Doppel-Sieg für Goggia bei Olympia-Generalprobe

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Nach ihrem 1. Weltcup-Erfolg in der Abfahrt von Jeongseon legt die Italienerin Sofia Goggia bei der Olympia-Generalprobe in Südkorea nach und sichert sich auch den Sieg im Super-G.

In der Abfahrt triumphierte die 24-Jährige 0,07 Sekunden vor Lindsey Vonn, im Super-G verweist sie die US-Amerikanerin um 0,04 auf den 2. Platz. Ilka Stuhec (SLO/+0,51) übernimmt mit Rang 3 vor dem Finale in Aspen die Führung im Disziplinen-Weltcup.

Weltmeisterin Nicole Schmidhofer (+1,28) wird als Beste des ÖSV Achte.

Österreichs Speed-Damen kommen mit den frühlingshaften Bedingungen im Olympia-Revier wie schon in der Abfahrt nicht optimal zurecht.

Haaser schafft Final-Qualifikation, Stuhec überholt Weirather

Christine Scheyer (+1,49) belegt als Zweitbeste den 13. Rang. Rosina Schneeberger, Ricarda Haaser und Elisabeth Görgl klassieren sich auf den Rängen 18 bis 20, Stephanie Venier (+2,05) kommt als 23. ins Ziel und rutscht in der Disziplinen-Wertung von Rang vier auf Platz sechs zurück. Damit ist fix, dass die ÖSV-Damen die Saison 2016/17 ohne Gewinn einer Kristallkugel beenden.

Nach sechs von sieben Bewerben im Super-G übernimmt Ilka Stuhec (350 Zähler) die Führung von Tina Weirather (335). Die beiden Damen rittern damit in Aspen (16. März) um die kleine Kristallkugel. Riccarda Haaser qualifiziert sich als 25. der Wertung gerade noch für die Teilnahme am finale Super-G des WM-Winters.

Ergebnis des Super-G in Jeongseon>>>

Mit Lockerheit zum Sieg

Neunmal war Goggia in dieser Weltcup-Saison Zweite oder Dritte gewesen, nun scheint der Bann gebrochen. "Gestern ist der Sieg endlich gekommen", ließ die Vierte im Gesamt-Weltcup im ORF-Interview durchblicken, dass ihr der Erfolg Lockerheit gebracht hat.

"Heute habe ich das gemacht, was ich machen musste. Hinunterfahren und pushen. Ich konnte so skifahren, wie ich weiß, dass ich es kann." Anders als in der Abfahrt mit Startnummer fünf triumphierte Goggia diesmal mit der Nummer 17.

Vonn: "11 Hundertstel haben ziemlich wehgetan"

Dabei knackte sie auf dem von Italo-Coach Giovanni Feltrin gesteckten Kurs die Topzeit von Stuhec (Nr 5) um 51/100. Mit Nummer 19 war Vonn sehr schnell unterwegs, verpasste Platz eins nach nicht optimalem Finish aber um 4/100. Am Samstag war sie um 7/100 besiegt worden.

"Diese 11/100 haben ziemlich wehgetan", äußerte sich die 32-Jährige enttäuscht. "Aber ich weiß, dass ich gewinnen kann. Ich bin mir sicher, dass die Hundertstel nächstes Jahr bei den Olympischen Spielen zurückkommen."

Auf der einen Seite steht für Vonn das knappe Verpassen ihrer Weltcupsiege 78 und 79, auf der anderen elf Monate vor den Spielen in Südkorea allerdings jeweils zwei Trainingsbestzeiten und im Rennen zweite Plätze.

Damit hält Vonn in Weltcup-Abfahrten bei 60 Podesträngen, womit sie vor der Steirerin Renate Götschl (59) die Führung übernommen hat. Im Super-G ist Vonn nun bereits 44 mal unter die ersten drei gefahren. Auch hier folgt Götschl, und zwar mit 41 Podium-Ergebnissen.

"Schmidi-Drifterl" weglassen

Während die Top 3 mit ihren Fahrten klarerweise zufrieden waren, war das bei vielen der Österreicherinnen anders. Zwar kamen sieben aus dem neunköpfigen Team in die Punkteränge, aber mit Schmidhofer nur eine in die Top Ten.

Ihr Rückstand auf Stuhec betrug 1,28 Sekunden, jener auf Rang sechs nur 3/100. Bei einer an sich guten Fahrt der Super-G-Weltmeisterin verhinderten zwei Fehler ein besseres Abschneiden. "Das Schmidi-Drifterl muss ich einfach nächstes Jahr weglassen", meinte sie launisch.

Zauchensee-Abfahrtssiegerin Christine Scheyer wurde wie in der Abfahrt 13. (1,49). "Ich war am Anfang zu rund, das kostet zu viel Zeit", resümierte die Vorarlbergerin. "Die richtige Linie habe ich leider nicht gefunden."

Venier hadert

Als drittbeste Österreicherin überzeugte Rosina Schneeberger mit der hohen Startnummer 39 als 18. (1,93), unmittelbar vor ihren Teamkolleginnen Ricarda Haaser (1,93) und Elisabeth Görgl (1,97).

Nicht nach Wunsch lief es für Stephanie Venier. Die Tirolerin war mit einer kleinen Kugelchance in das Rennen gegangen, verspielte die aber als 23. (2,05) deutlich. "Es war generell vom Skifahren gut, aber ich bin mit den Verhältnissen nicht zurechtgekommen", gab die Abfahrts-Vizeweltmeisterin an.

"Eigentlich mag ich Wellen und Übergänge gerne, aber hier hat es gar nicht hingehauen." Damit steht fest, dass Österreichs Damen in diesem Winter keine Kristallkugel gewinnen werden.

Tippler riskiert zu viel

Einen Weltcuppunkt gab es für Sabrina Maier (2,68), Ramona Siebenhofer verpasste dieses Ziel um vier Zehntel (37.).

Die Vortages-Fünfte Tamara Tippler riskierte zu viel und rutschte von der Piste. "Ich wollte einfach voll attackieren und bin zu früh auf den Innen-Ski gegangen", sagte die 25-Jährige. "Da rutscht man leicht weg. Wenn man am Limit fährt, passieren solche Sachen."

Textquelle: © LAOLA1/APA

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