ÖSV-Damen rittern in Flachau um letztes WM-Ticket

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Beim Nachtslalom in Flachau (Dienstag ab 18:00 im Live-Ticker) geht es für die ÖSV-Damen nicht nur um ein Spitzenergebnis, sondern auch um die letzte Chance auf den WM-Zug aufzuspringen.

Immerhin ist es der letzte Slalom-Bewerb vor der WM im Februar in Cortina d'Ampezzo. Im Slalom-Damenlager sollten Katharina Liensberger, Katharina Truppe und Chiara Mair fix sein, Platz vier ist noch zu haben.

Keinen Qualifikationsstress hat Mikaela Shiffrin, die in Flachau ihren bereits 100. Podestplatz jagt und positive News mitbrachte. Der Athleten-Fonds im Namen ihres verstorbene Vaters hat bereits mehr als 3 Mio. Dollar lukriert.

Das gab die US-Amerikanerin am Vorabend des Flachau-Slaloms gerührt bekannt. Vier Slaloms und drei Riesentorläufe hat Shiffrin seit ihrer Rückkehr in den Ski-Weltcup bestritten. In allen sieben Rennen ist die Amerikanerin in die Top 5 gekommen und hat den RTL in Courchevel gewonnen. In Flachau hat die Amerikanerin große Marken im Visier. Mit vier Siegen wäre sie Flachau-Rekordlerin, außerdem geht sie auf den Riesenwellen der Slalompiste auf ihren 100. Weltcup-Podestplatz los.

Hang als "Hochschaubahn"

"Ich mag diesen Hang. Er ist aber auch interessant. Fährst du gut, fühlst du dich wie die Königin der Welt. Wenn nicht, geht es dir ganz miserabel", rätselt Shiffrin über den Flachauer Slalomhang auf der Hermann Maier Weltcuppiste mit seinen immer größeren künstlichen Wellen. "Er ist wie eine Hochschaubahn", meinte die vierfache Slalom-Weltmeisterin, die in Titelverteidigerin Petra Vlhova ebenfalls die größte Konkurrentin sieht.

Nach klirrend kalten Tagen und blauem Himmel dürfte sich auch in Flachau am Dienstag Schneefall einstellen. Während die immer stärker werdende Katharina Liensberger nach elf Slaloms in Serie in den Top-7 sowie zuletzt zwei dritten und zwei zweiten Plätzen fällig ist für ihren ersten Weltcupsieg ("Es wäre wunderschön, wenn es schon hier in Flachau klappen würde"), geht es nach dem Verletzungs-Aus für Bernadette Schild vor allem für Katharina Huber, Franziska Gritsch und die auf dem Comeback befindliche Katharina Gallhuber um die letzte große WM-Chance.

"Ohne Zuschauer ist das Feeling am Start sicher anders", bedauerte die Niederösterreicherin Huber vor allem das Fehlen der Fans. "Mein Ziel ist, endlich auch schon eine guten ersten Lauf hinzulegen." Druck wegen der WM mache sie sich keinen. "Sicher ist ein WM-Start ein Ziel von mir. Ich muss mich einfach gut präsentieren. Aber bei einer WM zählt sowieso nur eins, zwei und drei, mit so einer Platzierung stellt man sich also selbst auf."

Ähnlich sieht es Gritsch, die ihre Knieprobleme überwunden hat. "Ich bin keine, die Ausreden sucht", versicherte die Tirolerin. Auch ihr würde ein Rennen mit Fans mehr taugen. "Ich freue mich trotzdem auf dieses großartige Heimrennen." Dass es auch um den letzten WM-Startplatz geht, nimmt Gritsch gelassen. "Es sind am Ende sowieso Trainerentscheidungen. Sie wissen, was ich kann. Und die WM ist ja erst in einem Monat."

Mitter verlangt Zielankünfte

Damenchef Christian Mitter machte in Flachau tatsächlich nochmals klar, dass ihm schnelle Zwischenzeiten nicht genügen für eine WM-Nominierung. "Es geht darum, wer realistisch auf's Podium fahren kann. Und da muss man auch was am Papier haben." Schnelle Teilzeiten alleine nützten nicht wirklich. "Zwischenzeitweltmeisterinnen hat es schon viele gegeben", sprach der Rennsportleiter klare Worte.

(Text wird nach VIDEO fortgesetzt)

Die lange Pause bis zum WM-Slalom am 20. Februar werde kein Problem sein, versicherte Mitter. "Viele fahren ja auch noch Riesenslalom." Außerdem gebe es die Möglichkeit, FIS- und Europacuprennen zu bestreiten.

Der Weg zum Sieg wird auch in Flachau über Vlhova, Shiffrin, Liensberger, Michelle Gisin und Wendy Holdener führen. Vlhova hat sechs der letzten sieben Slaloms gewonnen, ist nur am Semmering lediglich Vierte geworden. Von den letzten 19 Rennen ist die Slowakin 16 mal auf dem Podium gelandet. Die Siegerin von 2019 und 2020 wäre die erste, der drei Flachau-Siege in Serie gelungen sind.

Shiffrin würde mit einem 100. Weltcuppodium zum auf Platz acht liegenden Marc Girardelli aufschließen, Leader in dieser Wertung ist Ingemar Stenmark mit 155 vor Marcel Hirscher (138). Die US-Amerikanerin ist bei den letzten sieben Flachau-Slaloms jedes Mal aufs Podest gekommen und hat 2013, 2014 und 2018 gewonnen.

Textquelle: © APA

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