NEWS

So denkt Anna Veith über die #metoo-Debatte

LAOLA1 Foto: ©

Die #metoo-Debatte macht auch vor der Welt des Sports keinen Halt.

Nicht zuletzt durch die Anschuldigungen von Torfrau Hope Solo gegen Ex-FIFA-Boss Sepp Blatter ist das Thema sexuelle Belästigung in der Sportwelt derzeit präsent. 

Im Skizirkus wurden vergleichbare Fälle bis dato nicht bekannt, dennoch ist das Thema für ÖSV-Star Anna Veith wichtig.

"Ich persönlich habe damit noch nie Erfahrungen gemacht und bin auch froh darüber. Aber ich finde es wichtig, dass solche Themen aufgegriffen werden und man darüber nachdenkt und redet", so die 28-Jährige im ORF-Interview.

Veith würde sich an Kronberger wenden

Mit ihren Teamkolleginnen würde sie auch über dieses Thema diskutieren, ergänzt Veith. Sollte sie sich einmal belästigt fühlen, weiß die Salzburgerin auch, an wen sie sich im ÖSV wenden könne.

"Da fällt mir als erstes Petra Kronberger ein, die gerade für junge Mädels und auch für alle andere da ist, wenn es Probleme gibt. Nicht nur in diesem Bereich, sondern auch bei anderen Dingen", so Veith.

Die Funktion von Kronberger als Konsulentin im Damenbereich wurde erst nach dem Konflikt von Veith mit dem ÖSV vor zwei Jahren eingeführt.

"Frauen und Männer sollten gleichgestellt sein, aber es ist eben ein Beruf, in dem hauptsächlich Männer unterwegs sind. Wir Frauen sind da in der Unterzahl. Da ist es einfach etwas anderes, wenn man mit einer Frau über gewisse Dinge redet, als mit einem Mann. Es gibt Themen, die kann man schwieriger verstehen wenn man vom anderen Geschlecht ist", sagt Veith. 

Kritik an Vonns Pläne über Herren-Start

"Ich denke, in diese Richtung hat sich einiges bewegt", zeigt sich die zweifache Gesamtweltcup-Siegerin zufrieden mit der Entwicklung in diesem Berich im ÖSV.

Auf einen Manager, der Gegenstand des Streits mit dem ÖSV war, verzichtet Veith derzeit: "Ich mache im Moment sehr viel selbst und werde extrem gut vom ÖSV unterstützt und bin damit sehr zufrieden."

Dem Vorhaben von Lindsey Vonn, einmal bei den Herren starten zu wollen, kann Veith hingegen nicht viel abgewinnen: "Ich finde es gut, wenn man Ziele hat und diese verfolgt. Aber in gewisser Weise schaut es schon ein bisschen so aus, als ob es um die Öffentlichkeit gehen würde. Wenn ich mich mit Männern messen wollen würde, dann starte ich als Vorläuferin oder trainiere mit ihnen und weiß dann wo ich stehe."

Kommentare