Reichelt rast zum Super-G-Sieg in Aspen

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Hannes Reichelt beendet die Saison mit einem Sieg.

Der Salzburger feiert beim Finale in Aspen seinen ersten Super-G-Erfolg in dieser Saison und sichert sich damit Platz zwei im Disziplinenweltcup hinter Kjetil Jansrud (9.), der die Kugel bereits vor dem Rennen sicher hatte.

Dominik Paris (ITA) landet auf Rang zwei (+0,11) vor den ex-aequo-Dritten Aleksander Aamodt Klilde (NOR) und Mauro Caviezel (SUI/+0,33)

Vincent Kriechmayr wird Fünfter (0,53), Marcel Hirscher belegt vor Max Franz Platz 11.

Mit Ärger zum Sieg

Für Reichelt war sein sechster Super-G-Erfolg im Weltcup eine Wiedergutmachung für die verpatzte Abfahrt am Vortag, in der er als 18. punktlos geblieben war.

"Gestern habe ich mich ein bisschen geärgert, erstens über den Fehler und zweitens, weil ich so weit in der Abfahrtswertung zurückgefallen bin. In Anbetracht dessen, dass ich im September noch an den Bandscheiben operiert worden bin, ist die Saison gewaltig gelaufen", betonte der Routinier, der sich in der Super-G-Endwertung noch auf Platz zwei verbesserte.

Die kleine Kristallkugel für den Sieg im Spezial-Weltcup hatte sich der Norweger Kjetil Jansrud, der in Aspen Neunter wurde, bereits zuvor gesichert. Gesamtweltcup-Rekordsieger Marcel Hirscher aus Salzburg landete im abschließenden Speed-Rennen der Saison mit 1,08 Sekunden Rückstand auf Platz elf und war damit unmittelbar vor dem Kärntner Max Franz drittbester Österreicher.

Kriechmayr: "Bin nicht gut genug"

Neben Reichelt war aus dem ÖSV-Team nur noch Vincent Kriechmayr, der als Fünfter 0,53 Sekunden auf den Sieger verlor, besser als Hirscher. Der Oberösterreicher vergab aber mit einem Fehler eine sichere Podestplatzierung.

"Es ist schade, ich hatte am Ende der Saison endlich wieder den Speed vom letzten Jahr - und dann das. Ich schaffe es einfach nicht. Ich bin nicht gut genug, dass ich da fehlerfrei runterkomme", ärgerte sich Kriechmayr über fehlende Konstanz. "Bis auf einen Schwung war es aber eine gute Fahrt. Ich muss daran arbeiten, weniger Fehler zu machen. Das Niveau im Speed ist heuer so enorm hoch, da wird jeder Fehler bestraft."

Selbstkritik bei Mayer

Abfahrts-Olympiasieger Matthias Mayer bekam dies mit einem Ausfall noch härter zu spüren. "Ich war zu direkt. Es ist ein blindes Tor, man sieht es von hinten nicht. Das ist mir schon öfter passiert. Schön langsam geht es mir ein bisserl auf den Zeiger. Ich habe das beim Besichtigen falsch eingeschätzt", lautete der selbstkritische Kommentar des Kärntners, der froh ist, dass die "anstrengende Saison" nun für ihn vorbei ist. "Ich freue mich auf den Frühling und ein bisserl eine Pause."

Der Tageszwölfte Franz freute sich darüber, die Super-G-Saison als Sechster abgeschlossen zu haben, unmittelbar vor Mayer. Das österreichische Speed-Team musste in Aspen übrigens ohne Trainer Werner Franz auskommen, der sich ein paar Tage vor dem Abflug daheim beim Skifahren einen Kreuzbandriss zugezogen hatte.

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Stimmen:

Hannes Reichelt: "Gestern habe ich mich geärgert - erstens über den Fehler, zweitens dass ich in der Abfahrtswertung so weit zurückgefallen bin. Jetzt bin ich froh, dass ich im Super-G-Weltcup Zweiter geworden bin - vor allem wenn man bedenkt, dass ich im September an der Bandscheiben operiert wurde. Gewaltige Saison! Im Steilhang bin ich heute etwas vorsichtig gefahren, nachdem ich über die Stelle von gestern drüber war, war ich schon erleichtert. Ich hab seit dem Herbst mit den 30-Meter-Radien im Riesentorlauf trainiert, mit den längeren Radien tue ich mir das nicht mehr an - ich fliege heim."

Dominik Paris: "Mich wundert, wo die Form herkommt. Jetzt ist die Saison fast zu früh zu Ende - jetzt wo es läuft. Das Ziel der Kugel ist schon länger da - aber dafür muss alles passen. Man muss brutal konstant sein."

Textquelle: © LAOLA1/APA

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