Fill schnappt Jansrud Kugel weg, Sieg für Paris

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Peter Fill schnappt sich mit der letzten Saison-Abfahrt die kleine Kristallkugel.

Der Italiener fährt beim Weltcup-Finale in Aspen hinter seinem Landsmann Dominik Paris auf Rang zwei (+0,08) und fängt damit Kjetil Jansrud (Rang 11) in der Disziplinen-Wertung noch ab. Fill holt ohne einen einzigen Abfahrts-Sieg in dieser Saison seine zweite Kugel in dieser Disziplin.

Platz drei geht an Carlo Janka (+0,18). Bester Österreicher wird Matthias Mayer auf Rang 8 (+0,32) vor Vincent Kriechmayr (+0,52).

Hannes Reichelt (18.), Max Franz und Romed Baumann (ex aequo 19.) verpassen die Spitzenplätze.

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Fill "verteidigt" Kugel

33 Zähler war Jansrud vor dem Showdown vor Fill gelegen, am Entscheidungstag hatte er die Karten nicht auf seiner Seite. "Ich bin natürlich enttäuscht, aber das muss man akzeptieren. Normal läuft es auf dem Schnee in Amerika. Aber ich hatte eine gute Saison", sagte Jansrud, der sich Super-G-Kristall schon gesichert hatte.

Fill holte sich die Kugel ohne Saisonsieg. Er zitterte im Ziel lange, ob es sich ausgehen wird. "Ich hatte eine gute Fahrt, ich bin zufrieden, ich habe mein Bestes gegeben. Es sind nicht viele, die die Kugel verteidigt haben, und mir ist es geglückt", sagte der Südtiroler. Trainer, Serviceleute und Firma hätten ihm geholfen, alle hätten insgeheim daran geglaubt. "Jetzt ist es aufgegangen, ich bin überwältigt."

"Bittere Pille" für Kriechmayr

Nicht nach Wunsch lief es für die ÖSV-Herren, der im Training so starke Kriechmayr musste sich mit Rang neun begnügen. "Es ist eine bittere Pille, ich war gut drauf. Und dann habe ich oben im Flachen 75/100 bekommen und im Ziel bin ich 52 hinten", sagte der Oberösterreicher, der mit einem Podestplatz seine Saison noch retten wollte. "Ich muss schauen, was da los war. Vielleicht bin ich ein bisschen zu grob gefahren. Aber ich glaube, ich hatte heute schon das Zeug, dass ich vorne mitfahre."

Mayer fehlten in dem engen Rennen als Achtem 0,32 Sekunden auf den Sieg. "Es war eine super Fahrt. Ich habe Fehler gemacht, war trotzdem schnell und der Zeitrückstand ist gering", sagte der Olympiasieger. "Es hat schon ein bisserl zum Schmieren angefangen, gerade im Steilhang. Das war auch der Grund, warum ich bei dem Tor so weit geworden bin. Aber es war alles drinnen."

Slowene durchschlägt Sicherheits-Netze

Grundsätzlich ließ die Piste trotz warmer Temperaturen und prallem Sonnenschein noch viel zu. Auch die höheren Nummern des nur 23-köpfigen Teilnehmerfeldes kamen noch fast ganz nach vorne, wie Janka mit 16 als Dritter und der Kanadier Manuel Osborne-Paradis mit 20 als Vierter. Glück hatte der Slowene Bostjan Kline, der nach einem Sturz beide Sicherheitszäune durchschlug, in eine Personengruppe krachte, aber unverletzt blieb.

Da beim Finale nur die Top 15 Punkte bekommen, schrieben Hannes Reichelt als 18. sowie Max Franz und Romed Baumann als Ex-Aequo-19. nicht an. Reichelt war stark unterwegs gewesen, ehe ihn ein Fehler aus der Topplatz-Bahn warf - ahnlich wie in Kitzbühel und Garmisch. "Das war nun das dritte Mal. Sonst waren es Rechtsschwünge, heute war es ein Linksschwung. Wenn du am Limit fährst, und da ist Licht-Schattenwechsel, wenn du da nicht ganz stabil bist, passieren solche Sachen", meinte der Salzburger.

Franz ist ratlos

Franz war ratlos. "Ich habe ihn durchgezogen, mich reingehängt. Unten runter habe ich noch einmal voll riskiert. Ich weiß nicht, ob das unbedingt schnell war. Da muss oben alles in die Hose gegangen sein, das muss ich anschauen. Vielleicht bin ich es im falschen Moment ein wenig zu hart gefahren."

Baumann verschlug es in ausgerechnet jener Passage, die er im Training so stark gefahren war, die Ski. "Da bin ich auf einmal in der Garage gestanden, so schnell konnte ich gar nicht schauen."

Die Kristall-Sammlung wächst und wächst! In der Saison 2016/17 fixiert Marcel Hirscher seine Kristallkugeln 12, 13 und 14 - sechs große, acht kleine. Die Bilder der Triumphe:

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Die eindrucksvolle Serie begann 2011/12 beim Weltcup-Finale in Schladming!

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Den "deppaten Glasbecher" gewinnt Hirscher mit 25 Punkten Vorsprung auf Beat Feuz.

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Im Riesentorlauf gibt es die erste kleine Kugel.

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Ein Jahr später! Schauplatz Lenzerheide - gleiches Bild! Hirscher stemmt die große Kugel - hat 309 Punkte Vorsprung auf Aksel Lund Svindal.

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Im Slalom gibt es dazu die kleine Kugel.

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2013/14 - wieder Lenzerheide, der dritte Coup! Diesmal sind es 131 Punkte Vorsprung auf Svindal.

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Eine kleine Kugel gibt's wieder im Slalom. Im RTL reicht es knapp nicht: Ligety und Hirscher sind punktegleich, die Sieganzahl entscheidet für Ligety.

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2014/15 - Hirscher räumt ab. Im Gesamtweltcup lässt er beim vierten Triumph Kjetil Jansrud um 160 Punkte hinter sich.

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Die RTl-Kugel holt er mit 203 Punkten Vorsprung auf Alexis Pinturault.

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Im Slalom entreißt er Felix Neureuther im letzten Rennen die Kugel - gewinnt mit 23 Punkten Vorsprung.

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2015/16 - die historische fünfte große Kugel in Folge. Und die gewinnt der Salzburger überlegen - 497 Punkte Vorsprung auf Henrik Kristoffersen.

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Im RTL-Weltcup setzt er sich mit 76 Punkten Vorsprung auf Pinturault durch.

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2016/17 - schon vor dem Finale ist alles klar! In Kranjska Gora fixiert Hirscher seinen sechsten Gesamtweltcup-Sieg in Folge.

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Dazu kommt RTL-Kugel Nummer 4 - die dritte in Folge!

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Und am Sonntag macht er auch im Slalom den Sack zu! Nach einem Patzer von Henrik Kristoffersen reicht Rang vier zum vorzeitigen Gewinn.

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Die Kugeln holt er sich in Aspen ab! Am Samstag gibt es die kleine für den Riesentorlauf.

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Am Sonntag darf er sich über die Slalom-Kugel freuen.

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Ehe er zum historisch sechsten Mal in Folge die große Kristallkugel in den Himmel stemmen darf.

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Textquelle: © LAOLA1.at

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