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Anna Veith wollte RTL bereits streichen

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2011 und 2013 hat Anna Veith den Heim-Riesentorlauf in Lienz (ab 10:30 Uhr im LIVE-Ticker) gewonnen. In diesem Jahr muss die Salzburgerin allerdings kleinere Brötchen backen.

Die Final-Qualifikation wäre für sie beim zweiten RTL-Start in dieser Saison bereits ein Erfolg: "Mit meiner Startnummer (32) wird das schwer genug, da die Piste sicher nicht mehr in optimalem Zustand sein wird."

Dass sie überhaupt am Start steht, war vor der Saison nicht klar. "Da war es ein großes Thema, diese Disziplin nicht mehr zu bestreiten", so die 28-Jährige.

Im Training zeigten sich dann aber rasch Fortschritte: "Im Moment spüre ich, dass das Körperliche sich so viel weiterentwickelt hat, dass ich so belastbar bin, dass ich wieder einen relativ schnellen Riesentorlaufschwung fahren kann. Ich habe im Moment das Gefühl, dass es wieder möglich sein kann, an die Weltspitze zu kommen, nur dauert es."

"Im Rennen muss es beim ersten Lauf passen"

Die Kunst sei, bei so wenigen Rennen auch gleich wieder den Rhythmus zu finden, dass man sich schon beim ersten Lauf alles zutraue. "Im Training kann ich mir das erst einmal anschauen und mich steigern. Im Rennen muss es beim ersten Lauf passen, denn sonst ist die Chance vorbei. Das ist eine Frage des Selbstvertrauens, sich das Kompromisslose wieder zu hundert Prozent zuzutrauen."

Sie sei glücklich gewesen, die große Belastung in Courchevel so gut überstanden zu haben, denn Schwierigeres könne nicht mehr kommen.

"Mein Herz steckt da drin"

Der Riesentorlauf sei ein langfristiges Vorhaben, er sei ihr wichtig. "Mein Herz steckt da drinnen, das war immer schon so."

Eine Verbesserung der Startnummer sei notwendig, um sich eine Ausgangsposition zu schaffen, aus der man wieder in der Weltspitze dabei sein könne. "Das dauert meistens lange, das kann man nur über eine Saison sehen oder mehrere Rennen." Man müsse das auf sich zukommen lassen und könne es nicht planen, sagte die Gesamtweltcupsiegerin von 2013/14 und 2014/2015.

RTL-Verzicht weiter ein Thema

Sollte es aber überhaupt nicht gut funktionieren, "könne es sein oder nicht", dass sie sich in diesem Winter auf die Speed-Rennen konzentrieren werde.

"Ich möchte es mir anschauen, so weit nach vor denken ist nie gut." Sollte es notwendig sein, aufgrund der Belastung wieder rauzunehmen, dann im Riesentorlauf, denn der Super-G sei momentan ihre Kerndisziplin.

Speed-Disziplinen sind "verträglicher"

In wie weit es auf Olympia hin gelingen werde, den Anschluss zu schaffen, sei schwierig zu sagen. Anders als in Abfahrt oder Super-G sei der Anspruch an das Körperliche im Riesentorlauf höher.

"Der Druck verteilt sich in den Speed-Disziplinen besser, deshalb ist es besser verträglich, deshalb habe ich auch früher reingefunden", erläuterte Veith. Sie habe körperlich jetzt die Basis gesetzt und brauche wieder das Vertrauen, den Schwung da anzusetzen, wo er zum Ansetzen sei, um durchzuziehen.

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