Kirchgasser in Crans Montana auf dem Podest

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Michaela Kirchgasser fährt bei der Kombination in Crans Montana auf das Podest.

Die Salzburgerin, nach dem chaotischen Super-G auf Platz drei, hat im Slalom Probleme und belegt schließlich mit 1,16 Sekunden Rückstand Rang drei. Der Sieg geht an die Italienerin Federica Brignone, die sich 1,01 Sekunden vor Ilka Stuhec (SLO) durchsetzt. Für Brignone ist es der 1. Sieg in der Kombination.

Stephanie Brunner landet an der siebten Stelle, Elisabeth Kappaurer überrascht mit Rang elf.

Im Disziplinen-Weltcup führt Stuhec vor der letzten Kombi am Sonntag 40 Punkte vor Brignone und 75 vor Kirchgasser.

Das Ergebnis>>>

"Brutal schwerer Slalom"

Michaela Kirchgasser war bereits nach dem Super-G hinter Abfahrtsweltmeisterin Stuhec und Brignone auf Platz drei gelegen.

"Es war wirklich ein brutal schwerer Slalom. Ich bin überhaupt nicht reingekommen, habe nur gekämpft. Dass Federica und Ilka so einen guten Slalom fahren, hätte ich mir nicht gedacht", lautete die erste Reaktion von Kirchgasser im Ziel.

Premiere für Kappaurer

Neben der 31-Jährigen durfte auch ihre ÖSV-Teamkollegin Elisabeth Kappaurer zufrieden sein. Die 22-jährige Vorarlbergerin eroberte als Elfte erstmals Weltcup-Punkte.

"Ich bin hier letzte Woche schon Europacup gefahren und wusste, dass ich gut drauf bin. Vor allem im Super-G habe ich mit dem zehnten Platz eine gute Leistung gebracht. Ich bin megaglücklich", betonte Kappaurer.

Neustart nach Stürzen

Das Rennen fand aufgrund des Warmwetters im Vorfeld unter extrem fragwürdigen Bedingungen statt. Nach Ausfällen der ersten drei Läuferinnen im oberen Teil wurde der Super-G zunächst sogar abgebrochen.

FIS-Renndirektor Atle Skaardal beschloss daraufhin, das Zauchensee-Ersatzrennen mit einstündiger Verspätung auf verkürzter Strecke vom Reservestart neu auszutragen. Für die Schweizerin Denise Feierabend kam diese Entscheidung zu spät, sie musste nach ihrem Sturz mit dem Akja geborgen werden.

Scharfe Kritik kam aus dem US-Lager. So beschlossen Lindsay Vonn und Mikaela Shiffrin auf einen Start zu verzichten.

Kirchgasser versteht Kritik

Kirchgasser, die als Athletensprecherin in diesem Rennen fungierte, hatte Verständnis für diese Kritik. "Es war logisch, dass das eine Frühlingspiste wird, wenn es gestern 23 Grad unten und 18 Grad oben hat, das tut keiner Piste gut", erklärte die WM-Dritte. "Ich habe aber auf die Trainer vertraut und mich da richtig 'runtergehaut'."

Mit dieser Einstellung überraschte Kirchgasser mit der drittbesten Super-G-Zeit, nur 0,69 Sekunden fehlten ihr bei Halbzeit auf Stuhec, die unantastbar war. "Ich war im Ziel absolut überrascht, dass meine Fahrt so gut war. Denn teilweise habe ich mich gefürchtet, weil es so weich war. Und da auch Salz gestreut wurde, war es sehr schlagig. Da hatte ich Angst, dass es mir die Ski verschlägt", gestand Kirchgasser.

Brignone: "Liebe solche steilen Hänge"

In der Kombi-Wertung baute Stuhec ihre Führung aus und liegt nun 40 Zähler vor Brignone, die bisher nur in Riesentorlauf und Super-G im Weltcup gewonnen hatte. "Ich habe vom ersten Slalomtor versucht zu attackieren und das durchzuziehen. Das ist mir gelungen. So steile Slalomhänge liegen mir", erklärte die Siegerin.

Kirchgasser hat als Dritte mit 75 Punkten Rückstand auch noch eine Außenseiter-Chance auf die kleine Kristallkugel. Gleiches gilt für Weltmeisterin Wendy Holdener, die Vierte wurde und die Veranstalter ihres Heimrennens kritisierte: "Das war sicher keine gute Werbung für den Damen-Skisport."

Textquelle: © LAOLA1/APA

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