Liensberger nach Levi-Podest: "Habe Zug am Ski"

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Der Start in die Slalom-Saison ist aus rot-weiß-roter Sicht geglückt: Katharina Liensberger fährt im 1. Slalom in Levi aufs Podest, dazu landen drei weitere Österreicherinnen in den Top 10.

Auf den ersten Sieg hat Liensberger nicht viel gefehlt. An diesem Tag genau genommen nur die ersten paar Tore. Ab der 1. Zwischenzeit war die Vorarlbergerin in beiden Läufen mit Siegerin Petra Vlhova und Mikaela Shiffrin auf Augenhöhe - im Steilhang sogar jeweils die Schnellste.

Dass sie im Flachen noch Potenzial hat, weiß die 23-Jährige: "Es war schon im Training das Thema, dass ich auch mit wenig Speed im Flachen das Maximum herausholen muss. Jetzt habe ich noch einen Tag Zeit, ich hoffe, dass mir das morgen noch besser gelingen wird."

Die Österreicherinnen setzen damit auch die Podestplatzserie in Levi dort, 2018 war Bernadette Schild, 2019 Truppe Dritte geworden.

"Ich merke, da habe ich den Zug"

Im Steilhang war Liensberger in beiden Läufen die Schnellste. "Ich wollte die Schwünge einfach durchziehen und das ist ist mir scheinbar gut gelungen", analysiert sie.

Positiv ist, dass noch Luft nach oben ist. "Ich denke, es sind Schwünge dabei, wo ich merke: Da habe ich den Zug. Jetzt ist das Ziel, das Maximum von diesen Schwüngen mitzunehmen."

Vlhova: "Der 2. Lauf war schwieriger"

Nach 10. Jänner 2017, als die Schwedin Frida Hansdotter in Flachau gewann, haben nur Shiffrin oder Vlhova Weltcup-Slaloms gewonnen. Das sind nun 27 in Folge.

"Der zweite Lauf war schwieriger. Ich stand als Letzte oben, ich wollte das bestätigen, da war schon etwas Druck da", erklärte Vlhova, die im Gesamtweltcup nach zwei Rennen in Führung liegt.

Shiffrin: "Komisch und wunderbar"

Shiffrin gelang wie erwartet ein starkes Comeback. Nach dem Sieg Ende Jänner im Bansko-Super-G hatte sie der plötzliche Tod ihres Vaters emotional aus der Bahn geworfen.

Eine frühere Rückkehr in den Skizirkus verhinderten im März die Corona-Pandemie und im Oktober Rückenprobleme, weshalb sie beim Weltcup-Auftakt in Sölden nicht dabei war. "Es ist ein bisschen komisch, wieder zurück zu sein, aber auch wunderbar. Ich bin einfach nur glücklich, hier zu sein", sagte Shiffrin.

ÖSV mannschaftlich stark

Zweitbeste Österreicherin wurde Truppe als Siebente, die im ersten Durchgang am Anfang nicht in Schwung gekommen war. "Ich habe es vom Start weg verschlafen, das sollte morgen besser funktionieren. Der zweite war schon viel aktiver, deshalb bin ich mit dem Ergebnis zufrieden", sagte die Vorjahresdritte.

Chiara Mair katapultierte sich von Platz 16 mit der siebentbesten Laufzeit auf acht nach vorne. "Ich habe mir sehr schwergetan, ich hatte keine guten Erfahrung mit Levi. Deshalb war der erste Lauf schon ein Erfolg für mich", erklärte Mair.

Talenteprobe von Junioren-Weltmeisterin

Die dreifache Junioren-Weltmeisterin Magdalena Egger legte in ihrem erst dritten Weltcuprennen mit Platz 19 eine Talentprobe ab. "Im oberen Teil habe ich attackieren können, im Steilen habe ich mir das nicht so zugetraut. Für morgen nehme ich aber viel Selbstvertrauen mit."

Nicht in den zweiten Durchgang geschafft hatte es als 35. Bernadette Schild, für sie war es der erste Slalom nach dem im Oktober 2019 erlittenen Kreuzbandriss. Franziska Gritsch, Katharina Gallhuber und Bernadette Lorenz schieden im ersten Lauf aus, ebenso wie im Finale Gesamtweltcupsiegerin Federica Brignone (Italien).

Ergebnis des 1. Slaloms in Levi>>>

Textquelle: © LAOLA1.at

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