass er verglichen mit der Konkurrenz bis zu seinem Ausfall gut unterwegs gewesen wäre, würde jetzt auch nichts helfen, meint Feller.

"Dass ich einen schnellen Schwung habe, wissen wir schon seit Jahren. Aber das ist halt keine Ausrede", gibt sich der Tiroler selbstkritisch.

Feller: "Den Jänner vergessen"

Feller erlebt im noch jungen Jahr 2019 im Slalom bis jetzt ein Auf und Ab. Beim Heimrennen in Saalbach verpasste er als Vierter das Podest knapp, danach folgte ein Ausfall in Madonna.

In Zagreb fuhr er mit Rang drei erstmals in dieser Saison aufs Podest, in Adelboden sah er erneut nicht das Ziel. In Wengen verpasste er als Zweiter um nur acht Hundertstel seinen ersten Weltcupsieg. Nun folgten die beiden Nuller in Kitzbühel und Schladming.

"Ich weiß nicht, was es jetzt braucht, um den Jänner zu vergessen", sagt Feller in Schladming.

Viel Zeit, um über die bitteren Ausfälle hinwegzukommen, bleibt nicht. Der nächste Slalom ist bereits jener bei der WM in Aare.

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Statistik: Alle Slalom-Sieger in Schladming>>>

Das Nightrace in Schladming ist legendär! Das sind die bisherigen Gewinner:

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Den ersten Nachtslalom auf der Schladminger Planai 1997 gewinnt Alberto Tomba. "La Bomba" fängt Halbzeit-Leader Thomas Stangassinger noch ab, Sebastien Amiez (FRA) wird Dritter. 

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Tomba hatte ein siegloses Jahr hinter sich, beim Nightrace 1998 schlug er wieder zu. Und wieder hatte ein Österreicher das Nachsehen, diesmal Thomas Sykora. Hans-Petter Buraas (NOR) wurde Dritter.

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1999 gab es den ersten österreichischen Triumph in Schladming. Benjamin Raich fuhr von Rang 23 nach Lauf 1 noch zu seinem ersten Weltcupsieg vor Pierrick Bourgeat (FRA) und Kjetil Andre Aamodt (NOR) und wurde von 35.000 Fans gefeiert. 

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Ein Jahr später jubelten die österreichischen Fans erneut: Mario Matt schlug 2000 nach seinem Sieg in Kitzbühel auch in Schladming zu und verwies Ole-Christian Furuseth (NOR) und Thomas Stangassinger auf die Plätze. 

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2001 stand erneut Benjamin Raich ganz oben am Podest. Der Pitztaler gewann binnen zehn Tagen in Wengen, Kitzbühel und Schladming. Dort setzte er sich vor Buraas (NOR) und Mitja Kunc (SLO) durch. 

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Im Startnummern-Rennen von 2002 setzte sich im Regen und bei weicher Piste Bode Miller durch. Der US-Amerikaner siegte vor Jean-Pierre Vidal (FRA) und Ivica Kostelic (CRO). 

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2003 war die Planai in finnischer Hand. Kalle Palander triumphierte nach Kitzbühel auch in Schladming. Benni Raich und Hans-Petter Buraas (NOR) komplettierten das Podest. 

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2004 stand Benni Raich wieder ganz oben. Der Tiroler, mit über einer Sekunde Rückstand Dritter nach Lauf 1, verwies Manfred Mölgg (ITA) und Kalle Palander (FIN) auf die Plätze. 

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"Ich glaube, ich bin im falschen Film", meinte Manfred Pranger nach seinem ersten Weltcupsieg 2005. Mit ihm feierten Benni Raich und Andre Myhrer (SWE). 

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Drei Jahre nach seinem ersten Schladming-Sieg stand Kalle Palander 2006 wieder ganz oben. Diesmal siegte er überraschend vor dem Japaner Akira Sasaki und Benni Raich. 

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2007 wurde in Schladming erstmals die Marke von 50.000 Zuschauern geknackt. Die tobende Masse wurde belohnt: Benni Raich feierte seinen vierten Sieg beim Nightrace vor Jens Byggmark (SWE) und Teamkollege Mario Matt. 

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Im Jahr darauf stand Matt dann ganz oben. Vor 55.000 Fans triumphierte der "Adler vom Arlberg" vor Jean-Baptiste Grange (FRA) und Manfred Mölgg (ITA). 

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Die 13. Auflage des Nightrace 2009 brachte den ÖSV-Herren alles andere als Unglück. Reinfried Herbst und Manfred Pranger sorgten für einen Doppelsieg, Ivica Kostelic (CRO) wurde Dritter. 

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2010 wiederholte Reinfried Herbst seinen Triumph aus dem Vorjahr. Er siegte vor Silvan Zurbriggen (SUI) und Manfred Pranger und ist neben Tomba der einzige, der seinen "Titel" in Schladming verteidigen konnte. 

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2011 hieß der Sieger erstmals Jean Baptiste Grange. Der Franzose triumphierte auf der Planai vor dem Schweden-Duo Andre Myhrer und Mattias Hargin. Für den ÖSV setzte es ein Debakel.

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2012 schlugen die Hausherren wieder zu. Marcel Hirscher feierte vor beeindruckender Kulisse seinen ersten Sieg beim Nightrace. Mario Matt wurde hinter Stefano Gross (ITA) Dritter. 

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2013 legte das Nightrace eine WM-Pause ein. Der Sieger beim WM-Slalom auf der Planai in Schladming hieß aber erneut Marcel Hirscher. 

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2014 feierte Henrik Kristoffersen in Schladming seinen ersten Weltcupsieg. Der Norweger triumphierte vor Marcel Hirscher und Felix Neureuther (GER). Halbzeit-Leader Mario Matt fädelte beim 3. Tor ein. 

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2015 stand erstmals beim Nachtslalom ein Russe ganz oben. Alexander Khoroshilov überraschte mit seinem ersten Weltcupsieg vor Stefano Gross (ITA) und Felix Neureuther (GER). Für den ÖSV setzte es das schlechteste Slalom-Resultat seit 1979. 

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2016 hieß der Sieger wieder Henrik Kristoffersen (NOR). Marcel Hirscher fuhr mit angelaufener Brille zunächst nur auf Rang 22, dank einer Aufholjagd im Finale belegte er Rang zwei. Alexander Khoroshilov (RUS) wurde Dritter. 

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Gleiches Siegerbild, anderes Jahr: 2017 jubelte Henrik Kristoffersen zum zweiten Mal in Folge in Schladming. Der Norweger setzte sich wie 2016 vor Hirscher und Khoroshilov durch. 

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2018 drehte Hirscher den Spieß um und gewann vor Kristoffersen. Besonders in Erinnerung blieb "Schneeball-Gate": Kristoffersen wurde von Zuschauern während seiner Fahrt mit Schneebällen beworfen. Am Ende gab es auch noch eine Sektdusche von Hirscher. 

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Textquelle: © LAOLA1.at

Heimsieg für Marcel Hirscher bei Mega-Party in Schladming

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