Suter gewinnt in Val d'Isere - Schmidhofer stürzt

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Spät, aber doch starten die Damen die Speed-Saison. Beim ersten von drei Speed-Events in Val d'Isere gewinnt Corinne Suter (SUI) die Abfahrt am Freitag vor der Italienerin Sofia Goggia (+0,11 sek).

Dritte wird Trainings-Dominatorin Breezy Johnson (+0,20). Für die US-Amerikanerin ist es das erste Podium im Weltcup. Nach 30 Läuferinnen belegt die Vorarlbergerin Nina Ortlieb als beste Österreicherin Platz fünf (+0,97). Tamara Tippler (+1,25) liegt nach ihrer Corona- Erkrankung auf Position sieben, Stephi Venier (+1,62), Mirjam Puchner (+2,25) und Ramona Siebenhofer (+2,30) verlieren viel Zeit.

Für die 26-jährige Suter ist es der dritte Weltcupsieg, bisher konnte sie - jeweils heuer - die Abfahrt in Altenmarkt-Zauchensee und den Super-G in Garmisch-Partenkirchen für sich entscheiden. In der vergangenen Saison holte sie die Kristallkugeln in beiden Speed-Disziplinen.

Schwerer Sturz von Schmidhofer

Überschattet wird das Rennen auf der schwierigen Strecke, wo letzte Woche auch die Herren-Rennen über die Bühne gingen, von einem kapitalen Sturz von ÖSV-Speed-Ass Nici Schmidhofer (mehr Infos >>).

Die Steirerin flog im unteren Streckenabschnitt nach einem Sprung ins Netz, durchschnitt dieses mit ihren scharfkantigen Skiern. "Sie hat das erste A-Netz mit den Kanten durschnitten und ist dann im zweiten liegengeblieben", schilderte ÖSV-Cheftrainer Christian Mitter.

Das erschwerte die Bergung, gleichzeitig wurde damit ein Fall der Rennläuferin in den Wald verhindert.

An derselben Stelle kamen auch die italienische Gesamtweltcupsiegerin Federica Brignone, die Schweizerin Joana Hählen, die US-Amerikanerin Alice McKennis und die Französin Laura Gauche zu Sturz, was jeweils zu weiteren Unterbrechungen führte. Es dürfte alles glimpflich verlaufen sein. Zum einen ist es eine Passage, wo man bei einem Fehler kaum Raum zum Korrigieren hat, zum anderen ist der Abschnitt vom Licht-Schatten-Spiel beeinträchtigt.

Verdacht auf Knie-Verletzung

Laut Mitter klagte Schmidhofer über Schmerzen im linken Knie und habe Abschürfungen im Gesicht erlitten, sie werde derzeit routinemäßig auch an Kopf und Wirbelsäule untersucht.

Zum Sturz meinte er: "Es ist sich nicht mehr ausgegangen. Dann war das Netz da. Den Rest müssen wir uns noch genauer am Video anschauen." Dass es an dieser Stelle eng zum Netz werde, wisse man.

Das Einfahrtstor in den "Schlauch" werde für Samstag etwas versetzt, damit der Winkel zum Netz etwas flacher werde. Die Piste sei in einem guten Zustand, es sei ein bisschen schneller als im Training gewesen.

Ortlieb nach Funkspruch von Schmidhofer erleichtert

Schmidhofer war bei der Erstversorgung bei Bewusstsein und gab in späterer Folge auch noch einen Funkspruch an den Start ab, den u.a. Ortlieb erhielt.

"Ich habe den Sturz nicht mehr gesehen, weil ich ja zwei Nummern dahinter kam. Ich war dann aber sehr erleichtert, als ich sie am Funk hörte. Sie hat gesagt, die Piste ist in Ordnung, man kann attackieren", erzählte die Vorarlbergerin.

"Wie ich es eingeschätzt habe: zu gewinnen wird noch schwierig. Ich hoffe, dass morgen wieder ein Topergebnis möglich ist", sagte sie zu ihrer Fahrt. Ortlieb hatte wegen einer Knieverletzung in diesem noch kurzen Winter bereits pausieren müssen.

Tippler mit Kraftakt

Tippler lieferte nach einer schweren Corona-Erkrankung einen Kraftakt ab. "Ich habe die Zähne zusammengebissen, und mit Adrenalin im Blut geht einiges. Ich hatte keine utopische Ziele für heute, ich habe morgen nochmals eine Chance und werde attackieren", sagte die Steirerin.

Angesichts der Umstände sei sie sehr zufrieden mit der Platzierung. "Und bei den Stürzen ist der Sport eh Nebensache. Ich hoffe, dass es Nici bald besser geht."

Stephanie Venier konnte mit Platz zwölf angesichts der Trainingsleistungen gut leben, die im Training starke Mirjam Puchner wurde 22. "Leider habe ich nicht die Spannung gehabt, ich bin nicht richtig über den Ski gestanden", sagte die Salzburgerin, die es am Samstag bessermachen will. Es steht eine weitere Abfahrt auf dem Programm, Sonntag folgt ein Super-G.

2. Weltcupsieg für Suter

Für die 26-jährige Suter war es der dritte Weltcupsieg, bisher hatte sie - jeweils heuer - die Abfahrt in Altenmarkt-Zauchensee und den Super-G in Garmisch-Partenkirchen gewonnen.

In der vergangenen Saison holte sie die Kristallkugeln in beiden Speed-Disziplinen. Im Gesamtweltcup behielt die Slowakin Petra Vlhova die Führung, sie wurde Tages-26.

Textquelle: © LAOLA1/APA

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